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Myrmecia pavida Update 15.12.2007

Die Anfangs positive Entwicklung hat sich nicht fortgesetzt.
8 der 12 Larven wurden von den Ameisen so weit aufgezogen, dass sie sich verpuppen konnten.
3 Larven wurden als Futter betrachtet und verspeist.
Eine Larve wurde aus ihren noch nicht einmal fertig gesponnenen Kokon gezerrt herum getragen und später kurzerhand vors Nest gelegt.
Der Entwicklung der Larve hat es nicht geschadet, sie hat sich in dieser Zeit zur Vorpuppe weiter entwickelt.
Da sich die Ameisen nicht mehr für ihren unfertigen Nachwuchs interessierten, hat die Vorpuppe von mir einen künstlichen Kokon bekommen.

Hier lebt Sie jetzt.

Myrmecia Vorpuppe                       

Gut sichtbar die gestreckte, milchig gefärbte Vorpuppe.
Etwas groß so ein Reagenzglas, mal sehen was wird.

Ein paar Tage keine Veränderung erkennbar, wird wohl nichts, zumindest ist sie nicht gleich gestorben.

Dann überschlugen sich die Ereignisse, zu meinem Bedauern am Tage, wo ich keine Zeit zum Beobachten hatte.
Morgens noch Vorpuppe, tagsüber gehäutet und mich abends vor vollendete Tatsachen gestellt.
Eine helle Puppe, mit erkennbaren Mundwerkzeugen (Mandibeln), Fühler und Beinen der späteren adulten Ameise.


                                        

Deutlich sichtbar die Kotabgabe des gesammelten Darminhaltes, bezeichnet als Meconium.
Schade hätte gern ein paar Bilder gemacht, allerdings freut es mich auch, das es weiter geht.

Aktueller Stand heute.



Den restlichen Puppen ist es nicht viel besser ergangen, die Ameisen bissen die Kokons auf und zerrten die Puppen heraus.
Als ich dies unnormale Verhalten so richtig kapiert hatte, war es schon fast zu spät.
Die restlichen 4 noch intakten Kokons habe ich Ihnen kurzerhand entwendet, in ein Reagenzglas gesteckt und verschlossen mit einen
Wattestopfen in die Arena gelegt.

                          
Der Fremdkörper Reagenzglas ist Ihnen nicht entgangen, das darin Ihre Puppen liegen, haben sie optisch nicht wahrgenommen.

Gut zu sehen die kleinen Steinchen die Sie den Larven als Verpuppungshilfe angelegt haben.
Einige davon haben die Ameisen nach der Verpuppung der Larven nicht mehr abbekommen.

                              

An der erfolgten Kotabgabe zu erkennen, aus den Vorpuppen sind schon Puppen geworden.


Ein Versuch zu retten, was noch zu retten ist, mal schauen, was wird?

Das was ich hier versuche, ist auch Neuland für mich.
Muss allerdings auch sagen, das sind Begebenheiten, die mir Freude bereiten, Überlegungen erfordern mit open End.
Das abnormale Verhalten, das Sie hier bei mir veranstalten, interpretiere ich als ungeeignete Haltungsbedingungen.

Nur woran liegt es?
Ein Ansatzpunkt, die zu großen Steinchen, so beschwerte Puppen sind für diese Ameisen nur noch mit Mühe zu transportieren.

Ist es das schon oder gibt es da noch andere Möglichkeiten, was meint Ihr?

30 Tage haben die Puppen sicher vor den Zugriffen der Ameisen im Reagenzglas geruht, dann mussten sie raus.
Bange Momente, was wird, ob Sie wieder darüber herfallen und alles um sonst war?
Sie die Puppen gar nicht mehr annahmen?
So wie ich es vorher beobachten konnte, schaffen die Ameisen es nicht alleine zu schlüpfen, Sie brauchen Hilfe von Außen.
Vorsichtshalber legte ich erst nur eine Puppe in die Arena, mit Skepsis betrachteten die Ameisen die unerwartete Aussicht auf Nachwuchs.

      

Schnell waren Sie da, aufmerksam sind sie ja nun mal, ich deute eher auf neugierig.
Eine nach der Anderen kamen Sie, ob das wohl was wird?
 

Meine Befürchtungen waren unbegründet, die Puppen wurden einfach adoptiert.
3 Ameisen sind in der Zwischenzeit geschlüpft.

Hier ist eine ganz frisch geschlüpfte dieser Arbeiterinnen.

Ausschnitt 5648                                                                             

Noch gut sichtbar die Spuren der letzten Puppenhaut.
Durch intensives Belecken durch die anderen Arbeiterinnen ist das bald bereinigt.
                                           

Die Vierte hat es nicht geschafft, Sie wurde tot aus dem Kokon gezehrt und an die Larven verfüttert.

In der letzten Zeit sind sie richtig faul geworden.
                                  
Futter am liebsten direkt vors Nest und das auch noch bitte so das Es nicht mehr flüchten kann.
Die Faulheit betrifft auch einen überfälligen Umzug.
Nach wie vor hausen sie in den beiden Reagenzgläsern.
Aus meiner Sicht viel zu klein, die Ameisen sind da anderer Meinung.
Weder das Gipsnest im unteren Teil der Arena noch das zusätzlich hineingelegte Ytongnest findet Ihre Zustimmung.
Lieber legen sie mal ein paar Larven vor die Reagenzrörchen, lichtscheu sind sie zurzeit gar nicht.
Kann ich gut verstehen bei den angenehmen Temperaturen in der Arena, nur fürchte ich das Sie sich so ein neues
Problem schaffen, die Ersten der ca. 20 Larven, die sie schon wieder aufgezogen haben, sind kurz vor der Verpuppung.

Update 11.01.2008

Endlich mal wieder frisches Wasser.

                      

Wenn das kein Grund ist, ein Bad zu nehmen?

                                                     

Etwas tollpatschig stellen sie sich schon an beim Trinken.

Und Sie sind ausgezogen aus den Reagenzgläsern, allerdings nicht dahin wo sie sollten.
Das Gipsnest im unteren Teil des Beckens wollten sie nicht, hoffentlich ändert sich das noch.
Das Ytongnest, welches ich in die Arena (oberer Beckenteil) gelegt hatte, auch Fehlanzeige.
Die beiden Reagenzgläser als Nest ging auch nicht mehr, einfach zu klein zu wenig Platz.

Das veranlasste mich dazu, das Ytongnest wieder zu entfernen und ihnen ein Gipsnest mit zwei größeren Kammern
in der Arena anzubieten.
Volltreffer, darin wohnen Sie jetzt.

                    

In den Berichten, die ich über diese Art gelesen habe, stand mehrfach, das sie einen Schub Nachwuchs erst aufziehen,
bevor die Königin wieder neue Eier legt.

Mein Volk verhält sich anders, Eier, Larven in verschiedenen Stadien und Puppen, alles vorhanden.

                                                   

Eine kleine Stufe und rein geht es in die Gipsvilla.

                                         

Sie trinken gerne und ausgiebig zuckerhaltige Lösungen

                        

  

Abends, wenn bei einigen von meinen Ameisen schon das Licht aus Licht,
praktisch Dämmerung bei den Myrmecia, gibt es Familienausflug.
Die Kinder (Larven, Puppen) müssen leider zu hause bleiben.
Auch die Königin kommt nicht mehr aus dem Nest, Sie lässt sich ganz von Ihren Arbeiterinnen versorgen.

         

Sie sind gerne abends unterwegs, wenn das Licht nicht mehr besonders hell ist.

Die saftige Fliege scheint auch zu interessieren.

 

Kein Wunder, diese Insekten stehen bei Ihnen ganz oben auf der Speisekarte.
Wenn Sie mich sehen, lassen Sie sich auch schon mal ablenken.
Auch wenn sie manchmal ein wenig Scheu sind, die Neugierde überwiegt meistens, solange ich Ihnen nicht zu nahe komme.

Ausschnitt6254   

Leider ist nicht alles als Futter zu gebrauchen, was unser Halter uns anbietet.

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