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Manica rubida Jungkönigin Manica rubida

Manica rubida
Manica rubida eine bei uns überaus seltene Ameisenart, die soweit ich es nachlesen konnte, nur in Süddeutschland lebt.
In der Südschweiz sind Manica rubida fast in jedem Berggebiet zu sehen.
Eine Ameisenart die in der Haltung fast nie einfach aufzuziehen ist.

Falls Ihr hier jetzt einen Haltungsbericht nachlesen wollt, seit Ihr hier falsch.
Bilder, Videos, ein paar Informationen, mehr ist von mir vorerst nicht angedacht.
[Die Bilder lassen sich mit Doppelklick in größer betrachten]

Bei Arten wie Manica rubida, wo am Anfang eine semiclaustrale Gründung steht (die Königin geht in der Gründungszeit selber auf Futtersuche),
ist ein offener Nesteingang zwingen erforderlich.
Ein kleiner Auslauf (kleine Arena, kleines Behältnis) ebenso.
             Video          YouTube

Für die Gründung muss es nicht immer ein Reagenzglas sein, ein kleines Gipsnest mit nur einer Kammer geht auch.
Wenn sie die Wahl haben, ziehen sie so ein Gipsnest vor, ziehen dafür sogar aus einem Reagenzglas um.
                  

Passen die Haltungsbedingungen, sind diese Ameisen überaus munter.

Manica rubida Video                  YouTube

Was ist zu sehen?
Überaus flinke Ameisen!
Wenn Ihr jetzt meint, das Video läuft schneller ab, liegt Ihr falsch.

Ameisen, die graben!
Falls der Bodengrund passt, wie grober Sand, sind sie unermüdlich bei der Arbeit.

Ein Verbindungsschlauch ist von innen alles andere als glatt, viel Reibungswiderstand.
Macht nichts, wenn es Futter für ihre Larven gibt, zerren diese kräftigen Tiere auch Beute durch einen Schlauch, die weitaus größer ist, als sie selber.

Manica rubida Video               YouTube

Und wo ist sie hin, die Mehlkäferpuppe?
                      

Habt Ihr eine Vorstellung wie schnell sich diese Art mit passenden Haltungsbedingungen entwickelt?

Ist wie immer eine Fragestellung die von passenden Haltungsbedingungen geprägt wird.
Habe mich selber verleiten lassen, von Informationen die es zur Haltung dieser Art in den Foren nach zu lesen gibt.
Irgendwie ist es damit, bei mir mit der Haltung dieser Art, nicht so richtig vorangegangen.
Was mich doch mehr als betrüblich gestimmt hat.
Meine Anliegen ist es, diese Art in Gefangenschaft nach zu ziehen.

Sind Ameisen die es in einem Sommer von etwa 20 Arbeiterinnen auf grob 500 - 600 bringen.
Ameisen die ein Vielfaches ihrer Arbeiterinnenanzahl  an Nachwuchs aufziehen.

 

Jungköniginnen
                     

Blick in eins von 2 Nestern, die sie bewohnen.
                

Könnt Ihr Euch vorstellen was sie an Futter brauchen, um diese Larven zu versorgen?

Hier die Kleinsten, die erst noch Ameise werden wollen.


Manica rubida        

Alles was Mal eine Ameise werden will!
 

Noch ein kleiner Ausschnitt aus dem Nest.
Manica rubida Video 3        YouTube                                

Sie sind immer durstig.
Neben Wasser, das sie gerne aus Sandschichten saugen, stehen sie ganz besonders auf Zuckerwasser.
Ohne zu übertreiben, mehr geht nicht.
Manica rubida video 4       YouTube
 

Schnell findet sich eine größere Arbeiterinnenanzahl ein, um gierig zu trinken.
Gut verdünnter Honig geht auch noch, purer Honig ist nicht ihr Ding, es sei denn, ihr lasst sie vorab hungern.
Ob das allerdings für eine gute Entwicklung förderlich wäre, muss jeder für sich selber abklären.

Manica rubida gehören zu den Ameisenarten, die gerade nicht benötigte Flüssigkeiten, schnell und ausgiebig abdecken.
Dazu können sie alles gebrauchen, was sich bewegen lässt.
Neben Sand und Erde müssen auch schon mal Bestandteile des Müllhaufens dafür herhalten.
Müllhaufen ist nicht ganz richtig, gibt es lockere Erde oder Sand in ihrer Anlage, sind sie mit Eifer dabei, alles gut durcheinander zu mischen.
Und weil sie sonst nichts zu tun haben, wiederholen sie diesen Vorgang  Tag für Tag, sind halt Ameisen, die besonders gerne graben.

Zähe Flüssigkeiten, die sie nur langsam aufnehmen können, werden gleich abgedeckt, wo wir wieder beim Honig sind.
Also als Halter gleich mal überlegt ob sich das nicht ändern lässt?
Werde sie schon kriegen, flugs ein Aststück geschnitten, das selbstständig steht, mit Honig beschmiert und in die Arena gestellt.
              

Na ja, was sie nicht wollen, wollen sie eben nicht, schaut selber.
Manica rubida Video 5      Video auch bei    YouTube
                     

Es machte ihnen keine Mühe den Honig am Ast zuzupacken.
Hier das Endergebnis ihres Schaffens.
Manica auf Ast         

Manica rubida eine Ameisenart die eine Winterruhe braucht?

Gleich bleibende Temperaturen, gleiche Lichtintervalle, immer Futter wie bei meiner Haltung,
sollten doch Voraussetzungen bringen die es einem Ameisenvolk ermöglichen die Winterruhe auszulassen.

Beobachtungen in der Arena könnten zu der Erkenntnis führen, ja sie machen durch.
Aktiv wie immer, durstig wie immer,
Insekten wie immer und ihre unermüdlichen grabenden Tätigkeiten brauche ich erst gar nicht weiter anzusprechen.

Das viele Futter lässt äußerlich betrachtet für mich nur 2 Interpretationen zu, sie ziehen weiter viel Nachwuchs auf oder sie bunkern das Zeug?
Es muss schon eine genauere Betrachtung her und die geht nur mit Blick ins Nest.

Ja tatsächlich Larven in allen Größen, die nur mit reichlich Aufwand zählbar wären.
Mehrere Eierpulks und eine Königin mit dickem Hinterteil (physogastrischen Gaster), die nicht so aussieht, als ob sie die Eiablage eingestellt hätte.
Doch irgendetwas stimmt nicht mehr, im Sommer sah es im Nest anders aus.

Wo sind die Puppen?
Neben Hunderten an Larven nur eine Hand voll Puppen, wie soll ich das jetzt verstehen?

Euch ist klar, dass ich  keine Möglichkeit auslasse, in die Nester meiner Ameisen zu gucken, macht ihr doch sicherlich auch so.
So lässt sich das vorab Geschriebene weiter präzisieren.
Bis auf wenige Ausnahmen hat die Larvenverpuppung Anfang Oktober aufgehört.
Anfang November waren fast alle Puppen geschlüpft.
Für mich das Erstaunliche, ihre Königin legt weiter Eier.
Geschlüpfte Larven werden aufgezogen, verpuppen sich nur nicht mehr.
Manica rubida Larven
                                        

Klar dass sie deshalb weiterhin alles an Futter gebrauchen können, was ihr Halter ihnen in die Arena legt.
Steckt dahinter die Strategie, so lange wie möglich verwertbares Futter einzusammeln und Larven aufzuziehen?
Diese Art überwintert mit Larven, möglicherweise hätten sie durch die im Herbst noch aufgezogenen Larven einen Vorteil  im Frühjahr?

Dass sich aufgezogene Larven nicht verpuppen ist für mich ein klares Zeichen, das Manica rubida sich auf die Winterruhe vorbereiten.
Ob sie bei durchgehender  sommerlicher Haltung und guter Futterversorgung weiter Larven aufziehen, das können Andere herausfinden.

Bei mir bekommen sie jetzt was sie einfordern, langsam tiefere Temperaturen für eine enthaltsame, kalte Jahreszeit.

Mal schauen, was aus den vielen Larven wird?

20.12.2012
Ist nicht einfach Manica rubida in die Winterruhe zu bekommen, irgendwie wollen sie nicht.

Neben den unzähligen Larven noch etwa 20 Puppen und die sollten noch schlüpfen.
Erste Station, auf dem Weg zur Winterruhe, eine Temperaturabsenkung auf 17°C (Kellerraum).
Funktionierte nicht so richtig, auch nach 3 Wochen weiterhin Larvenaufzucht und weiterhin einige Larven, die sich verpuppen.
Weiterhin Futterannahme, nicht mal Ihre Sandbuddeleien  in der Arena haben sie eingestellt.
Lediglich die Bewegungsabläufe der Arbeiterinnen haben sich deutlich verlangsamt.

Was nun?

Eine weitere Temperaturabsenkung muss her, nur wie weit darf diese heruntergehen um den Puppen noch einen Schlupf zu ermöglichen?
Muss ich möglicherweise drastischer die Temperatur absenken und die letzten Puppen abschreiben?

12.01.2013
Sie ruhen.
Die letzten Puppen waren verschwunden, ob noch geschlüpft oder von den Ameisen verwertet, war nicht zu beobachten.
Jetzt steht das Volk richtig kalt, selbst ein paar Nächte mit Frost haben sie schon erlebt.                    
Ein paar Blicke ins winterliche Nest.

                       

                     

13.03.2013
Sie laufen wieder oder anders gesagt, ihre Winterruhe ist vorbei.
Dass ich kein Freund von langsamer Auswinterung bin mit langsam ansteigenden Temperaturen, dürfte schon aufgefallen sein.
Mein Augenmerk liegt immer auf einer langen und langsamen Abkühlung als Vorbereitung auf den Winter.

So richtig kalt hatten sie es ja auch schon nicht mehr als sie aus dem Keller in den warmen Raum kamen.
Kellertemperatur 10°C, Raumtemperatur 24°C.
Ab dem 2. Tag kam noch die warme Lampensonne in der Arena mit dazu.
Was für eine Aufregung, hatte nicht lange gedauert, bis sich das rumgesprochen hatte.
Alles, was durch das Eingangsloch passte, drängte neugierig ins Freie oder gleich wieder zurück.
Selbst ein paar der unzähligen mit überwinterten Larven durften mit in die Lampenwärme.        

 Video              Video auch bei  YouTube

Kaum zu glauben, sie haben gleich Hunger.
Video                Video auch bei  YouTube

Manica rubida, überaus muntere Insekten, die in der Haltung richtig Freude machen.
Hört sich doch interessant an oder?

Ja ist es auch, nur dafür müsst Ihr die passenden Haltungsbedingungen anbieten, sonst quält ihr diese Tiere nur, bis sie sterben.
Zudem gibt es diese Art bei uns nur noch selten.
Also nur Grund die Haltung dieser Ameisen nur zu versuchen mit entsprechenden Kenntnissen.
Damit meine ich, detaillierte Kenntnisse über Ameisenhaltung erarbeitet zu haben nicht einfach nur mal so.

22.03.2013
Ein paar Tage ist ihre Winterruhe jetzt schon beendet und die haben sie erstaunlich schnell vergessen.
Machen da weiter, wo sie vor ein paar Monaten genötigt wurden, aufzuhören.
Na ja ist übertrieben, eine Winterruhe musste schon sein.

Die mit überwinterten Larven sind schon prima gewachsen, alles andere hätte ich ihnen auch übel genommen.
                 

Schließlich vertilgen sie so einiges an Futter pro Tag.
Neben Insekten steht Zuckerwasser ganz hoch im Kurs.
"Wenn die so weiter schleckern, kann ich bald eine Zuckerrübenfabrik aufmachen."
         Video           YouTube             

Ist noch etwas zu früh, ihre Winterruhe zu beurteilen.
Bis jetzt sieht es sehr erfreulich aus, nicht mal 10 tote Ameisen und ein paar Larven haben sie bis dato entsorgt.

Die Ameisen, die es nicht geschafft haben, sind alles kleine Arbeiterinnen.
Klein ist überhaupt die Frage?
Habe ab und an das Glück, diese Tiere in der Natur beobachten zu können.
Bewundert habe ich dabei immer die Größe einiger Arbeiterinnen.
So über den Daumen gepeilt, 8 - 9 mm.
Das Volk, über das ich hier berichte, hat dreimal nachgezählt, oje, etwas 500 Arbeiterinnen.
Arbeiterinnen einer solchen Größe gibt es in meiner Haltung nicht.
Da muss ich mit Geduld das Volk wohl erst noch auf eine größere Arbeiterinnenanzahl aufziehen.
Möglicherweise wird das nie was, weil ich ihre Lebensbedingungen nicht passend bekomme.
Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Die Größe der Arbeiterinnen lässt sich auch noch aus einem anderen Blickwinkel beleuchten.
Dabei denke ich an gründende Königinnen.
Die ersten Arbeiterinnen (Pygmäen), die sie selber aufziehen, sind winzig, etwa so groß wie normale Lasius niger,
beobachtet in einem großen Volk.
Bekommt Ihr ein Gründervolk Manica rubida mit größeren Arbeiterinnen, könnt Ihr davon ausgehen,
dass es nicht die eigenen Arbeiterinnen der Königin sind.
Normal ist das in Ordnung, hilft mehr Königinnen erfolgreich zu überleben.
Was sich daraus nicht ableiten lässt, dass so ein Volk eine gesunde, begattete Königin hat.


Das lässt doch hoffen, auf einen guten Start für diesen Sommer oder?
                     

Viele der Arbeiterinnen sind ständig in der Arena am Furagieren.
Ist nicht ganz passend, sie wühlen und graben, Beschäftigung steht bei diesen munteren Insekten ganz oben auf dem Terminplan.
Lediglich meine Bemühungen, ihr Nest den Winter über feucht zu halten, waren zu erfolgreich.
Noch viel Feuchtigkeit im Nest, so feucht muss es nicht sein.

Ihre Aktivitäten mit Worten zu beschreiben ist für mich nicht hinzubekommen.
Um das ein wenig zu verdeutlichen, ein kleines Video.
Video              YouTube

Mal schauen ob unser Halter schon, was von Ausbruchsschutz gehört hat oder kollektiver Ausbruchsversuch?
Manica rubida Video Ausbruchsversuch             YouTube               

Sie können prima laufen auf Holz, klettern selbst weit hoch auf langen Zweigen.
Glas oder ihre kostengünstige Plastikarena bereiten ihnen doch sichtlich Mühe, um da an den Seitenwänden aufwärts zu kommen.
Wenn Ihr jetzt meint, da könnte auf einen Ausbruchsschutz verzichten, dürft Ihr euch nicht wundern, wo Eure Ameisen geblieben sind.

30.03.2013
Die Ersten der mit überwinterten Larven haben sich verpuppt und damit der Nachschub nicht aus geht,
ist die Königin fleißig dabei Eier zu legen.
Video                 Video auch bei   YouTube

Die mit überwinterten Larven sind nicht alle gleich groß, gleich alt.
Neben den Larven, die sich jetzt schon verpuppt haben, gibt es viele Larven, die noch einiges an Zeit brauchen bis zur Verpuppung.
Was sich jetzt schon erkennen lässt, aus einigen der Ersten verpuppten Larven, entwickeln sich Geschlechtstiere.

19.04.2013
Es gibt Verstärkung, erste Arbeiterinnen 2013 geschlüpft.
                    

                     

26.04.2013
Heute nur ein paar aktuelle Bilder.
               

Manica rubida Puppen 6                         

Viele verfärbte Puppen lassen bald auf reichlich Nachwuchs schließen.
Sie ziehen Jungköniginnen und Männchen auf.
Die Männchen sind schneller als die Jungköniginnen, jedenfalls was den Schlupf betrifft.

Kleine Zwischensequenz.
Aktuelle Bilder einer Gründerkönigin, die ich gut über den Winter bekommen habe.
                   

Sie lebt in einem Gipsblock mit einer kleinen Kammer.
Den Lehm, mit dem die Kammer ausgestrichen war, hat sie teilweise abgeknabbert und oben in den Übergang Gips/Scheibe gestopft.
Leider hat dabei auch der Rest der Scheibe was abbekommen.
Der Königin stört das nicht im geringsten, nur ich kann kaum was sehen.
Die 2 Larven, die mit überwintert haben, hat sie dieses Jahr schon aufgezogen, gerade sind 2 Arbeiterinnen geschlüpft.
Die aus den gleich nach der Winterruhe gelegten Eiern geschlüpften Larven sind auch schon kräftig gewachsen und verpuppen sich bald.

Ist erstaunlich, wie aktiv die Königin dieser Art ist.
In der Zeit, wo größere Larven zu versorgen sind, ist sie fast jeden Abend und in den Nachtstunden bei der Futtersuche zu beobachten.
Selbst am Tage ist sie außerhalb des Nestes zu beobachten.
Gerne trinkt sie bei ihren Ausflügen etwas Wasser oder Zuckerwasser.
An Honig pur oder verdünnt, geht sie nicht.
Zudem ist sie nicht besonders zimperlich, wenn es darum geht, ein Insekt ins Nest zu bringen.
Kräftig, wie sie ist, zerrt sie auch eine normale Stubenfliege durch den engen Nestzugang.
So eine Beute reicht ihr und ihren Larven für 2 Tage.

Ein weiteres Gründervolk, dessen Königin es vor der Winterruhe noch geschafft hat, 2 Arbeiterinnen aufzuziehen.
Die beiden Damen sind allerdings gerade nicht zuhause.
            

Die Puppen sind hervorgegangen aus mit überwinterten Larven.
Zu beachten, die vielen Eier.

Die Königin dieses kleinen Volkes ist nicht mehr in der Arena zu beobachten.
Möglicherweise ändert sich das wieder wenn die Larven aus den frischen Eiern geschlüpft sind.
Allerdings müsste ich dann wohl schon sehr zurückhaltend füttern.
In der Haltung ist sonst auch von 2 Arbeiterinnen schnell genügend Futter gefunden und eingetragen.

Ein und ausgewintert wurden beide Völker zu gleichen Zeiten,
was durchaus unterschiedliche Entwicklungen zulässt.

04.05.2013
Was soll das hier werden?
                

Große Ereignisse stehen ins Haus.
Video              Video auch bei  YouTube       Video 2   YouTube

Ist zurzeit, mehr als eine Freude einen Blick ins Nest dieser Ameisen zu werfen.
Tag für Tag schlüpfen weiter Männchen und auch die Mädels (Jungköniginnen) ziehen jetzt nach.
Die Jungköniginnen sind nicht mehr zu zählen, Männchen gibt es deutlich weniger.
Die Geschichte ist noch nicht am Ende, gibt noch viele Geschlechtstierpuppen.

Hatte früher geschrieben, dass ich in der Natur große Arbeiterinnen dieser Art beobachten konnte.
Ist ein schöner Anblick, diese großen Mojorarbeiterinnen schlüpfen jetzt auch in diesem Volk.
Eine Entwicklung die für all die Experimente, Mühen, Zeitaufwand entschädigt,
um die passenden Haltungsparameter in Erfahrung zu bringen.

Anstellen ist nicht.
Ist die Fläche mit angebotenem Zuckerwasser, für diese immer Durstigen, nicht groß genug, gibt es Gedränge.
Video             YouTube

Der Kohlenhydratbedarf eines größerem Manica rubida Volkes ist hoch.
Gereicht in einem Reagenzglas, gibt es ordentlich Gedränge.
Video            YouTube

So eine Futterstelle ist doppelt abzusichern.
Im Reagenzglas muss eine Vorrichtung vorhanden sein, die verhindert das Ameisen ertrinken.
Auch ist, zumindest die Reagenzglasöffnung, möglichst hoch zu lagern, sonst versauen sie ganz fix die Lösung.
Diese Art neigt ganz stark dazu, Flüssigkeiten abzudecken.
Schnell finden sich sonst Sand, kleinere Steine und Müll in der Lösung.

Ein paar Bilder
            

                

Sind empfindliche Ameisen.
Ich schreibe es mal so, es gibt nur einen Versuch, ein Gründervolk dieser Art durch zubringen.
Bekommt Ihr den nicht hin, sterben alle Arbeiterinnen und ihre Königin sitzt alleine da.
Was aus der wird, lasse ich jetzt offen.

Passen die Haltungsparameter, geht es mehr als schell voran mit der Nachwuchsaufzucht.
 Manica rubida Gründervolk_2   

3 - 4 Arbeiterinnen sind durchaus in der Lage richtig viele Larven aufzuziehen.
Klar das für Euch da nicht nur Zugucken reicht.

12.06.2013
Die Mädels wollen hoch hinauf, mit anderen Worten, sie schwärmen.
Erst intensiv mit den Fühlern geprüft, was Sache ist und dann ab.         
Manica rubida Video Schwarmvorbereitung_1             Video auch bei  YouTube

Tag für Tag am frühen Vormittag versuchen sie abzufliegen.
Video            Video auch bei  YouTube

25.06.2013
Futter ist zurzeit das Wichtigste überhaupt.
Sie nehmen fast alles, was ich ihnen anbieten kann.
Fliegen, selbst große Brummer, Mehlkäferlarven und Mehlkäferpuppen, frisch geschlüpfte Mehlkäfer müssen auch dran glauben.
Tote Heuschrecken, Heimchen, zerteilte Schaben.
Manica rubida Video Melhlkäferlarven_2             Video auch bei  Youtube

Wenn Ihr euch jetzt fragt, wo sind sie hin mit den Mehlkäferlarven, guckt hier.
         

Manica rubida Video Larven            Video auch bei  YouTube

Was sie nicht am Stück transportieren können, wird vor Ort in kleinere Teile zerlegt und das geht erstaunlich schnell.
Das Geheimnis, das dahintersteckt, es machen sich viele Arbeiterinnen ans Werk der Zerkleinerung.
Selbst der Nachwuchs anderer Ameisenarten wie die Puppen von Lasius niger, Lasius flavus begeistert sie.
Video                     

Letztes Jahr war ich noch der Meinung, das neue Nest derartig groß gebaut zu haben,
das es für das Volk für immer reicht, heute bin ich mir nicht mehr so sicher.
Nach dem die Jungköniginnen nicht mehr im Nest herumlungern gibt es wieder mehr Einblick.
Fast alle Kammern sind gefüllt mit Larven in unterschiedlichsten Größen.
Puppen gibt es fast keine mehr.
Eier auch nicht, im Gegensatz zum letzten Jahr hat ihre Königin die Eiablage zurzeit eingestellt.
Sollten sie es dieses Jahr hinbekommen, sich ohne meine Hilfe, passend auf die Winterruhe einzustellen?
Na ja ist ja noch Wochen hin, mal schauen, was noch passiert.

Die kleinen Völkchen, darüber hatte ich zwischendurch geschrieben, haben sich prima entwickelt.
              

Wie zu sehen, auch ein kleines Volk ist nicht abgeneigt, Lasius niger Puppen als Futter zu verwerten.

Die kleinen Nester in dem sie überwintert hatten, reichten nicht mehr, sie mussten zwischenzeitlich umziehen.
"Mussten" passt nicht so richtig, diese Art hat keine Probleme mit Umzügen,
das bekommen sie locker ohne Nachhilfe des Halters auf die Reihe.

Was sie eintragen, kommt irgendwann irgendwie wieder raus.
Ordentliche Ameisen legen auch einen ordentlichen Müllhaufen an, na ja das war nicht immer so.
Video                

Und wie zu sehen, auch diese Ameisenart lebt nicht ewig.
Ihre Toten packen sie genau so auf den Müll wie alle anderen Dinge, die sie nicht weiter verwerten können.

03.07.2013
Ein paar Jungköniginnen und Männchen habe ich in ein kleines Becken gesetzt.
In den Vormittagsstunden werden sie reichlich munter, laufen aufgeregt umher.
Na ja wenn den Mal die Sonne scheint.
Sonst ist Ruhe und sie sitzen fast bewegungslos irgendwo am Beckenboden.           
                    

Das geht jetzt schon 3 Wochen so.
Begattungen, nicht mal ansatzweise Begattungsversuche waren zu beobachten.
Um sie bei Laune (am Leben) zu halten, gibt es Trinkwasser und ein wenig Zuckerwasser.

Oftmals beobachtet, dass ausgeschwärmte Männchen bald starben.
Die von Manica rubida sind immer noch gut drauf.

Vor ein paar Tagen hat sich eine Königin die Flügel abgebrochen und versucht sich ein zu graben.
Auch wenn ich davon ausgehe, dass sie nicht begattet ist, gab kein totes Männchen,
habe ich sie herausgefangen und in ein kleines Becken mit Gipsnest gesetzt.
Interessant, wie sie sich weiter verhält, dürfte es allemal werden.

Das Gipsnest hat sie schnell gefunden und ist eingezogen.
[Das Gipsnest war schon vorab zu sehen, das Volk was darin wohnte hatte darin nicht mehr genug Platz und ist ausgezogen.
Gipsnester lassen sich durchaus wieder verwenden.]

          

Auch für sie gibt es gelegentlich Zuckerwasser und zusätzlich eine kleine Fliege.
Schauen wir mal, was sie weiter so treibt?

Ein paar Bilder
  Manica rubida Bild_3           
[Und wie immer mit Doppelklick aufs Bild, könnt Ihr die kleinen Bilder in groß betrachten.]

Für das letze Bild gibt es auch ein kleines Video.   YouTube

In den Foren ist nachzulesen, dass es diese Art besonders feucht braucht.

Was ist damit eigentlich gemeint?
Tropfnass oder gerade mal so leicht feucht?
Anfangs habe ich auch versucht Manica rubida gut feucht unterzubringen, damit ist meine Haltung mehrfach "baden" gegangen.

Hier ein kleines Experiment, um zu zeigen, wo diese Art leben möchte, wenn sie zwischen fast Nass bis nur leicht Feucht wählen können.
Ein 3 Kammer Nest, das ganz rechts richtig feucht ist und ganz links kaum noch Feuchtigkeit anbietet.       
            

Die Königin war auch in der ganz linken Kammer, bis ich sie mit Licht aufgeschreckt hatte.

Hier die rechte Kammer, hoffe die darin herrschende Feuchtigkeit ist zu erkennen.        
                 

Hier die linke trockenste Kammer, in der sie ihren ganzen Hausstand untergebracht haben.
               

Eier, Larven, Puppen und Futterinsekten, alles nach Ameisenart geordnet.
Habe mich schon länger gewundert, wo sie nur die vielen Fliegen lassen, denke die Bilder erklären es.
Manica rubida hat einen hohen Futterbedarf und der viele Nachwuchs hält seine Betreuerinnen ordentlich im Gange.

Ein paar Bilder       
Manica 1      

Was wird das hier?            
             Manica rubida Video Königinnenmord       Video auch bei  YouTube

Etwa 3 Jungköniginnen von mehr als Hundert haben sich, warum auch immer, ihre Flügel abgebrochen.
Ein Verhalten das sie mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Wurden herumgezerrt, gebissen bis sie starben.

03.08.2013
Die unbegattete Jungkönigin hockt noch immer in ihrem kleinen Gipsnest.
Gelegentlich ist sie in den späten Nachmittagsstunden zu beobachten,
wie sie im Zickzackkurs durch ihre kleine Arena läuft bis sie am Zuckerwasser vorbei kommt.
Nicht ganz vorbei, erst wird ein kleiner Schluck genommen.
Insekten, welche ich gelegentlich anbiete, ignoriert sie.

Die Legepause der Königin, des großen Volkes, war nur von kurzer Dauer.
Im geringer Anzahl kommen jetzt ständig neue Eier dazu.
Das verhalten dieses Volkes ist nicht mehr so wie letztes Jahr.
Sieht danach aus, das sie schon auf den kommenden Winter umstellen.
Nur noch wenige Larven werden bis zur Verpuppung aufgezogen.
Der überwiegende Anteil bleibt klein, wächst nicht mehr.
Letztes Jahr konnte ich fast nicht genug Insekten anbieten, dieses Jahr ist das Interesse mehr als deutlich geringer.
Das hält sie allerdings nicht davon ab eine Mehlkäferlarve zu vernaschen   YouTube

Ganz anders sieht es bei den Gründervölkern mit Königinnen vom letztem Jahr aus.
Die sind ständig auf der Suche nach Insekten und ziehen an Nachwuchs auf was sie pflegen und versorgen können.
Wenn die alle geschlüpft sind ist das Haus voll und ein Anbau muss her.
         

Was würden dies Ameisen nur machen, wenn sie nichts hätten worin sie graben könnten?
Feiner Kies, ab und an gut befeuchtet und sie sind gleich bei der Sache.
Manica rubida Video graben           Video bei  Youtube

Allerdings buddeln sie darin auch ihren Müll mit ein.
Das mitunter soweit aufgetürmt das in einer flachen Arena der Ausbruchsschutz am oberen Rand ausgehebelt werden könnte.
Zudem muss diese Kies/Müllansammlung auch mal entfernt werden.

24.08.2013
Bilder von einem Volk, das mit 2 Arbeiterinnen und ein wenig Brut ausgewintert wurde.
Durch die gute Entwicklung des Volkes war ein erneuter Umzug nötig.
          

             Ein Video dazu bei  YouTube
Die Hektik und das Durcheinander das im Video zu sehen ist, war nur ein Versehen.
Bin etwas heftiger (Erschütterung) an das Nest gekommen.
So eine Störung mögen diese Ameisen nicht und reagieren mit Panik.
Leichter, plötzlicher Lichteinfall stört sie kaum.

Ein Umzug ist bei dieser Art kein Problem, das kann richtig schnell gehen.

Eine "schwangere" Königin.
            Video bei  YouTube
Denke Euch ist klar wie das gemeint ist.

Das Manica rubida sehr lebhafte Ameisen sind, habt Ihr sicherlich hier schon herausgelesen.
Das es diese Art in kurzer Zeit auf reichlich Arbeiterinnen bringt, auch.
Bedenkt das dafür auch eine größere Anlage nötig wird.
Es muss nichts besonderes, teures sein, einfache Plastikschalen aus dem Baumarkt reichen.
Nur es wird Platz gebraucht, um die Lebhaftigkeit dieser Tiere richtig beobachten zu können.

Einen Zwischenweg, der die Entwicklung, den schnellen Anstieg der Arbeiterinnenzahl begrenzt, gibt es aus meiner Sicht nicht.
Passen die Haltungsbedingungen, geht es flott voran, passen sie nicht, ist ein Untergang des Volkes einzukalkulieren.

Ein paar Bilder
        

04.10.2013
Es ist ruhig geworden, kaum noch Ameisen in der Arena des großen Volkes.
               Ein kleines Video dazu    YouTube

Frisch gehäutete Mehlkäferlarven, wo ich mich im Sommer des Öfteren gedacht habe,
wo lassen sie die alle, lassen sie jetzt einfach liegen.
Ab und an eine saftige Fliege, mehr ist nicht.
Mit ein paar Tropfen Zuckerwasser lassen sie sich noch locken.
Im Gegensatz zu den Mengen, die sie im Sommer aufgesogen haben, sind das wirklich nur ein paar Tropfen.

Die Gaster (Hinterteil) der Königin hat sich auf normale Größe reduziert.
Das hält sie allerdings nicht davon ab, noch wenige Eier zu legen.

Larven gibt es in allen Größen.
         

Soweit ich es beobachten kann, wachsen sie nicht mehr.
Genau ist das nicht feststellbar, sind einfach zu viele und zudem stapeln die Arbeiterinnen diese ständig um.
Einige Larven sind allerdings noch der Ansicht, dass sie dieses Jahr noch Ameise werden wollen, sprich sie verpuppen sich.

Puppen, in geringer Anzahl, sind weiterhin vorhanden.
            

"Fensterputzen" gehört nicht zu den Verhaltensweisen dieser Ameisen, ist nicht mehr möglich passende Nestbilder hinzubekommen.
        

Letztes Jahr musste ich dieses Volk noch zur Winterruhe nötigen, dieses Jahr bekommen sie es von alleine hin.

Es ist soweit, für ein paar Wochen leben sie jetzt im Keller.
Tiefere Temperaturen helfen ihnen, um sich in Ruhe auf die kalte Jahreszeit einzustellen.
Später wird ab und an für ein paar Tage ihre Frostresistenz abgefordert im Winterquartier Gartenhaus
Es ist wichtig, die Abkühlung nicht in ein paar Tagen durchzuziehen.
Sie brauchen Zeit um sich auf die Winterruhe vorzubereiten, ihren Stoffwechsel umzustellen.
Eine Prozedur, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt.
4 - 5 Wochen sind dabei nicht übertrieben.

Nur meine einjährigen Volker (Gründung letztes Jahr) haben es noch nicht mitbekommen, das es bald Winter wird.
Nachen immer noch das, was sie den ganzen Sommer über gemacht haben, Nachwuchs aufziehen, was immer geht.
Ist meine Überlegung eines dieser Völker bei warmen Temperaturen und reichlich Futter, weiter machen zu lassen.

02.11.2013
Aggressive Ameisen, irgendwo in den Foren gelesen, ist dem so?
Wie auch immer solche Texte zu deuten sind,
haben diese Ameisen viele hungrige Larven im Nest gehen sie ausdauernd und zielstrebig ran.
Ein kleines Video schaut selber.

YouTube

Gehen ganz schön zur Sache diese Ameisen.
Packen richtig zu, beißen und setzen ihrer Beute nach, falls sie die nicht gleich richtig zu packen bekommen.
Ein weiterer hilfreicher Vorteil, sie verstehen es als Team, Beute zu machen.
Weiter ist nachzulesen, dass sie ihre Beutetiere stechen, habt Ihr das im Video gesehen?

Was sie in Video versuchen zu erwischen,
sind frisch geschlüpfte Fliegen deren Exoskelett und Flügel noch nicht ausgehärtet, können noch nicht fliegen.
Was für ein Pech für diese Tiere, grausam wie die Natur so ist.

Wie schon letztes Jahr, auch dieses Jahr das gleiche Problem.
Es ist zermürbend diese Ameisen davon zu überzeugen, das es Zeit für eine Winterruhe ist.
Über Wochen, Schritt für Schritt die Temperatur absenken, oh mann das dauert.
Anders geht es nicht, sonst gehen die nicht gerade wenigen Puppen verloren.

Ein Volk, Gründung letztes Jahr, hat in meiner Haltung noch immer Sommer.
Was die treiben, könnt Ihr Euch sicherlich denken.

Warme Temperaturen (um 24°C) und reichlich Futter.
Keine Spur, dass sie vorhaben in Winterruhe zu gehen, machen weiter wie in den letzten Monaten.
Auch ihre Königin ist weiter gut drauf, legt weiterhin Eier und davon nicht gerade wenige.    
         

Wo soll das nur hinführen?
Neugierig, wie ich nun mal bin, lasse ich sie einfach weiter machen, gucken wir mal, was wird?

Eine Warnung, nicht alles was ich bei meiner Ameisenhaltung veranstalte macht immer Sinn.
Was hier wird, ist offen.
Gönnt euren Ameisen die Winterruhe.


Ein paar aktuelle Bilder aus ihrem Nest.       
                  

Alle bis jetzt geschlüpften Arbeiterinnen sind kaum größer als die Arbeiterinnen unserer Myrmica rubra.
Zum Ende des 2. Jahres fangen sie an, größere Arbeiterinnen aufzuziehen.
Manica rubida Puppe              

Eine gute Entwicklung den Sommer über, mit vielen neuen Arbeiterinnen, dazu weiterhin viele Larven und Puppen,
zeigen schnell die angenehmen “Schattenseiten” einer Ameisenhaltung auf.
Es muss schon wieder ein neues Nest her.
Das hier wird es werden.
       
06.11.2013
"Ich habe fertig", das habe ich für sie als neues Nest im Angebot.
        
Ups, da ist mir wohl was daneben gegangen.
Ein armer, frisch geschlüpfter Mehlkäfer, der richtig Pech hat, er ist gelandet im Bereich der Mandibeln dieser Ameisen.

Zurück zur Haltung, hier sollen sie rein.

    

Das Gipsnest ist mir nicht so richtig gelungen, zu schnell ausgehärtet und deutlich sichtbar, gerissen.

Nest gerissen         

Kann das gut gehen?
Dürfte doch einen guten Ansatz für diese Ameisen ergeben, sich für einen Ausbruch durchzuknabbern.
Da musst ich ein Auge drauf haben!
Ist das so, was meint Ihr, nutzen Manica rubida so eine Chance um ihren Lebensraum zu erweitern?
Was ist überhaupt bei dieser Art bekannt, wie sie ihre Mandibeln einsetzen, um in der Haltung ihren Lebensraum zu erweitern?

Ein ganz anderes Problem, habt Ihr eine Vorstellung, wie ich sie in ihr neues Nest bekomme?
Mein erster Ansatz.
Kreuzung  

08.11.2013
Problem?
Was soll ich schreiben, sie sind schon da.
Diese Ameisen gehören zu den Umzugsfreudigeren,
gleich am selben Tag an dem sie Zugang zum neuen Nest bekamen, ging der Umzug los.
24 Stunden später dieser Anblick.
                  

Fällt Euch was auf?
Im Nest fehlt so einiges, was genau verdeutlicht ein Blick in ihr altes Nest.
           
Sie fast nur noch nicht ausgewachsene Larven in das neue Nest verfrachtet.
Eier, Larven die sich bald verpuppen und Larven lagern sie weiterhin im alten Nest.
Wie zu sehen, auch ihre Königin ist nicht umgezogen.

Wenn Ihr jetzt fragt, warum selektieren sie ihren Nachwuchs derart, liegt eine Antwort nahe.
Das neue Nest ist deutlich feuchter.

Ist nachzulesen, das Manica rubida Zweignester anlegen, zumindest diese leben jetzt so.
Solange die Möglichkeit besteht, bleibt ihnen ihr altes Nest erhalten.
Wann sie es räumen müssen, entscheiden sie selber.
Womit ich zu einer vorab gestellten Frage komme.
Was ist überhaupt bei dieser Art bekannt, wie sie ihre Mandibeln einsetzen, um in der Haltung ihren Lebensraum zu erweitern?
Sie knabbern nur wenig, allerdings reicht das immer noch, um nach längerer Zeit aus einem externen Nest auszubrechen.

Ganz ohne Probleme verlief der Teilumzug nicht, hab ich damit doch ein ordentliches Durcheinander angestellt..
Naja ihr Halter musste doch einfach gleich alle Schläuche mit austauschen.
Dass sie jetzt ein T-Stück im Schlauch aus der Arena als Aufteilung zu ihren Nestern haben,
beschäftigt sie noch immer.
Sie tragen Insekten, was schreibe ich da bloß, ziehen Insekten überwiegend erst ins alte Nest.
Später wieder zurück bis zum T-Stück und dann ab ins neue Nest.
Sicherlich auch eine Möglichkeit sich zu beschäftigen und für mich die Beobachtungen, wie sie das regeln.

Ameisen sind ausdauernd und so wundert es nicht, das auch die Larven im neuen Nest nicht verhungern müssen.
Bei Manica rubida zu Hause herrscht Selbstbedienung, mit ihren überaus beweglichen Hälsen sind sie gleich bei der Sache.
               

Ein kleines Video dazu.    YouTube

Ein paar Bilder noch. (Wie immer mit Doppeklick aufs Bild gibt es das in “Groß”
              

12.11.2013
Die Verteilung ihrer Eier, Larven, Puppen in den Nestern haben sie beibehalten.
Die Wegeaufteilung durch ein T-Stück im Schlauch ist kein Problem mehr,
das klappt jetzt Prima.
Was sich nicht geändert hat, ihr überaus großer Appetit auf Insekten.
Um die 20 Goldfliegen und 10 - 12 ausgewachsene Mehlkäferlarven pro Tag reicht ihnen nicht mehr.
Dankbar nehmen sie dazu noch 5 mittlere Grillen und ein paar frische Mehlkäferpuppen.
Da sie davon nichts liegen lassen, ist davon auszugehen, sie würden durchaus noch mehr nehmen.
Video YouTube

Als größeres Volk können sie alles an Futter gebrauchen, was in ihrer Anlage landet.
Mit viel Eifer geben sie alles, versuchen hier eine Mehlkäferlarve aus ihrem Müll zu zerren.
Manica rubida wühlen im Mühl        

18.11.2013
Hat sich was verändert?
Oberflächlich hingeschaut nein.
In den letzten Tagen haben sie jedes frisch gelegte Ei ins neue Nest getragen.
"Zum Ausgleich" tragen sie dafür fast alle Larven, die sich bald verpuppen wollen, ins alte Nest.
Was für ein Aufwand, gut irgendwie müssen sie sich ja beschäftigten.
Letzte Nacht war Änderung angesagt, sie es sich anders überlegt, ihre Königin ist jetzt im neuen Nest.
Eine richtige Gemeinheit, gerne hätte ich beobachtet, ob ihre Königin alleine den Weg läuft oder ob Arbeiterinnen sie zerren oder tragen.
Tragen wäre wohl auch nicht einfach gewesen.
Die Königin ist immer noch voll in Legestimmung, ihr praller Gaster dürfte das mehr als verdeutlichen.
           

Manica rubida Königin in Eiablage        YouTube

22.11.2013
14 Tage ist es jetzt her das sie ein neues Nest bewohnen.
Sie haben sich geeinigt auf folgende Nestnutzung.
Neues Nest.
             

Altes Nest.
           

Irgendwie haben sie es beim alten Nest geschafft, Sand und feinen Kies zwischen Glasplatte und Nestauflagefläche zu stopfen.
Ausdauernd wie sie nun mal sind steht mir dadurch schon wieder Arbeit ins Haus.
Wenn sie so weiter machen, ist der entstehende Spalt bald so weit, das sich ihr Futter selber suchen gehen.

Was für eine Freude an Beobachtungsmöglichkeit, oder sollte ich schreiben,
ein Problem nimmt seinen Werdegang.
Diese gierigen Tiere sind dabei,
eine Drohnenpuppe unserer Honigbienen durch die Öffnung eines zu kleinen Schlauches in Richtung ihres Nestes zu zerren.
Wird richtig lustig werden, wissen diese Ameisen doch nicht, dass es nicht passen wird.
Video bei YouTube            YouTube

Allerdings letztendlich doch kein Problem, ihr Lösungsansatz wird schon am Videoende sichtbar.
Was nicht passt, wird passend gemacht,
mit ihren Kräftigen Mandibeln (Mundwerkzeugen) bekommen sie auch so eine große Drohnenpuppe locker klein.

08.12.2013
Parallel zu dem Volk, das bis jetzt ohne Winterruhe lebt, halte ich zum Vergleich ein gleich altes Volk.
Optisch betrachtet, weil ein genaues Zählen nicht möglich war, vor der Einwinterung genau so entwickelt.
Wobei Einwinterung nicht ganz passt,
sie sind nach einigen Wochen der Haltung um die 12°C erst jetzt soweit, dass es kälter werden darf.
Ein neues Nest war nicht nötig, ohne die Vorbereitung auf die Winterruhe wäre auch hier was Neues erforderlich gewesen.
Ein Überblick.
        

Die letzten Puppen sind geschlüpft, Larven in fast allen Größen in großer, unzählbarer Anzahl.
Was fehlt sind Larven, die sich verpuppen wollen, erkennbar an einem milchig, trüben Aussehen.
      

Die Königin dieses Volkes hat auch schon mitgekommen, dass ihre Schlemmermahlzeiten vorbei sind.
Ihr Gaster (Hinterteil) ist nicht mehr aufgequollen, auch sie ist bereit für die Winterruhe.
Um sie zu finden, muss jetzt schon genauer hingeschaut werden.
Eine dichte Arbeiterinnentraube verrät sie meistens.
     

Da es sich ihre Königin nicht verkneifen konnte, bis zuletzt noch ein paar Eier zu legen,
müssen auch die Kleinsten jetzt zusehen, wie sie über den Winter kommen.
        

Es ist nicht zu empfehlen den starren Daten für eine Vorbereitung auf die Winterruhe, nachzulesen in den Foren, zu folgen.
Unterschiedlichste Bedingungen in der Natur haben Wirkung auf den Beginn der Winterruhe unserer Ameisen.
In der Haltung verkomplizieren sich die Sachverhalte weiter, wer bekommt es schon hin,
Bedingungen wie in der Natur auch nur ansatzweise nachzustellen?

Abgesehen davon, dass die Vorbereitung auf die Winterruhe nicht nur ein paar Tage braucht,
sich durchaus über mehrere Wochen hinzieht, ist ihr Halter gefordert,
neben passenden klimatischen Bedingungen, auch noch das passende Futter anzubieten.

14.12.2013
Ein Volk mit normaler Winterruhe.
Wobei normal auch nur mit Einschränkungen zu betrachten ist.
Es geht halt nur so gut, wie winterliche Bedingungen, in der Haltung hinzubekommen sind.
Muss schon genau hingeguckt werden, um bei einer Temperatur von 1°C noch Bewegungen einzelner Arbeiterinnen zu erkennen.
Ein Teil der Arbeiterinnen hat sich als dichte Ansammlung in einer Kammer zusammengefunden.
In einer anderen Kammer, ihre Königin dicht umringt.
Andere Arbeiterinnen mehr oder weniger verstreut im ganzen Nest, was auch auf ihre Larven zutrifft.
Die kalte Luft kann die vorhandene Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen, infolge hohe Kondenswasserbildung.
Viel mehr darf da nicht mehr kommen.

Ein Video dazu bei   YouTube

22.12.2013
Volk ohne Winterruhe.
Wie schon in der Vergangenheit bei anderen Völkern beobachtet, hat sich auch hier diese Entwicklung eingestellt.
Kaum noch Larven, die sich verpuppen, resultierend nur wenige Puppen.
Larven werden aufgezogen bis kurz vor die Verpuppung, dann ruhen sie.
Ihre Königin ist weiterhin dick und fett, mit deutlich sichtbaren Dehnungsstreifen des Hinterteils (Gaster).
Sie macht das, was sie schon den ganzen Sommer über gemacht hat, Eier legen mit nicht reduzierter Anzahl.
Video bei   YouTube
Die daraus schlüpfenden Larven werden ausgezogen wie beschrieben.
Das Resultat dieser Bemühungen, die Kammern der beiden Nester sind voll mit Tausenden von Larven.

Was jetzt machen?

Die Larven dieser Ameisen futtern auch gekochtes Eigelb.

Video bei   YouTube

Nur Eigelb als Eiweißfutter funktioniert nicht, wird zu viel davon angeboten, tragen die Arbeiterinnen es auf dem Müll.
Eigelb ist eine gute Ergänzung, mehr nicht.

10.01.2014
Volk noch ohne Winterruhe.
Sie wissen nicht, was sie wollen?
Genauer betrachtet, die ihnen angebotenen Haltungsbedingungen führen zu unnatürlichem Verhalten.
Jetzt sind sie wieder damit beschäftigt,  Larven weiter aufzuziehen.
         

Was dann nicht ausbleibt, ist klar, Larven, die sich verpuppen.
Im Verhältnis der vielen vorhandenen Larven ist es nur ein kleiner Anteil die sich verpuppen,
allerdings werden es Tag für Tag mehr Puppen.
                

Zudem nimmt der “Eierhaufen” nicht ab.
         

Warum auch, Madam (Königin) legt weiterhin Eier, so wie es in den Sommermonaten auch zu beobachten war.      
          

07.02.2014
Volk immer noch ohne Winterruhe.
Mir ist nicht klar was ich von der Entwicklung dieses Ameisenvolkes halten soll?
Hungrig wie in den Sommermonaten, futtern sie alles was ich anbieten kann.
Aktivitäten in der Arena, hätte ich keinen Kalender, würde ich nicht darauf kommen, dass diese Art zurzeit gerade Winterruhe macht.
Schaue ich ihnen in ihre Nester, komme ich ins Grübeln, keine richtige Vorstellung was ich von dem was sie dort veranstalten, halten soll?
Schaut einfach selber.
         

      
[Für die neuen Leser auf meiner Homepage, mit einem Doppelblick auf das jeweilige Bild, könnt Ihr dieses in "GROß" betrachten]

Habt Ihr Mal durchgezählt, gut 1000 Larven und Puppen, könnte das hinkommen?
Wenn ihr jetzt meint, die Bilder reichen nicht, um vernünftig durchzuzählen, hier für Euch eine neue Chance, das 2. Nest dieses Ameisenvolkes.
     

      

Wie Ihr mitverfolgen könnt, ist nicht einfach hier den Durchblick zu behalten.
Sieht nicht nach einer Winterruhe aus, dennoch gibt es Verhaltensveränderungen zu dem, was ich in ihrer Sommerzeit beobachten konnte.

14.02.2014
Volk ohne Winterruhe.
Sie nehmen was sie kriegen können.
50 Goldfliegen und ein paar Heimchen pro Tag verschwinden locker in ihren Nestern.
Was in etwa so ausschaut.     
Manica rubida Fütterung mit Fliegen            Video auf   YouTube
Denke da ginge noch mehr.

Nach etwa 2 Tagen kommen die unverwertbaren Teile der Insekten wieder zum Vorschein.
Grob zerkleinert  wirr auf einen Müllhaufen gestapelt.
Allerdings scheinen sie sich nicht ganz sicher zu sein, ob alles was sie entsorgt haben auch wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist.
Etliche Ameisen scheinen nichts anderes zu tun zu haben als den Müll immer und immer wieder durchzuwühlen.
Video auf Youtube           Video auf  YouTube
Aus meiner Sicht liegt so ein Verhalten in dem beengten Platzangebot der Haltung.
Die Ameisen haben einfach nicht die Möglichkeit, nicht mehr brauchbare Futterreste weit genug vom Nest wegzutragen.
Weiter haben diese Futterreste immer noch genug Attraktivität für diese Ameisen,
die diese veranlassen, nachzugucken ob es nicht doch noch, was Brauchbares gibt.
So ein Müllhaufen ist für alles gut, was sie nicht mehr gebrauchen können wie gestorbene Ameisen, alles mit raufgepackt.

Auch wenn in den letzten Tagen die Anzahl der Larvenverpuppungen weiter zugenommen hat,
ist auf dem ersten Blick nicht ersichtlich, wo die vielen eingetragenen Insekten bleiben.
In den Sommermonaten hatte eine derart reichliche Futterversorgung eine deutlich höhere Verpuppungsanzahl (Puppenanzahl) als Folge.
Hilft nichts, da muss ich schon genauer in ihre Nester schauen, um herauszufinden, wo die Insekten bleiben.
Erstes Ergebnis, eingetragene Insekten werden schon auf dem Weg in die einzelnen Nestkammern zerteilt und das gründlich.
Ist schon klar sie, wollen es mir nicht einfach machen, ihnen auf die Spur zu kommen.
Haben sie das hinbekommen?
Nein, allerdings brauchte es für mich schon ein paar Tage mehr, um ein einen Überblick zu bekommen.
Sie versorgen überwiegend kleinste und kleinere Larven mit den Insektenstücken.
Wie die Larven ans Fliegenklein gehen, habe ich hier versucht abzulichten  YouTube

Diese wachsen entsprechend kräftig bis zu einer bestimmten Größe und dann ist Feierabend.
Werden dann zu den größten Larven getragen und bekommen dort nur noch wenig Futter.
Möglicherweis auch gar kein Futter mehr.
Durch die große Anzahl der vorhandenen großen Larven kann ich  keine genaueren Beobachtungen machen die mehr Klärung bringen könnten.
Die wenigen großen Larven, die noch Futter bekommen, werden die sein die sich dann bald verpuppen.

Ist mehr als interessant, was bei diesem Ameisenvolk gerade abläuft.

14.03.2014
Was für ein Winter?
Meine  Manica rubida Völker  haben den ganzen Winter im Gartenhaus verbracht.
Konnten froh sein, dass sie zumindest ein paar Nächte mit frostigen Temperaturen verbringen konnten.
Überwiegend gab es wärmere Zeiten und so ist es nicht verwunderlich,
das bis auf wenige Tage, immer einige Ameisen in der Arena unterwegs waren.
Selbst an Tagen mit tieferer Temperatur verblieben diese einfach in der Arena,
bewegungslos, erstarrt.
Kaum waren die Temperaturen wieder höher, machten sie da weiter, wo sie aufgehört hatten.
Ameisen die im Schneckentempo, tollpatschig  durch die Arena krabbelten.
Prognostizierte der Wetterbericht  für die nächsten Tage keinen Frost,
gab es gelegentlich Zuckerwasser im Futterangebot.
Das Interesse daran war nur bescheiden.

Die warmen Temperaturen der letzten Tage brachten diese Tiere richtig in Gange.
Unzählige Ameisen, die ihre Anlage absuchten und gleich mal antesteten ob der Ausbruchsschutz auch gut durch den Winter gekommen ist.

Für mich der Anlass, die „Winterruhe“ dieser Ameisen zu beenden.
Bei mir gibt es keine stufenweise Erhöhung der Temperaturen, bis sie wieder ins warme Zimmer kommen.
Mache ich schon seit Jahren nicht mehr, eine nachteilige Entwicklung oder Schädigung der Völker gab es nicht zu beobachten.
Normal brauchen sie, wieder im Warmen, 3- 4 Tage um  richtig munter zu werden.
Dieses Mal hatte ich Mühe, die Anlagen wieder zusammenzubauen,
ungeduldige Ameisen, die jede Möglichkeit nutzten, um mir zu entwischen.
So aggressiv, wie es nachzulesen ist, sind Manica rubida zum Glück nicht.
Sie versuchen eher in die Finger zu beißen als zu stechen.
So hatten wir alle unseren Spaß und die Ameisen jetzt wieder sommerliche Temperaturen.

Waren sie den Winter über kaum für Zuckerwasser zu begeistern, stürmten sie jetzt die Tränke.
Manica rubida         
Dicht gedrängt und übereinandergestapelt versuchten sie  an die süße Flüssigkeit zu gelangen.

Jetzt, eine Woche nach der „Auswinterung“ gehen sie auch wieder Insekten und das nicht zu knapp.
Manica rubida  Manica rumida         Video dazu bei  YouTube

Volk ohne Winterruhe.
Auch diese Ameisen haben sich komplett auf Sommer umgestellt.
Ihre Larven wachsen wieder und die Puppenanzahl hat mehr als deutlich zugenommen.
Manica rubida         Video dazu bei     YouTube
Die Königin macht das, was sie auch den ganzen Winter gemacht hat, reichlich Eier legen.

22.03.2014
Sind meine Ameisen gut über den Winter gekommen und besteht die Notwendigkeit für einen Umzug,
müssen sie schon bald nach der Winterruhe ran.
Das Schicksal traf jetzt mein größtes Manica rubida Volk.
Schon im Herbst war ihr altes Nest nicht mehr ausreichend.
Nachdem sie ihr altes Nest, nach der Winterruhe aufgeräumt hatten und mir einen Überblick ermöglichten,
was es an Ameisen nicht über den Winter geschafft haben, stand Umzug auf dem Plan.
Etwas an der Nestfeuchtigkeit drehen und diese Ameisen reagieren schnell das sie umziehen sollen.
Allerdings ist da besondere Vorsicht angebracht, das alte Nest komplett austrocknen zu lassen,
ohne das sie schon komplett ausgezogen sind, kann Verluste bringen.
Auch wenn sie es nicht richtig feucht brauchen, wie es in den Foren nachzulesen ist, etwas Feuchtigkeit muss sein.

Kaum hatten sie das neue Nest erkundet, ging der Umzug los.
Ordentlich fix auf den Beinen, wurde Larve für Larve ins neue Nest geschleppt.
         Video dazu bei  YouTube
Mit den richtig großen Larven, die mal Jungköniginnen werden wollen, hatten sie schon so ihre Mühe.

2 Tage länger haben sie nicht gebraucht.
Um sie noch dazu zu veranlassen, auch noch die restlichen Larven aus dem alten Nest zu räumen, habe ich ihnen die Bettdecke weggezogen.
Mit anderen Worten die Nestabdunklung entfernt.

Was jetzt kommt, kann mir die Frage denken, wo sind sie hin?

1. Antwort: Das neue Nest muss größer sein als das Alte.
2. Antwort: Es ist wieder ein liegendes Nest gefertigt mit Gips.

Mehr wird nicht verraten und dieser Bericht ist jetzt zu Ende.

Ihr seit damit nicht einverstanden, kann ich gut verstehen.
Sucht Euch einfach andere Berichte die sich mit der Haltung von Manica rubida befassen oder lest hier weiter.

Hier leben sie jetzt.
       
Noch gut sichtbar (Kondenswasser), Feuchtigkeit mein Lockmittel ihnen das neue Nest attraktiv zu gestalten.

Was hat sich verändert?
Für einen Überblick, ihr altes Nest im Vergleich zu dem, was sie jetzt haben.
  

Irgendwo muss ja das Ende der Arbeiterinnenzunahme bei dieser Art liegen.
Hoffe das diese Nestgröße das Ende ist, was ich anbieten/bauen muss.

26.03.2014
Schnell war die Winterruhe vergessen, erstaunlich fix haben sie wieder auf Sommerbetrieb umgeschaltet.
Nachdem sie das mit dem Umzug abgehackt hatten, gilt ihr besonderes Interesse jetzt der Futterbesorgung.
Um an Futter zu kommen, geben sie alles, wie hier wo sie versuchen einer Mehlkäferpuppe beizukommen.
Manica rubida 26.03.2014_1-        Video dazu bei      YouTube

Ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben, versuchen sie als Team Beute zu machen.

Bei soviel Futtergier kann es vor dem Nesteingang schon mal eng werden.
Manica rubida  Manica rubida 2        Video dazu bei    YouTube

04.04.2014
Volk mit Winterruhe:
In den letzten Tagen haben sie die Annahme von Insekten fast eingestellt.
Nur gelegentlich eine Fliege am Tag mehr ist nicht.
Weiter hoch im Kurs steht Zuckerwasser.
Was ist passiert, sind diese Ameisen krank?

Ganz im Gegenteil, Erfreuliches ist im Werden.
Sie haben fast alle mit überwinterten Larven aufgezogen und diese sind jetzt dabei sich zu verpuppen.
Einige haben das auch schon hinbekommen.
Manica rubida  Manica rubida Manica rubida Manica rubida Manica rubida  
Viele richtig große Larven, wird wohl wieder die leidigen Geschlechtstiere geben.
Möglicherweise auch ein paar richtig große Arbeiterinnen.

Aus den, nach der Winterruhe gelegten Eiern sind noch keine Larven geschlüpft und die Arbeiterinnen so fast arbeitslos.

Volk ohne Winterruhe:
Es gibt keine von den ganz großen Larven.
Wenn sie da nicht noch was ändert, ziehen sie keine Geschlechtstiere auf und auch keine von den großen Arbeiterinnen.
Ihre Königin ist weiter fleißig damit beschäftigt, Eier zu legen.
Die Larvenaufzucht voll im Gange.
Dementsprechend sind diese Ameisen ständig auf der Suche nach Futter.

08.06.2014 Volk ohne Winterruhe
Dieses Volk hat unzählige Larven und Puppen in der Aufzucht, nicht abzusehen, wohin das noch geht.
In den Wochen bis heute sind unzählige Arbeiterinnen geschlüpft und das Volk hat sich zum Größten entwickelt,
das ich je von dieser Art gehalten habe.
Manica rubida Arbeiterinnengedränge-     

Anfangs hatten sie nur kleinere Arbeiterinnen aufgezogen, ist heute nur noch Schnee von gestern.
Gibt keine Größenunterschiede der schlüpfenden Arbeiterinnen mehr im Vergleich zu Völkern mit Winterruhe.

Hatte mal gelesen, dass einheimische Ameisenarten, die ohne Winterruhe gehalten werden, wohl keine Jungköniginnen aufziehen.
Auch das trifft bei diesem Volk nicht mehr zu, anfangs wurden nur wenige Jungköniginnen aufgezogen.
Jetzt gehen diese Ameisen in die Vollen, unzählige Jungköniginnen und wenige Männchen sind zu beobachten.
Zudem gibt es weitere nicht gerade wenige Königinnenpuppen.

Die Schwierigkeit besteht momentan darin, diese Ameisen mit Futter zu versorgen, ist unglaublich was die alles gebrauchen können.

Natürlich wurde in der Zwischenzeit eine Nesterweiterung eingefordert, die sie auch bekommen haben.
Zurzeit leben sie in 3 Nestern, das Erste ihrer Nester, was ja auch das Kleinste ist, versuche ich ihnen gerade wegzunehmen.
Ist nicht einfach sie da heraus zu bekommen, schon seit Wochen ist das Nest ohne Abdunklung.
Manica rubida Doppelnest-  

Nest austrocknen lassen, brachte auch nur einen Teilerfolg,
die Brut haben sie fast komplett herausgetragen nur die vielen Ameisen wollen nicht weichen.
Raus müssen sie, der Platz wird bald für ein weiteres, größeres Nest benötigt.

Mit ihren kräftigen Mandibeln (Mundwerkzeugen) können sie ordentlich zubeißen, bekommen einiges klein.
In der Haltung, wo sie sich wohl daran gewöhnt haben, dass keine Gefahr besteht, dass ihnen ihre Beute abhandenkommt,
zerlegen sie dieses, mitten in der Arena in aller Ruhe.
Manica rubida mit Mehlkäferpuppe-        Video dazu bei  YouTube

Eingetragenes Futter wird zerkleiner und zur Selbstbedienung an ihre Larven gelegt.
YouTube

Die hier sind noch nicht soweit.
Haben ihr Futter bis vor den Nesteingang gezerrt und mühen sich ab es hinein zu bekommen.
YouTube

24.11.2014
Volk ohne Winterruhe.
Ist jetzt das 2. Jahr nacheinander das sie bei warmer Temperatur (24°C) überwintern.
Ihr verhalten ist in etwa so wie letztes Jahr um diese Zeit auch.
Ihre Königin hat die Eiablage deutlich reduziert, ihr Gaster ist nicht mehr angeschwollen wie den Sommer über.
Larven schlüpfen und werden aufgezogen bis kurz vor die Verpuppung.
Gibt wieder unzählige Larven, die zurzeit nicht wachsen.
        

Was sich verändert hat, gegenüber letztem Jahr gibt mehr Larven, die sich noch verpuppen.
            

Die Sommerentwicklung dieses Volkes war derart raumfüllend, das sie in der Zwischenzeit schon wieder ein neues Nest bezogen haben.

Insektenfutter wird deutlich verringert angenommen, Durst (Zuckerwasser/Wasser) haben sie fast wie im Sommer.
Außenaktivitäten sind reduziert.

Eine Beobachtung, die wohl nur der Haltung dieser Ameisen in Gefangenschaft geschuldet ist.
Ab einer bestimmten Arbeiterinnenanzahl und zudem guter Versorgung und passendem Klima
ziehen viele Ameisenarten auch in der Haltung Geschlechtstiere auf.
Bei Manica rubida ist der Aufwand, der dafür zu betreiben ist, nicht mal besonders hoch.
Aufgezogene Männchen sterben bald, Jungköniginnen sind deutlich ausdauernder.
Passen Licht und Temperaturen sind sie über Wochen, fast jeden Tag bemüht abzufliegen.

Wie ihr sicherlich schon gelesen habt, ist es nicht angebracht, Ameisen die nicht, ich schreibe es mal so,
nicht vor der Haustür eingesammelt wurden, vor dieser auszusetzen.
Manica rubida gibt es, soweit mir bekannt, bei mir in der Gegend nicht und somit haben die Geschlechtstiere Pech gehabt,
sie kommen nicht aus der Anlage.

Über Monate wurden die Jungköniginnen geduldet und nach ihren Schwärmversuchen wieder im Nest aufgenommen.
Dann stellte sich eine Veränderung ein.
Jungköniginnen wurden attackiert, herumgezerrt, gebissen bist sie starben.
          Video dazu bei  YouTube

Was dabei auffiel, attackiert wurden nur Jungköniginnen außerhalb des Nestes.
Im Nest war Derartiges nicht zu beobachten, auch keine Versuche die Jungköniginnen aus dem Nest zu vertreiben.

Eine wichtige Anmerkung, die nicht fehlen darf, diese Beobachtungen wurden beim ohne Winterruhe gemacht.
Bei Völkern mit Winterruhe überwintern nicht abgeschwärmte Jungköniginnen mit.

15.04.2016
Ziehen Manica rubida gerade Larven auf (Sommerzeit), ist es dazu noch ein größeres Volk,
dann brauchen sie viele Insekten als Futter.
In der Haltung bekommen sie bei mir frisch getötete Insekten wie z. B. eine Heuschrecke.

                                                

                                                 

        


Einfach zu erbeutendes Futter, kann ja nicht mehr weglaufen.

Diese Ameisen können allerdings auch ganz anders.
Ausdauernd und verbissen, versuchen sie jedes passende Insekt auch zu erwischen.