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Lasius niger Anmerkungen

Unbenannt - 9                                              
Auf den ersten Blick eine leicht zu haltende Ameisenart.
  >Kostengünstig in der Anschaffung.
   >Vielerorts die Möglichkeit, selbst eine Königin einzufangen.
   >Königinnen gründen selbstständig (claustral), gut in einem geeigneten Reagenzglas machbar.
   >Beobachtungsmöglichkeiten in der Natur, als Hilfestellung für die eigene Haltung.
   >Weites Futterspektrum, keine hohen Ansprüche, sie sind da nicht besonders wählerisch..
   >Bei Zimmertemperatur haltbar.
   >Weiter Luftfeuchtigkeitsbereich möglich.
   >Gut haltbar in Gips- oder Ytongnestern, auch andere Nester sind möglich.
   >Größere Kolonien auf kleinerem Raum haltbar.
   >Aktiv und lebhaft.
   >Sehr schnelle Vermehrung.
   >Entwicklung vom Ei bis zur Ameise überfordert nicht die Geduld.
   >Laufen gern durch lange Schlauch- oder Rohrverbindungen.
   >Bei großen Kolonien ist eine Nestaufteilung möglich.
   >Ameisen die viele Ansätze zur Beobachtung bieten.
   >Verzeihen so manchen Haltungsfehler.
   >Überleben auch wenn es ein paar Tage mal kein Futter gibt.

Alles gute Voraussetzungen um die Faszination an der Ameisenhaltung zu entdecken.
Erste Erfahrungen zu sammeln, im Umgang mit Ameisen und diese zu optimieren.


Auf den zweiten Blick werden auch einige Anforderungen für Euch als Halter sichtbar.
  >Wachsen schnell zu sehr großen Kolonien heran.
   >Geeignete Nesterweiterungen müssen bereitgestellt werden.
   >Können hervorragend klettern.
   >Nutzen jede Gelegenheit zum Ausbruch.
   >Passen durch die kleinste Ritze.
   >Reagieren sehr schnell, wenn sich eine Möglichkeit ergibt, zu entwischen.
   >Sind aggressiv und beißen.
   >Sind leicht zu verletzen.
   >Ertrinken in Flüssigkeiten.
   >Brauchen eine Winterruhe.
   >Benötigen dazu geeignete Unterbringungsmöglichkeiten.
   >Zur Verteidigung setzen sie Ameisensäure ein, die zu Hautrötungen und als Spätfolge zu leichten Hautablösungen an den Fingern führen kann.

Anforderungen die es zu lösen gilt.

Handelt es sich doch um Tiere die halbwegs artgerecht leben wollen und um keine Versuchskaninchen.
Tiere die nicht eingesammelt oder erworben werden um bei uns zu sterben.


Das beschauliche Dasein im Reagenzglas oder in einer kleinem Nest ist bei dieser Art schnell vorbei.
Sie künstlich an ihrer normalen Entwicklung (Vermehrung) zu hindern halte ich für Quälerei.
Auch in Gefangenschaft werden die Kolonien von Lasius niger reichlich groß.
Mehrere 1000 Arbeiterinnen sind der Normalfall und das schon nach 2 – 3 Jahren.
Die Kolonie welche ich halte, besteht aus weit über 10000 Arbeiterinnen, sie leben in 4 Ytongblöcken und einer Arena.

Eine Koloniengröße die abwechselungsreiche Einblicke in das Leben der Ameisen ermöglicht, immer Aktion und was zu beobachten.
Die Möglichkeiten für sinnvolle Versuche (Futter, Arena, Nester, Schlauch- Rohrverbindungen, Fütterungs- und Trinkverhalten....) anbietet.
Und das Alles mit unkomplizierten, einfachen Aufbauten und Mitteln machbar.
Keine teuren elektrischen Hilfsmittel, keine Spezialanfertigungen von Arenen oder Nestern.
Geht Alles in einem normalen Wohnraum, mit der dort vorhandenen Bedingungen (Licht, Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten).

Versucht es mal mit Lasius niger, es lohnt sich.