Update Formica sanguinea 23.03.2010
                                       
Sie ist vorbei die Winterruhe, jedenfalls meint ihr Halter das, mal gucken, was diese Ameisen davon halten?
Seit gestern stehen sie wieder im Warmen.
            
Die letzten 14 Tage gab es noch Kellerhaft  bei ca. 12 °C,  ihre Aktivitäten dabei fast  null,
selten eine Arbeiterin außerhalb der Nester träge und unschlüssig zu beobachten.
In den Nestern, zusammengekauerte Ameisen, die sich auch durch Anklopfen nicht stören ließen,
ganz das Gegenteil von dem was im Sommer bei dieser Art, bei solcher Störung an Wirbel und Hektik zu beobachten ist.
Gut für mich, konnte ich doch ungestört alle Anlagenteile für den Transport auseinanderbauen
und im Sommerdomizil in Ruhe wieder zusammensetzen.

Jetzt bin ich gespannt, was wird, ob sie sich überhaupt noch vertragen?
Überwintert haben sie in allen 4 Nestblöcken, wodurch sie keine direkten Kontakte zueinander mehr hatten.
Wie sieht es jetzt mit ihrem Eigengeruch aus, kennen sie sich noch oder vertragen sie sich nicht mehr?

Gleich mollige 24°C verfehlten nicht ihre Wirkung, innerhalb weniger Stunden kam Ameise nach Ameise aus den Nestblöcken,
sie quollen förmlich heraus.
Dicht gedrängt hockten sie vor den jeweiligen Nestausgängen und tankten Wärme.
                 

Zu beobachten, noch immer bei vielen Arbeiterinnen, pralle Gaster, sie hätten noch länger ruhen können.
                                 

Wo sie schon mal fast alle außerhalb des Nestes saßen, gleich die Gelegenheit genutzt und in die Nestkammern geguckt,
auch hier die Bestätigung dafür,  sie hätten noch weiter ruhen können, keine Eier oder Larven.
Was soll es, jetzt ist es vorbei und sie müssen wieder ran, will ja schließlich wieder was zum Berichten haben!
Nein, hatte am Wochenende, an geschützten Orten in der Natur,
die ersten zaghaften Aktivitäten dieser Ameisen beobachtet und daraufhin  bei meiner Haltung die Winterruhe beendet.
Kaum hatten sie ein wenig Wärme aufgenommen, wurden sie unternehmungslustig.
Kramten Nesteingänge freier und sortierten Einstreu in ihrer Anlage durcheinander.
Und es kam, wie es kommen musste, Arbeiterinnen der verschiedenen Nestblöcke trafen aufeinander,
auch die der Nestblöcke in den beiden Becken, fanden durchs Verbindungsrohr zueinander.
Feindseligkeiten, keine Spur, die gab es nicht.
Jetzt sind sie dabei  ihr Leben neu regeln, besser gesagt dabei zu beobachten, wie sie es versuchen.
Einig sind sie sich noch nicht, ständig werden Arbeiterinnen zwischen den Nestblöcken hin und her getragen.
Bereitet ihnen keinerlei Probleme und geht richtig flott, kein Wunder, wie bei dieser Art üblich,
packen sie sich bei den Mandibeln und die getragene Arbeiterin rollt sich ein.
Gibt für den Betrachter ein schönes Durcheinander, Ameisen die oberflächlich betrachtet nicht wissen was sie wollen?
Ein Verhalten, wie ich es auch in der Natur beobachten konnte, Ameisen sitzen an verschiedenen Orten,
pulckweise in der Sonne und beginnen später damit alle ihre Angehörigen an einen Ort zusammenzutragen.
Bin mir ganz sicher, dass auch meine Kolonie das geregelt bekommt, mit der Hoffnung, dass sie sich gut weiter entwickeln.
 
25.03.2010
Sonnenbaden ist noch immer ihre bevorzugte Beschäftigung.
                

Weiter gibt es keine Entscheidung in welchen Nestblock sie Erstmahl wohnen wollen, ständig werden Ameisen umhergeschleppt.
Zucker- oder Honigwasser, kaum Bedarf, ein wenig Wasser nehmen sie.
Überraschend, emsig sind sie dabei, wenn es Insekten gibt, nichts lassen sie liegen.
                       
Erste Bilanz der Winterruhe fällt positiv aus, nur ganz wenig gestorbene Arbeiterinnen.
Erfreulich, auch die Formica fusca Arbeiterinnen sind gut über den Winter gekommen.

07.04.2010
Mit dem Sonnenbaden sind sie durch, jetzt wird gearbeitet., alles, was sich bewegen lässt, veränderst seinen Ort.

Zudem haben sie eine Beschäftigung entdeckt, die ihr Halter mit Sorge betrachtet.
             
Um Gewicht einzusparen, liegt unter der Holzgranulat/Kiesschicht Styropor.
Schein eine richtige Herausforderung zu sein, das Zeug klein zu bekommen.
Hatte nicht mal erwartet das sie daran gehen, jetzt entsteht daraus vermutlich bald ein Problem.

Richtig schön fein geknabbert haben sie Freude daran mit den Styroporbröseln den Ausbruchsschutz auszuhebeln.
Das Zeug packen sie überaus eifrig ins Paraffinöl.
Hatte ich es schon geschrieben, sie futtern ohne Ende, das letzte Heimchen aus der Box.

23.04.2010
Sie futtern ihren Halter arm!
Denen die hier schon länger mitlesen, brauch ich es nicht mehr zu erzählen, manchmal übertreibe ich ein wenig.
Trotzdem möchte ich nicht ausprobieren, wo die Grenze ist, für ihre Futterannahme liegt.
Könnte eine überreichliche Nachwuchszunahme geben.
Alle Nestblöcke kann ich nicht einsehen und so konnten sie mich überraschen.
Erste Larve gesichtet.
              
An der Größe gut zu erkennen, sie pflegen schon länger Nachwuchs, diese Larven verpuppen sich bald.

07.05.2010
Was machen sie hier?
                        

Gibt was Neues.
               

Kann Euch sagen, sie haben richtig Freude.

Kleinen aufmerksame Wirbelwinde, denen nichts entgeht, was ihr Halter für sie anbaut.
    

Ist schon beeindruckend was diese kleinen Tiere an Ausdauer und Kraft aufzubringen, verstehen.

Aus sangu
        


Gibt Tage da bereitet die Ameisenhaltung mehr als Freude.
                

Sie haben Jungköniginnen aufgezogen.
Fragt mich jetzt nicht, wie ich das immer hinbekomme das Ameisen bei mir Geschlechtstiere aufziehen.

                   

            

Auch in der Haltung versuchen sie zu schwärmen.

            

11.05.2010
Ein paar Tage später und neben weiteren Jungköniginnen gibt es jetzt auch Männchen.
             
Auch diese versuchen zu schwärmen.
Erste junge Arbeiterinnen sind auch zu sehen.
Zumindest in der Haltung zieht diese Art gleichzeitig Arbeiterinnen, Jungköniginnen und Männchen auf.

14.05.2010
Damit sie mehr Auslauf haben und ich sie dabei auch noch gut beobachten kann, gab es ein weiteres Becken.
Wenig Tiefe viel Länge, 50 x 10 x 20 cm.
Diese Art klettert gerne, in dem Becken stehen dafür Zweige.
Oben ist der Deckel ein Stück offen, dort ragt ein Ast aus der Öffnung.
       
Später gibt es dort Honig- und Zuckerwasser.
Auch wenn es einheimische Ameisen sind, brauchen sie sich jetzt nicht einzubilden
das sie bei mir spazieren gehen können, der Ausschnitt ist mit Paraffinöl gesichert.
Auch ist der Ausschnitt breit und lang genug um herunterfallende Ameisen nur den Absturz ins Becken zu lassen.

Wenn sie sich weiterhin gut halten lassen und sich vermehren,
ist an ein Becken gedacht das sie nur durch einen längeren Schlauch erreichen können.
Am jetzigen Standort ist der Platz nicht vorhanden für längere Laufstrecken.
Um sie dennoch ein wenig zu bewegen, ist das Becken nicht einfach mit einer kurzen Verbindung angeschlossen.
    
Das Verbindungsrohr reicht ein gutes Stück ins neue Becken und endet dort an einem Ast.
    
Ist nicht viel Strecke, die Ameisen haben es allerdings gleich angenommen.
Kann sie jetzt prima beobachten, wie sie mit gefüllten Gastern durchhasten oder Beute durchzehren.
           

Junge Arbeiterinnen, die nach der Winterruhe geschlüpft sind.
         
Die beiden fusca Arbeiterinnen gehören natürlich nicht dazu,
sind immer noch Arbeiterinnen aus der Anfangszeit dieser Kolonie (Volk).
Ganz schön kräftig die Jungen, was sie allerdings mit dem Tonstein anfangen wollten, haben sie mir nicht verraten.

22.05.2010
Natürlich geht da noch mehr.
                
Sie sitzen an einer warmen Stelle, welche ich vorab mit einer Lampe erwärmt hatte.
 
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