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Lasius niger ihre Entwichlung

Zu Anfang Bilder aus der Natur.
Der wichtigste Energielieferant für diese Ameisen, Blattläuse.
Deren Ausscheidungen Zucker enthält und von den Ameisen gerne genommen wird.
Emsig sind die Ameisen dabei, jede Blattlaus nach dem begehrten Futter abzusuchen.

                                                 

Hier wachsen die zukünftigen Geschlechtstiere heran, aus den großen Puppen schlüpfen Königinnen.      


                                                          
Diese kleine Ameisenart hat im Verhältnis zu der Arbeiterinnengröße, riesige Königinnen.
Die kleinen Arbeiterinnen sind kräftig und bekommen es locker hin die großen Königinnenpuppen zu transportieren.

    

Wenige Arbeiterinnen sind in der Lage viele Puppen zu kontrollieren.

                                   

Nicht immer ist ein von der Sonne erwärmten Stein vorhanden unter dem sie Ihre Puppen gerne lagern.
In kühleren Wetterperioden wissen sie sich da auch zu helfen, Sie bauen einen Erdhaufen,
der auch gut von der Sonne erwärmt wird.
Darin lagern sie dann ihren Nachwuchs.


                                                      

Lasius niger beim Umzug
In der Natur sind sie ständig dabei zu beobachten, wie sie Ihren Nachwuchs transportieren,
immer auf der Suche nach guten Lebensbedingungen.
Wobei sie anpassungsfähiges Verhalten zeigen

  
Alles muss mit, selbst die Jungköniginnen sind beim Umziehen zu beobachten.
Wollen die nicht freiwillig, werden sie gezogen.
 
Hier sind sie gerade dabei einen Blumentopf zu besetzen.

 
                                                          
Hauptsächlich in den Monaten Juli/August schwärmen diese Ameisen,
genutzt werden gern warme Tage nach einem Regenschauer.
Bei Lasius niger handelt es sich um eine Art die bei Uns reichlich vorkommt.
Es ist schon ein richtiges Naturschauspiel ihnen zuzuschauen wenn sie aus vielen Nestern gleichzeitig abfliegen.
Wie sie das wohl hinbekommen?

Nach diesem ersten Schwärmen, können noch weitere Tage folgen wo weitere Geschlechtstiere in kleiner Zahl schwärmen.
Diese Art zieht in einem Nest, beiderlei Geschlechtstiere auf, an ihrer Größe sind sie leicht zu unterscheiden.
Die Königinnen, um ein vielfaches größer als die Arbeiterinnen und die Männchen, kaum größer als eine Arbeiterin.

Die Verpaarung erfolgt im Fluge. Die Männchen haben damit ihre Schuldigkeit getan und sterben.
Die Königinnen kehren auf den Boden zurück, brechen ihre Flügel ab und sind emsig dabei eine Unterkunft zu finden.
Bei Königinnen die noch Flügel haben, besteht die Möglichkeit das sie noch nicht begattet sind.


Nur begattete Königinnen sind in der Lage befruchtete Eier zu legen, aus denen sich Arbeiterinnen entwickeln.
Falls unbegattete Königinnen Eier legen, entwickeln sich daraus nur Männchen.


Zu Hunderten laufen sie herum und versuchen sich einzugraben, das ist eine gute Gelegenheit eine Königin einzufangen.

Auch wenn die Versuchung groß ist, fangt nur eine oder wenige Königinnen ein, es sind auch Tiere die in unserem
Ökosystem ihre Aufgaben zu erfüllen haben.


Als erste Unterkunft kann ein Reagenzglas genutzt werden.
Mit einem Wassertank ausgestattet und abgedunkelt reicht das für den Anfang.  
 
Futter braucht die Königin nicht, alles was für die Aufzucht des ersten Nachwuchses notwendig ist, bringt sie mit.
Schon nach kurzer Zeit (2-3 Tage), legt sie die ersten Eier, selten dauert es länger.
Königinnen die nach längerer Zeit noch keine Eier gelegt haben, sind meistens nicht in Ordnung und sterben bald.

Nach der ersten Eiablage ist Ausdauer und Geduld gefragt und das auch noch mit wenigen Störungen.
Die Königinnen bewegen sich kaum, zeigen ein träges Verhalten.
Bis auf gelegentliche Kontrollen, gibt es keine Beobachtungsmöglichkeiten.
                       
Gut 6 Wochen vergehen, bis die ersten Ameisen schlüpfen, meistens dauert es länger,
kühlere Temperaturen verlängern die Entwicklungszeit.

Auch wenn diese ersten Ameisen sehr klein sind (Pygmäen),
ist es jetzt an der Zeit den Verschlussstopfen des Reagenzglases zu entfernen.
Sie fangen schnell damit an, nach Futter zu suchen,
es ist ja nicht mehr lang bis zur Winterruhe und die Königin hat weitere Eier gelegt.

Die daraus geschlüpften Larven sind hungrig.

Kleinere Insekten, Zucker- oder Honigwasser reichen für den Anfang.
In Flüssigkeiten ertrinken sie leicht oder kleben fest,
kleine Tropfen auf einer nicht saugenden Unterlage sind eine brauchbare Möglichkeit.

Grob 5 – 20 Arbeiterinnen zieht die Königin auf.
In warmen Jahren, in denen der Schwarmflug schon früh stattfinden kann, werden es noch deutlich mehr.
Besonders in der Haltung, wo höhere Temperaturen fast durchgehend vorliegen und immer reichlich Futter,
kommen doch so einige Arbeiterinnen zusammen.

Mit dem Herbst in der Natur kommt auch die Zeit das kleine Volk auf die kommende Winterruhe vorzubereiten.
Es fällt nicht immer leicht eine sich noch weiter entwickelnde Kolonie auszubremsen, es muss sein.

Ohne Anreizte gehen sie nicht immer in Winterruhe.
Kommt nicht auf die Idee sie durchzuhalten, sie fangen an dahin zu kümmern, eine Entwicklung die meistens
nicht mehr rückgängig zu machen ist und mit dem Verlust der Kolonie endet.

Was ist zu tun um sie einzuwintern, warum nicht gleich in die Kälte?
Puppen, Eier und größere Larven überleben kältere Temperaturen nicht.

Ameisen und kleinere Larven brauchen eine Übergangszeit um sich auf den Winter einzustellen.
Erreicht wird das durch langsame Temperaturabsenkungen und Futterreduzierung.
Das wichtige dabei sind die niedrigeren Temperaturen.
Ihre Königin stellt die Eiablage ein, kleinere Larven wachsen nicht mehr und die vorhandenen Puppen schlüpfen noch.
Diese Phase kann bis zu 5 Wochen dauern, einfach mal schauen, wie sie reagieren, wie weit sie die Nachwuchsaufzucht reduziert haben.

Geht es da nicht voran, ist die Temperatur noch zu hoch.
Ist es gut verlaufen, können sie kühlere Temperaturen vertragen, diese können im Bereich von 1- 12°C liegen.
Leichte Frostperioden haben sie bei mir auch schon Überstanden.
Sind sie einmal richtig in der Winterruhe,  führen kurzzeitig, höhere Temperatur auch nicht gleich zum Ende der Winterruhe.

Ein gutes Zeichen für eine normal verlaufende Winterruhe, Ameisen die träge auf einem Haufen zusammengedrängt sitzen.



Wann muss sie anfangen, die Winterruhe?
Schaut auf die Natur, so wie sich im Herbst längere Kaltperioden einstellen.

Wie lange muss sie dauern, die Winterruhe?
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, mindestens 5 Monate.
Auch hier kann die Natur helfen.

So wie es längere Zeit kälter ist, werden die Ameisen eingewintert.
Bis zum Frühling mit längeren warmen Tagen, kommen meistens mehr als fünf Monate zusammen.
Danach richte ich mich, dass sehe ich als natürliche Haltung, welche ich praktiziere.

>In der Haltung ist auch ein starres Konzept möglich, das die Winterruhe unabhängig von der Natur, nach festen Zeitabläufen regelt.
Bei kleineren Kolonien gut machbar, sie können gut in einem Kühlschrank untergebracht werden.
Bei größeren Kolonien wird es schwierig, nicht Jeder hat einen
Kühlschrank nur für Ameisen.
Es bleiben da meistens nur die Möglichkeiten
Garage, Garten, Gartenhaus, schattiger Platz auf der Terrasse.
Unsere Keller sind für die einheimischen Arten meistens zu warm.
Muss eine dieser Möglichkeiten genutzt werden, sind wir wieder bei einer naturnahen, einer von der Natur vorgegeben Winterruhe.

Weitere wesentliche Punkte für einen Winterplatz,
er muss möglichst erschütterungsfrei sein, die Sonne darf nicht darauf scheinen,
Regen darf auch nicht in die überwinternden Nester kommen und er muss Kleintierfest sein.(Mäuse, Katzen, Hunde, Vögel....)
Werden sie im Reagenzglas mit Wassertank draußen überwintert, ist der Wassertank zu entleeren, bei Frost gibt es sonst Probleme,
der Tank kann auslaufen.
Mehr als gut feuchte Watte ist nicht möglich.
Futter brauchen die Ameisenarten nicht, gelegentliche Kontrollen reichen.

Manchmal wird es in den Nestern zu trocken, auch eine überhöhte Kondenswasserbildung kann es geben.

Wie auswintern?
Temperaturerhöhung in Stufen, die kann schneller erfolgen, in einer Woche machbar.
Selber habe ich sie auch schon mal gleich ins warme Zimmer gestellt.
Sie haben in beiden Fällen einige Tage gebraucht bis sie munter wurden.
Wenn sie draußen überwintert wurden, ist der Übergang auch nicht so groß.

So sind sie aus dem Winterquartier gekommen, Ameisen, Königin und Larven.
Etwas Kondenswasser ist entstanden, der kleinen Kolonie geht es gut.

Sind die ersten Ameisen wieder außerhalb des Nestes aktiv, Zucker- oder Honigwasser anbieten.
Insekten könnt Ihr versuchen, meistens nehmen sie nur wenig oder auch nichts,
dass kommt erst später wenn die Larven wieder wachsen.
 
Hier die Kolonie, 5 Wochen nach der Auswinterung

Was sie an Insekten nehmen, ändert sich erst wenn die überwinterten Larven wieder wachsen und die Königin Eier legt.
Im 2. Jahr geht es richtig voran, bei guter Pflege sind es bis zum nächsten Winter, mehr als 2000 Ameisen.
                                 
Für das Reagenzglases muss etwas geräumigeres her.
Sie sind da nicht wählerisch, leben sich in unterschiedlichsten Nestern ein.
Gut zu Beobachten sind sie in Gips- oder Ytongnestern, auch Farmen sind möglich.
Auslauf brauchen sie auch, eine kleines Glasbecken als Arena, alles verbunden mit einem Schlauch.
Den Schlauch nicht zu lang, 50cm sollten reichen. Später, wenn die Kolonie gewachsen ist, kann dieser auf mehrere
Meter verlängert werden, Innendurchmesser ab 6mm.

Behaltet den Schlauch im Auge, oder besser macht gleich kleine Löcher mit einer Stecknadel rein.
Die Löcher mussen klein sein. mehr als 0,8 mm ist nicht drin, besser 0,6mm.
Solche kleinen Bohrer gibt es in gut sortierten Elektronikgeschäften.
Es darf sich kein Kondenswasser darin bilden, sie kleben fest und sterben.

So eine Anlage muss ausbruchssicher sein, diese kleinen Tiere sind sonst schnell verschwunden und die Königin sitzt alleine im Nest.
Was es so an Ausbruchssicherungen gibt, wie sie angebracht werden,
wie sie wirken, was zu beachten ist, schaut einfach mal in die Ameisenforen.

Auf meiner Startseite könnt Ihr die Seite Foren anklicken, dort habe ich für Euch die Wichtigsten verlinkt, oder einfach
hier.

Die Königinnen dieser Art legen bei geeigneten Bedingen in kurzer Zeit sehr viele Eier.

Wie sich die Ameisen entwickeln, liegt an Euch, gutes Futter, etwas Trinkwasser, Anlagenerweiterung, nicht zu tiefe Temperaturen,
sind gute Voraussetzungen für viele Ameisen.


Ab dem  3. Jahr können sich daraus schon Probleme ergeben,

die Kolonien dieser Art können auch in Gefangenschaft mehr als  10000 Ameisen hervorbringen.
Später kommt noch dazu, das sie Geschlechtstiere aufziehen die überall herum lungern.

Mit ein paar Bildern, einer der Nestblöcke meiner Lasius niger – Kolonie, die seit vielen Jahren bei mir lebt.

Gut sind sie auch in Gipsnestern zu halten, hier eine kleine ca. 1,5 Jahre altes Volk.
                             
Gips eine Möglichkeit um mit einfachen Mitteln, ohne viel Staub, verschiedenste Nester zu gestalten.
Direkt nutzbar für Nestblöcke in den Anlagen.
Bei externen Nestern ist ein zusätzlicher Ausbruchsschutz nötig, größere Kolonien knabbern sich sonst an feuchteren Bereichen durch.
Einmal ein Loch sind diese Ameisen gleich in größerer Anzahl auf Erkundung.
Lasius niger wieder einzufangen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, blitzschnelle Läufer und leicht zu verletzen.
Bei selbstgebauten Gipsnestern ist es einfach einen Ausbruchschutz,
der zu dem noch unsichtbar ist, gleich mit zu integrieren, wie das Machbar ist, seht ihr
hier.

Am Rande beobachtet, sie stehen auf Honig- oder Zuckerwasser.
       

Eine interessante, lebhafte Ameisenart, die Freude bereitet, schnell etwas beobachtenswertes  anbietet,
einfach zu halten, mit dem Blick darauf, das es schnell sehr große Kolonien werden.
Für die geeigneter Lebensraum erforderlich ist.
Erfreulich dabei, das diese Ameisen sich auch in großer Anzahl in einem kleineren Lebensraum halten lassen.

Ist immer wieder zu lesen, Lasius niger sind besonders nesttreu,
wobei dieser Begriff erst einmal genauer definiert werden muss, um daran Beobachtungen zu knüpfen.
Diese abgeschriebenen Post,s sind nicht überzubewerten.
Gibt es bessere Lebensbedingungen, angebracht zum Entwicklungsstand der Kolonie, flink sind sie umgezogen.
Kommt immer darauf an was Wir für die Bedürfnisse der Ameisen anbieten.
Anders betrachtet, ein Gips- oder Ytongnest ist für diese Ameisen genau so wenig attraktiv wie eine Glasröhre.
Dazu kommt noch das Sie anpassungsfähig sind, nur wenig Ansprüche an ihre Unterkunft stellen.
Genügsame Ameisen die in einem weiten Temperatur- und Feuchtespektrum leben und überleben können.
Selbst an Licht gewönnen sie sich und leben, wenn es sein muss, auch schon mal im Verbindungsschlauch.

 
[Zwei Königinnen in einer Kolonie!]

Um solche Ameisen zum Umzug zu bewegen, da müsst ihr ihnen schon richtig was Passendes bieten,
ohne bessere Bedingungen ist es halt so, sie bleiben da, wo sie gerade sind.
Für mich ist das nicht mit nesttreu gleichzusetzen, es gibt einfach keinen Anlass für sie zum Umziehen.
Mit Feuchtigkeit sind sie kaum zu locken, mit Wärme im neuen Nest klappt es eher.
Größere Kolonien, die schon Platzprobleme im Reagenzglas haben, warten nur darauf das ihnen ein neues Nest angeboten wird,
braucht nicht lange, bis sie es besiedeln.
Nesttreu, kommt vielleicht auch an auf die Betrachtungsweise und der Tatsache
das größere Kolonien dieser Art nur selten aufgezogen werden.
Gründerköniginnen und Kolonien, auch bei anderen Arten, sind selten besonders umzugsfreudig.

Exotenhaltung, aus Sicht der Ameisenhaltung muss sie nicht sein!
Sind nur andere Ameisen, bunter, größer, anderes Futter und und und ..................
Um sich mit Ameisen zu beschäftigen, Ameisen zu beobachten,
die Verhaltensweisen von Staaten bildenden Insekten kennenzulernen, Versuche durchzuführen,
um das Leben von Ameisen zu erforschen, es gibt kaum eine Ameisenart, die Euch diese Möglichkeiten bereitstellt.

Wer nicht gerade in der Stadt wohnt, ist nicht auf die nicht immer sachlichen Berichte und Post,s in den Foren angewiesen,
ein Blick in die Natur ist hilfreicher.

Puschen ist fuschen,
so ein Blödsinn kann nicht von einem Halter kommen der alle Aspekte der Ameisenhaltung in Betracht zieht.

Wer schreibt so Etwas ins Wiki?

Gerade bei dieser Art ist es möglich mit vielen Puppen schnell auf eine Koloniengröße zu kommen,
die was zum Beobachten anbietet.

Kolonien aus Königinnen aufzuziehen, das hat was.
Für einen Anfänger ist das frustrierend und langweilig, gut geeignet gleich wieder die Ameisenhaltung zu vergessen.
Post,s wie meine Ameisen kommen nicht aus dem Reagenzglas,
sie nehmen kein Futter, keine Aktivitäten, habt Ihr schon reichlich gelesen.
Eine günstig gekaufte Kleinkolonie und mit reichlich Puppen gepuscht, schnell wird daraus Etwas das Begeisterung schafft,
um weiter bei der Ameisenhaltung zu bleiben.

Gut bin jetzt etwas vom Thema abgekommen, betrachtet einfach mit gesundem Menschenverstand,
was Euch zur Ameisenhaltung an Infos angeboten wird.

Halte selber schon viele Jahre verschiedene Ameisenarten, für welche Art Ihr Euch auch entscheidet ist Eure Sache,
für mich stehen diese unkomplizierten, lebhaften, robusten Tiere ganz oben.

Hier könnt ihr sehen an was für große Beutetiere, als Team, sich kleine Ameisen ran trauen.

                 

        
Ein Engerling, der vorab schon nicht mehr so ganz bei Kräften war.

Schlanke flinke Königinnen, so wie Ihr sie nach dem Schwarmflug kennt oder gekauft habt, schaut mal hier.
          
Eine Königin aus einem richtig großen Volk, selber kaum noch in der Lage sich fortzubewegen, nur noch Eier legen ist angesagt.

Eine Ameisenart, unkompliziert, einfach, ich komme nicht davon.