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Ein paar Worte zu meiner Ameisenhaltung.

Schon früh haben mich Staaten bildende Insekten fasziniert und so ist es gekommen, dass ich seit ein paar Jahrzehnten Ameisen halte.
Auch andere Staaten bildende Insekten gehören dazu.



Meine erste Kolonie war eine Myrmica, wahrscheinlich rubra.
Selbst ausgegraben im Garten meiner Eltern.
Leben mussten sie in einem Plexiglasrohr, das ich von einem Spielzeugregenschirm abgesägt hatte.
Die von mir am längsten gehaltene Kolonie ist eine bei uns weitverbreitete Ameisenart, die Euch gut bekannt ist..
Es sind Lasius niger, sie lebten bei mir fast 16 Jahre.

Formica fusca, Formica sanguinea, Formica cunicularia, Camponotus ligniperdus und herculeanus sind weitere heimische Arten,
welche ich halte oder gehalten habe.
Einmal vom Bazillus Ameisenhaltung begeistert sind weitere Arten dazu gekommen.
Ameisen aus fernen Ländern, die in den Foren als "Exoten" bezeichnet werden.

Seit vielen Jahren versuche ich die Haltung von Messor barbarus in den Griff zu bekommen.
Genauer gesagt, herauszubekommen, was möglich ist, um die Haltung dieser Art zu optimieren.
Unter welchen Bedingungen sind sie zu halten, was machen sie mit und wie ist es möglich,
ihre Lebensgewohnheiten so umzusetzen, dass ich sie bei ihrem Treiben möglichst gut beobachten kann.
Besonders haben mich die auftretenden Farbvariationen dieser Tiere begeistert.

Heute kann ich sagen, es gab einige Überraschungen, Vereinfachungen in der Haltung,
auch so einige Fehlschläge und das Sammeln von neuen Erfahrungen nimmt kein Ende.

Über die Jahre blieb mir die Freude an den Ameisen erhalten.
So ganz richtig ist das nicht, diese Tiere wurden immer interessanter für mich, in den Jahren wo ich mich um ihre
Haltung bemühte.

Winterruhe, ohne die es bei unseren einheimischen Arten nicht geht, brachte mich dazu auch Ameisen
zu halten die von weiter her kommen.
Größere Kolonien ins und aus dem Winterquartier schleppen, hatte ich irgendwann leid.
Am meisten störte es mich jedoch, das im Winter, wenn ich richtig Zeit habe Ameisen zu beobachten,
sich diese im Keller oder der Garage bei kühleren Temperaturen einfach ausruhten.
Exotische Ameisen, daraus ergaben sich für mich neue Herausforderungen und Beobachtungsmöglichkeiten.
Die wesentliche Erkenntnis dabei, sie sind zu halten. Es ist nicht anders wie bei unseren heimischen Arten.
Es geht dabei immer wieder um dasselbe, die Haltungsbedingungen (Wärme, Feuchte, Futter, Nest)
müssen hinbekommen werden.

Viele Halter tauchen in den Foren auf und verschwinden genau so schnell wieder.
Ameisenhaltung sieht auf den ersten Blick nach was Interessanten aus.
Für die die darin nur Unterhaltung und Aktion suchen,
ist die Haltung schnell langweilig und genauso flott zu Ende, wie sie angefangen hat.
Nur Wenige werden dabei bleiben, die es hinbekommen sich Ihre Begeisterung für diese Tiere zu erhalten.
Nicht nur füttern und Ameisen zählen, es hinbekommen, genauer hinzuschauen.

Geht mit Geduld an Eure angestrebte Ameisenhaltung
und lasst Euch durch Fehlschläge nicht entmutigen, die wird es immer geben auch noch später.
Setzt nicht alles so um, wie es in den Foren zu lesen ist, wie es empfohlen wird.
Bedenkt das es dort Unser sind die Helfen wollen und Manches auch nur irgendwo gelesen haben.
Ein wenig gesunder Menschenverstand mit Überlegung eingesetzt und es wird mit Eurer Ameisenhaltung.