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Lasius flavus ab 27.03.2011 Winterruhe, eine Zeit um mal abzuschalten von der Ameisenhaltung. Ungewiss und nicht selten mit einem Ausgang, der nicht angestrebt wird. Auch eine Zeit um Neues anzufertigen oder seinen Wissensstand durch Nachlesen zu vertiefen. Allerdings auch eine Zeit, an deren Ende manchmal nichts mehr da ist, von dem was mal ein Ameisenvolk war. Viele Faktoren, die nicht erkennbar sind oder falsch eingeschätzt werden und alles, was vorher mühevoll aufgezogen wurde, ist dahin.
Um so erfreulicher, dass nach den ersten warmen Temperaturen noch was krabbelt. Sind das auch noch Ameisen, kann es wieder losgehen, mit dem Abenteurer Ameisenhaltung.
Grob abgecheckt, was bewegt sich noch im Nest, was entsorgen sie an Toten? Bleibt genug übrig für eine weitere Haltung, lebt die Königin noch? Fragen, die nur zu klären sind mit Nesteinblick.
Kaum ist die Temperatur soweit angestiegen, dass sie ihre vorab steifen Beine wieder bewegen können, gehen sie auf Suche, um die über den Winter aufgebrauchten Reserven aufzufüllen. Sie sind jetzt mehr als dankbar für ein paar Tropfen Zuckerwasser.
Ist erstaunlich, was die Natur ihren Lebewesen mitgegeben hat. Kaum ist die Temperatur in einem Bereich, wo sie nicht mehr oder weniger Star dahinschleichen, kommen sie in größerer Anzahl, um für ihren Fortbestand zu sorgen.
Zu warmer Keller (15°C), Tage in der Garage um die 0°C, es sieht aus das sie damit klargekommen sind. Ein letztes Bild aus dem Winterquartier.
Wie oft nachzulesen, Ameisen bilden eine Wintertraube, hier ist damit nichts gewesen. Alle Nestkammern wurden durchgehend belagert. An Tagen mit frostigen Temperaturen sind sie dort erstarrt, wo sie gerade waren.
Unzählige Larven haben mit überwintert, mal gucken, ob es dieses Jahr erste Jungköniginnen gibt. Oder wie gehabt, nur ein paar Männchen.
Es waren 3 Königinnen, schnell geschaut, ob sie auch den Winter überstanden haben?
04.04.2011 Von 0 auf 100, kaum passen die Temperaturen sind sie gleich wieder bei der Musik. Ameise um Ameisen krabbelt durch den Schlauch und macht sie in der Arena auf Futtersuche. Und wie immer bei mir, lange suchen, brauchen sie nicht.
Wo sie mit all dem Futter hin sind? Im Nest tut sich noch nichts, für mich kein Larvenwachstum sichtbar. Werde den Verdacht nicht los, das sie sich erstmal selber den Bauch vollschlagen.
Naja wie ist es doch ein Ameisenhalter muss Geduld aufbringen, wenn die doch nur ein wenig schneller ginge.
Aber ich habe sie gesehen, ihre 3 Königinnen sind ebenfalls gut durch den Winter gekommen. Ein paar schnelle nicht besonders scharfe Bilder dann waren sie auch schon wieder in alle Richtungen enteilt.
07.04.2011 Ihre Winterruhe ist endgültig zu Ende, erste Eier sind gelegt.
14.04.2011 Merkwürdigkeiten, für die ich keine Erklärung habe. In 2 Kammern liegen überwinterte Larven locker verstreut die nach der Winterruhe noch nicht gewachsen sind.
Auch kaum Arbeiterinnen, die sich darum kümmern.
Da bei sind sie doch sonst schon voll bei der Musik, die ersten Puppen vorhanden.
Ist viel Arbeit für Larven einen Kokon anzufertigen. Ständig werden sie dabei von Arbeiterinnen umsorgt. Diese sind unermüdlich dabei zu beobachten, wie sie feine Partikel an die Larven legen und nach Fertigstellung der Kokons wieder entfernen.
23.04.2011 Fleißige Ameisen, die schon einen ordentlichen Haufen an Puppen zusammenbekommen haben.
Bei genauerer Betrachtung fallen ein paar größere Puppen auf, denke daraus werden Männchen schlüpfen.
Für weiteren Nachwuchs ist auch gesorgt.
Hier seht Ihr sie wie sie Nachwuchspflege betreiben. Futter (Insektenteile) zerkleinern und an die Larven legen. Wie sie Larven belecken und Larven beim Futtern, ist schon eine faszinierende Welt.

04.05.2011 Ein paar aktuelle Bilder.
12.05.2011 Das leben geht weiter auch bei diesen Ameisen. Seit ein paar Tagen gibt es die ersten schlüpfenden Arbeiterinnen.
Puppen aus der Nähe, gut sichtbar der dunkle Coat, den die Larven kurz vor der Verpuppung in den Kokon abgegeben haben.
22.05.2011 Ist ständig erneut in den Foren nachzulesen, dass diese Art unterirdisch lebt und für die Haltung eher langweilig ist. Eine Aussage, die ich gut nachvollziehen kann, von Usern, die es nicht besser wissen oder diese Art nie gehalten haben. Zwischen Natur und Haltung liegen für mich Welten. Die Anpassungsfähigkeit unserer Ameisen und der unbedingte Wille, Futter für ihren Fortbestand heranzuschaffen, ist eine Basis in der Haltung andere Wege zu gehen. Für die von Euch die hier ständig mitlesen, ist der Futterbaum (kleiner Ast) noch in Erinnerung. Ausgangsbasis für ein kleines Experiment. Wie bekannt sind es Ameisen, die von und mit Wurzelläusen leben. Können sie auch was mit anderen Läusearten anfangen, die zudem im Licht auf einem "kleinen" Ast angeboten werden? In der Natur, von mir nie beobachtet, das Lasius flavus einen Baum, Strauch oder Pflanze hochlaufen, um Läuseausscheidungen aufzunehmen. In der Haltung bekommen sie es hin, die Frage dabei, woher wissen diese Tiere das auf einem hoch angebotenen Zweig Läuse sind?
27.05.2011 Ist immer wieder eine besondere Freude zu beobachten, wie schnell diese Tiere reagieren. Ameisen wie soll ich es schreiben, mit einer "explosionsartigen Logistik". Hier seht ihr sie am Schlauchzugang einer vor 20 Minuten angeschlossenen Arena.
Wenn Ihr meint, das war schon alles, ne da kommt noch reichlich, guckt hier.
Es dämmert, sie hatten gute Gründe überaus schnell zu reagieren, diese Ameisen lieben Kohlenhydrate über alles.
Naja ansonsten sind sie auch keine Kostverächter.
Ist schon erstaunlich, wie flink diese kleinen Tiere agieren, gibt richtig Aktion, schaut selber.
Wie letztes Jahr auch, haben sie wieder einige Männchen aufgezogen. Für Jungköniginnen hat es nicht gereicht.
Pushen hat in den Foren nicht selten einen negativen Ruf. Für mich unverständlich, nicht jeder will mit einer Ameise (Königin) anfangen. Größere Völker sind selten zu erwerben, warum nicht unterstützen? Um eine Königin oder ein kleines Volk schnell auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen zu bringen.
Es ist nicht immer möglich, Puppen der gleichen Art zu bekommen. Puppen sollten es schon sein, Larven zu geben, ist ein Weg ohne brauchbares Ergebnis.
Pushen mit Puppen einer anderen Art der gleichen Gattung, eine Fragestellung für ein Experiment. Spender der Puppen, Lasius niger, flugs in der Arena platziert und gucken, was wird.
Sieht doch gut aus, die ersten Interessenten sind schon da. Nichts ist, Desinteresse, das Bild habe ich nach gut einer Stunde gemacht. Schaut noch mal weiter oben, da gab es Mehlkäferpuppenklein. Sich da zu bereichern war wohl anstrengend, die Damen sind jetzt fußlahm! Gut das lässt sich raus finden. Ein paar Tropfen Zuckerwasser neben die Lasius niger Puppen und was wird?
Nicht zu übersehen, sie haben Freude (Kohlenhydratbedarf). Meine List scheint zu funktionieren, Ameisen auf und neben den Lasius niger Puppen.
Ja ich hab sie. Ein wenig Verwirrung schleicht sich ein, eine tote Fliege erweckt überaus mehr ihr Interesse.
Habe ich jetzt was falsch gemacht oder? Wäre doch eine prima Beobachtungsmöglichkeit, dunkle Lasius niger Arbeiterinnen zwischen gelben flavus.
Wie auch immer, für diese Ameisen ist Futter wichtiger und so gibt es heute nur Fliege
Der Gedanke, ein paar schwarze Lasius niger zwischen gelben Lasius flavus, ist nur ein Gedanke geblieben. Sie haben die Lasius niger Puppen nicht angenommen, nicht mal als Futter. Überall verstreut liegen jetzt diese Puppen, die Ameisen haben längst das Interesse daran verloren, so richtig gab es das ja nie.
Gibt es Mückensuppe, sind diese Tiere nicht mehr zu bremsen. Könnt ja mal nachzählen, was da an Ameisen auf den Beinen ist?
Und immer wichtig ein Blick in das was sie in der Natur vor uns verbergen oder sollte ich eher schreiben, interessant?
Ist egal, gucken ist erlaubt und ohne kräftige Lichteinstrahlung stören sie sich nicht groß daran.
Hier vernaschen sie Zikaden.
Einige wenige Arbeiterinnen sind deutlich größer und dunkler eingefärbt.
Gibt fast nichts das sie nicht gebrauchen können.
08.07.2011 Sie lassen es deutlich ruhiger angehen, mit der Larvenaufzucht haben sie es gerade nicht mehr so. Auch Puppen sind nur noch wenige vorhanden. Erfreulich, alle 3 Königinnen sind weiterhin mit dabei. Die kleinen Schmierfinken sind gut mir die Nesteinblicke zu verschleiern. Was will ich eigentlich, sie leben jetzt schon längere Zeit in diesem Nest und Fenster putzen gehört nicht zu den Verhaltensweisen dieser Ameisen. In lockerer Folge, ein paar Bilder.
15.07.2011 Ameisen die fast jeder schon in der Natur gesehen und die unzähligen Jungköniginnen bewundert, die an einigen wenigen Tagen im Sommer zu entdecken sind. Ameisen die in der Haltung mit wenig auskommen, sich extrem vermehren können. Die dennoch ihre Geheimnisse haben wie z. B. wie ist es hinzubekommen das sie Jungköniginnen aufziehen? Wie Ihr schon gelesen habt, das Volk hat nur Männchen aufgezogen.
Draußen Regen, kalt und ungemütlich, in meiner kleinen Arena Aktion. Einige der Männchen meinten heute, es ist Zeit zum Schwärmen.
Eigentlich zu früh, bei mir in der Natur ist noch nichts mit Schwärmen bei dieser Art. So ist es halt in der Haltung, gute Bedingungen, immer Wärme und alles ist früher dran.
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