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Myrmecia pavida  Update 06.03.2009

Was wollt ihr denn schon wieder hier?

                                        

Und dann noch unser nerviger Halter!

                            

Diese Ameisen reagieren sofort, wenn sich in ihrem Aktionsradius etwas bewegt.
Im Nestbereich agresiv, mein Finger ist gerade noch weit genug entfernt damit sie ihn nicht erreichen können und ich hier weiter schreiben kann.
Ihr gutes Sehvermögen und eine blitzschnelle Beweglichkeit ermöglichen es ihnen auch größere Beutetiere zu erwischen.

                                                                  
                                    

Sind sie hungrig, was gerade der Fall ist, viele hungrige Larven, sind sie geübte, erfolgreiche Jäger.

                             

Sie töten alles was sie zu packen bekommen.

                    

Besonders erfolgreich sind sie in der Nacht, was sie am Tage nicht erwischen können, in der Nacht wird es erlegt.
Voraussetzungen dazu, es muss warm bleiben, bei stark absinkenden Nachttemperaturen ziehen sie sich bis auf wenige Ameisen ins Nest zurück.


                                        

Weniger erfreulich, sie erlegen bei entsprechend Angebot alles, mehr als sie verwerten können.
Bis ich das erkannt hatte, lagen unnütz getötete Insekten in der Arena die nach ein paar Stunden nicht mehr als Futter betrachtet wurden.
Habe diese Insekten vorsichtig herausgesammelt und an meine anderen Ameisen verfüttert.
Ruhig und ohne hastige Bewegungen ist das machbar, bei zu schnellen agieren werden Finger oder Pinzette selbst als Beute betrachtet.

Meine Bemühungen ihnen Futtertiere auf Vorrat anzubieten hatten sich somit erledigt.
Überlege gerade, ob ich ihnen eine Anlage baue mit vielen Versteckmöglichkeiten für Insekten.
Bezweifle allerdings das Futtertiere sich auch entsprechend verhalten.
Und dann sind da noch diese Ameisen, einmal eine Beute entdeckt, suchen sie danach, je hungriger sie sind um so intensiver und lang anhaltender.

Womit ich sie länger beschäftigen kann, sind richtige Fliegen.

                               

Damit meine ich Fliegen die voll flugfähig sind.

     

Allerdings ist das keine besondere Freude für mich als Halter, nicht wie ihr jetzt denkt, die fliegen mir weg!
Da gibt es Möglichkeiten (Kühlschrank) um mit diesen Futtertieren umzugehen.
Nein, eine magere Fliege gibt nicht viel her, also kommen sie wohlgenährt in die Anlage.
Für das gute Futter bedanken die Fliegen sich und kacken an die Scheiben und ich muss wieder ran, um für Durchblick zu sorgen.

Diese Ameisen nehmen bei mir nur Lebendfutter, denkbar das sie auch an Abgebrühtes gehen, wenn ich sie lang genug hungern lasse.
Ameisen hungern zu lassen entspricht nicht meinen Vorstellungen einer Ameisenhaltung, mag sein das es durchaus angebracht wäre?
Gibt viele Ameisenarten die durchaus mit abgebrühten Proteinen gut zu versorgen sind.
Wollt ihr auf der sicheren Seite sein und keine Milben einschleppen die eurer Ameisenhaltung ein schnelles Ende setzen könnten,
geht auf Nummer sicher und versucht eure Ameisen mit abgebrühten Insekten zu versorgen.

Unbegattete Königin und ihr Nachwuchs.

                                                         

In den späten Abendstunden kann ich sie manchmal dabei beobachten wie sie gemeinsam in der kleinen Schachtelarena furagieren.
Nach wie vor ist ein Reagensglas ihr Nest.
Auch das Männchen kehrt zurück ins Nest.

Update 20.03.2009
Einfach nur anschauen!

            

    

        

Nach den Beißerein und den sich daraus ergebenden Verlusten an Arbeiterinnen hatte ich die Befürchtung,
es wird nichts mehr mit der Haltung dieser Art.
Die Ursachen dafür sind nicht geklärt und stehen weiterhin im Raum?
Erfreulich die jetzige Entwicklung, 68 leere Puppenhüllen konnte ich bis heute heraussammeln.
Nicht alle tragen sie gleich aus dem Nest, egal, grob durchgezählt sind es jetzt mehr als 200 Arbeiterinnen.

Video5        

In den letzten Tagen sind sie kaum noch satt zu bekommen, ständig auf der Jagd.
Hungrige Geschlechtstierlarven, wird noch 2 Monate dauern, bis es da Genaueres gibt.

Update 25.03.2009
Unser Halter war mal wieder in Geberlaune und hat uns einen richtig großen Teller vorgesetzt, für uns kein Problem, da sind wir gleich dabei.

                   

                      

Nach dem Stress der letzten Stunden können wir jede Stärkung gebrauchen.
Puppentransport stand auf der Tagesordnung.

Erst einmal gucken, ob die Luft rein ist.

                     

Und dann los.

                             

Große, kräftige Mandibeln, die auch behutsam zupacken können.
Die Teamarbeit haben diese Ameisen nicht erfunden, sie agieren alleine.
Eine arbeitet die Anderen haben mehr Interesse für meine Kamera.

                           

Ist schon erstaunlich was sie in der Verpuppungsphase alles an die Larven legen.

                       

Darunter kleinere Steinchen, die beim Transport verhacken und Probleme machen.
Dabei kommt auch noch Gewicht zustande das diese kräftigen Insekten bewegen.

Nicht das ihr meint das war es schon, Bauarbeiten standen auch noch auf dem Plan.

              

Und ich habe heute keinen Bock!!

                            

Einige Zeilen sind recht locker geschrieben, Futter kann nicht nach Belieben gegeben werden, wenn sie es brauchen,
muss es im entsprechenden Umfang gegeben werden.
Kann auch nicht sagen, was in der letzten Zeit los ist, sie futtern ohne Ende.

Komme ich da mal nicht rechtzeitig mit Nachschub, schwärmen sie aus, selbst am Deckel hängen sie und lauern.
Das ist jetzt kein Witz, es ist bei mir zu hören, wenn sie von mir Nachschub erwarten.
Arbeiterinnen sitzen an den Drahtgittern der Lüftungen und beißen und zupfen daran, dass es akustisch zu hören ist.
Nicht das ihr jetzt meint, diese Ameisen besitzen die Fähigkeit sich bemerkbar zu machen, wenn sie hungrig sind.
Sie haben einfach das Gitter als Möglichkeit ausgemacht aus ihrem Becken zu kommen und nach Futter zu suchen.

Beim Puppentransport zu beobachten, sind ein paar Übergroße dabei.
Könnte schon eher Jungköniginnen, geben als von mir erwartet?
Sicher ist das nicht, einige der letzten Jungköniginnen waren nicht größer als die größten Arbeiterinnen.
Gucken wir mal was wird.

Das Ende eines Ameisenlebens

                                     

Schon Tage vorher zu beobachten, eine Ameise, die sich absondert, nicht mehr ins Nest geht.
Ziellos umherläuft, auffällig oft an den Glaswenden hoch und am Deckel entlang.
Sieht als suchte sie einen Weg sich vom Nest zu entfernen.
Erkennungsmerkmal, gekrümmte Fühlerenden.
Die Aktivitäten verlangsamen sich von Tag zu Tag, am Ende sitzt sie nur noch da, bis sie stirbt.
Durchschnittlich sterben 1 - 2 Ameisen im Monat.


Nicht jede Ameise hat das Glück gesund auf die Welt zu kommen.
                            
                   

Ohne sie aus dem Becken zu nehmen, ist es für mich nicht genauer erkennbar,
ob beide Hinterbeine verkrüppelt sind oder nur nicht von der letzten Puppenhaut befreit wurden.
Reste davon sind noch deutlich zu erkennen.
Auch die Gaster sieht unterentwickelt aus, möglich das sich die Größe mit Futteraufnahme als normal herausstellt.

Eine Behinderung welche die Bewegungsmöglichkeit dieses Tieres deutlich eingeschränkt.

                      

Und trotzdem will sie leben.

               

Unbeholfen und langsam ist auch sie an das Zuckerwasser gekommen.
Von den anderen Arbeiterinnen wird die Verkrüppelte toleriert.

                     

Kontrollierter Ausbruch.

                            

Das sie gut und gerne klettern, auch an Glas ist immer wieder zu beobachten.
Ihnen entgeht auch nicht wenn sich an den Deckelöffnungen ihrer Arena was bewegt.
Schnell sind sie da und schauen nach.

                       

Manchmal gönne ich mir die Freude, diese Ameisen persönlich mit Zuckerwasser zu füttern!

                 

Ist alles Blödsinn, sie bemerken gleich die Kanüle der Spritze und schauen neugierig nach.
Fällt dabei was ab, wird es gerne genommen.

Hier haben es schon bemerkt, das ihr uns ständig beobachtet, glaubt mal ja nicht, wir haben das nicht mitbekommen!

Körperpflege steht ganz oben, genau so wie dabei behilflich zu sein, dass geschlüpfte Arbeiterinnen ihre letzte Puppenhaut los werden.

         

Diese hier scheint das noch nicht mitbekommen zu haben, halb ausgepackt läuft sie schon durch die Gegend.

                         

Unser Halter spurt schon nicht so, wie wir es uns vorstellen?

                          

Ihr fangt langsam auch an zu nerven, ständig guckt ihr nach, was wir treiben.
Jetzt könnt ihr uns noch einmal von hinten anschauen, wir ignorieren euch einfach und gehen ins Nachtquartier.

                           

Und weg sind sie die Großen?

Ganzschön dreist diese Ameisen, für euch klar, meine lockere Schreibweise.
Könnt mir ja schreiben ob ich da, was ändern muss?

Für mich stehen jetzt Probleme und Überlegungen an.
Habt sicherlich meine letzte Zählung gelesen, in der Zwischenzeit sind pro Woche 6 - 8 neue Arbeiterinnen geschlüpft,
ist amtlich, leere Puppenhüllen herausgesammelt.



Weiter, diese Tiere futtern, wie ich es vorab noch nicht beobachten konnte.
Dazu sind sie überaus durstig, ständig sind sie am Zuckerwasser zu beobachten.

                           

Ich schreibe hier Zuckerwasser, Honigwasser nehmen sie genau so gerne, nur tut es ihnen als größere Kolonie nicht an, puren Honig.
Den können sie als größere Kolonie nicht in der entsprechenden Menge aufnehmen.

In den letzten Tagen zu beobachten, sie tragen große Larven, die sich verpuppen wollen vom feuchten Nestblock in den Trockenen.

                    

     

Diese Art ist leicht zu halten, so zu lesen in den Anpreisungen der Verkäufer!
Trifft zu, nur wo sind die Informationen die Angaben, womit zu rechnen ist mit der Entwicklung dieser Art?

Tappe völlig im Dunklen, was da noch kommt?
Weitere Arbeiterinnen, Geschlechtstiere?
Solange wie ich sie halte, so ein Futterbedarf gab es noch nicht.
Gibt auch Probleme für diese Tiere, kleinere Steinchen als Verpuppungshilfe für ihre Larven einzusammeln, alles weg nur noch Größere vorhanden.
Habe ihnen mehrfach Torf angeboten, alles abgegrast und eingesammelt.

                 

06.04.2009
Die behindert zur Welt gekommene Arbeiterin ist nicht gestorben.
                                

Die Reste der Puppenhaut sind verschwunden und die Ameise normal durchgefärbt.
Sie hat nur 4 Beine, 5 ist nur halb und 6 als Stummel vorhanden.
Ein trauriges Bild, nur soll ich sie deshalb töten?
Ihr Bewegungsablauf ist unnatürlich, die Ameise ist sich ihrer Behinderung nicht bewusst
und furagiert mit den Anderen in der Arena so gut es geht.
Sie wird geduldet und behandelt wie eine Unverkrüppelte.

Sie sind zurzeit besonders an Kohlenhydraten interessiert.
Gibt es bei mir mit der Spritze.
Passiert auch schon mal das sie nachschauen, ob ich es auch richtig mache?

                                            

Ein Versuch?
Einige Ameisenarten erkennen Fliegenpuppen nicht als Beute, erst mit dem Schlüpfen der Fliegen sind Ameisen daran interessiert.
Habe ihnen Puppen angeboten, um zu sehen, wie diese Ameisen darauf reagieren.
                                  
  
Interesse besteht schon mal, das soll noch nichts heißen?
Alles, was im Bereich ihres Nestes liegt, entgeht ihnen nicht, erweckt ihr Interesse und wird untersucht und bei Nichtgefallen entfernt.
Einmal kräftig zugepackt und ins Nest geschleppt

             

Sieht so aus als könnten sie die Fliegenpuppen gebrauchen.
Ist auch möglich das sie mit dem Zupacken den Kokon durchbissen haben und so die Beute erkannt haben.
Habe noch mal ein paar Puppen nachgelegt, mal sehen, was wird?

                  

Sind sie nicht gerade auf der Jagd oder aufgeschreckt, bewegen sich diese Ameisen ruhig und machen eher einen zurückhaltenden Eindruck.
Gut über meine Reaktionen kann vermutet werden, es bleibt nicht aus, bei Arbeiten im Becken sind sie manchmal schneller als ich.
Hier sind die Folgen eines Stiches in den Finger sichtbar.



Zu sehen der Einstich und eine helle Schellung, vergangene Zeit, 15 Minuten.
Dazu kommt später noch eine leichte Rötung und nach dem unmittelbaren Schmerz ein leichtes Jucken.
Also Vorsicht nicht für Jeden muss es so ablaufen.

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