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Meranoplus spec.
                                                 
Meranoplus spec 

Mehr als ein paar Bilder habe ich für Euch von dieser schön gezeichneten Ameisenart noch nicht.

                    

Etwa 15 Arbeiterinnen mit Königin und etwas Brut, so sind sie bei mir angekommen.
Geliefert in einem Reagenzglas.
Von einer derartigen Unterkunft waren sie nicht besonders begeistert,
kaum gab es ein anderes Nest im Angebot, sind sie in einer "Nacht- und Nebelaktion" gleich umgezogen.
Wohin?
                 
                    

Wie immer bei mir, in ein viel zu großes Nest, ein Ytongfertigteil aus einem Shop

Sie bevorzugen den feuchtesten Bereich des Nestes, in den anderen Bereichen verteilen sie wie bei den meisten Ameisenarten üblich, ihren Müll.

Haltungsparameter sind für diese Art so gut wie nicht aufzufinden.
All zu kompliziert scheinen sie wohl nicht zu sein, gab nicht einen einzigen Todesfall.
Denke da brauche ich nicht mehr viel verändern an den Haltungsbedingungen, die ich ihnen anbiete.
Temperatur um die 24°C, Nest gut feucht, Arena trocken.

Als weitere Bestätigung, es gab schon Nachwuchs, die Anzahl der Arbeiterinnen hat sich fast verdoppelt.
Zudem ziehen sie viele Larven auf.
                       

Ihre Futterverwertung ist zurzeit mehr als dürftig, Vieles bleibt im Nest verteilt einfach liegen.
Mit bewundernswerter Ausdauer zersäbeln sie selbst eine Stubenfliege in kleine Teile die sie dann überaus gemütlich ins Nest transportieren.
Lieber nehmen sie kleine Fliegen oder Mücken, auch Ameisen ersparen sich halt gern unnötige Arbeit.
Zerteilte Mehlkäferpuppen gehen auch.
                      

Wichtig für ihre Futterversorgung, sie nehmen auch Samen von Gräsern und andere kleinste Körner.
Zudem sind sie richtige Schleckermäuler, Zuckerwasser darf nicht fehlen.
Honig, Honigwasser gibt es später mal zur Probe.
Überaus häufig sind sie an der Wasserstelle zu beobachten.

Auf den ersten Blick macht diese Art eher einen vertrottelten Eindruck, was allerdings täuscht.
Sie sind durchaus in der Lage mit ihren Bewegungen ein paar Gänge höher zu schalten.
Und sie können hervorragend an steilen Glasscheiben laufen.

20.07.2012
Trübe Tassen oder so!
Abgesehen von ihrer besonders schönen Färbung haben diese Ameisen Nichts, was einen Halter begeistern könnte.
Es sei denn, Ihr gehört zu den besonders Geduldigen und könnt abwarten, ob diese Ameisen noch leben.
Klopft mal an ein Lasius niger Nest, von Formica sanguinea, will ich gar nicht erst schreiben und Ihr habt richtig Aktion bei Euren Ameisen.

Diese Meranoplus spec. verstehen es, ihren Halter nachhaltig zu täuschen.
Gibt es die kleinste Erschütterung, beim Versuch in ihr Nest zu blicken, nur tote Ameisen zu bestaunen.
Einfach ohne jegliche Bewegung, totgestellt.
Musste mich an so ein Verhalten erst gewöhnen, ohne gleich das Schlimmste anzunehmen.
Geduldig gucken, genauer hinsehen und, sie bewegen sich doch.
Soweit eine ausgeschmückte Umschreibung zum Verhalten dieser Art.
Hat auch Vorteile, es bringt keine Panik ins Nest, wenn Ihr Halter mit der Taschenlampe kommt.

So langsam wie sie sich bei Störungen Bewegen, so gemütlich gehen sie auch ihrer Arbeiterinnenvermehrung nach.
Ein Blick auf diese Bilder lässt hoffen.
                     

Was futtern diese Ameisen eigentlich?
                     
03.08.2012
Auch wenn diese Art mit ihrer Haltung arg mit der Geduld ihres Halters umgeht, bleibt es so wie in der Natur üblich.
Ameisen versuchen voran zu kommen, um ihre Art zu erhalten.
Meranoplus machen da keine Ausnahme.
In kleinen Schritten, was nicht ganz richtig ist, es dauert halt, bis sie Arbeiterinnen aufgezogen haben.                        
                    
                 
Meranoplus Video      Video auch hier:   http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ojA8CAGZ_lE

14.09.2012                       
Langsam geht es voran aber wirklich nur ganz langsam.
Auch wenn ihre Anzahl die 200 überschritten hat, sie sind weiterhin eine überaus müde Truppe.
Eile kennen sie nicht, Flucht auch nicht, immer schön langsam.
Zurzeit futtern sie am Liebsten kleine Spinnen, die das Laufen verlernt haben (tote Spinnen).
Die Haltung im Ytongnest scheint auch zu funktionieren.

Noch ein paar Bilder dieser schön gefärbten Tiere, könnt ja mal gucken, ob Ihr die Königin erkennt.
                               

                            

29.09.2012 
Immer schön mit der Ruhe geht es kontinuierlich voran.

Arbeiterinnen die neu dazu kommen (schlüpfen) haben deutlich mehr Größe.
Wenn ich es nicht besser wüsste, wurde ich schreiben, diese Tiere leben nur von Zuckerwasser.
Das Zeug lieben sie einfach.
(Euch ist klar das für neues Leben auch Eiweiß benötigt wird.)

Ein paar Bilder und ein kleines Video noch.
                        

Meranoplus Video         Video auch hier:          http://youtu.be/139NmSPX9AQ 

14.12.2012 
Sie verlangen mir all meine Geduld ab.
Dass sie Zeit brauchen, um ihre Arbeiterinnenanzahl zu steigern, habt ihr hier schon gelesen.
Jetzt haben sie noch was drauf gelegt.
Seit ein paar Wochen sind sie der Meinung, ihr Halter müsste doch noch mehr Geduld hinbekommen.
Sie haben eine Ruhephase eingelegt, viele Larven, die nicht mehr wachsen, nur noch ganz wenige Puppen.
             

Ja und die Arena, zurzeit wird sie nicht gebraucht.
Muss mich schon länger auf die Lauer legen, um dort von einer Ameise überrascht zu werden.

Wenn ich nicht gravierend was falsch gemacht habe, ist das auch eine Ameisenart, die ohne Veränderungen der Haltungsparameter,
von sich aus eine Ruhephase einlegt.

Ein Video, das mehr als verdeutlicht, wie träge und langsam sich diese Art verhält.
Video                                

Nicht mal die Entfernung der Nestverdunklung bringt sie mehr oder schneller in Bewegung.

05.01.2013 
Schlimmer geht immer!
Es zeichnet sich ein überaus unerfreulicher Grund ab, der verantwortlich sein könnte,
dass diese Ameisen ihre Nachwuchsaufzucht fast eingestellt haben.
Erste Anzeichen, viele Ameisen, die an der Decke (Abdeckglasscheibe) sitzen.
Das gab es vorher nicht.
               

Milben, die fest auf den Ameisen sitzen.
Derartig klein, das sie nur mit dem Auge, kaum bis gar nicht zu sehen sind.
  Milben