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Myrmecia pavida Update 30.04.2009
Es ist nicht zu glauben, nur eine Arbeiterin ist gekommen zum Wasser trinken.
 Dabei sah es anfangs doch gut aus, gleich 2 die neugierig schauten.
Nein sie wollen nicht, seit Tagen kein Interesse. Über 300 Ameisen, den trocknen Nestblock vollgestopft mit Puppen der geringfügig Feuchtere reicht kaum noch, die Larven liegen schon im Eingangsbereich.
Nachdem es im letzten Jahr nicht gut weiterging nach dem Umbau der Anlage, habe ich lange gezögert die Anlage umzubauen und zu erweitern. Die Tiere entwickeln sich gut in dem kleinen Becken und so lange sie gut zu Futtern haben scheinen sie sich wohl zu fühlen. Für mich war der Platz nicht mehr angemessen, zu wenig für so viele dieser großen Ameisen. Habe ihnen ein 60 x 30-cm-Becken dazugestellt, erst nur ganz knapp eingerichtet mit Materialien, die sie schon kennen, um möglichst keinen negativen Einfluss auf ihre Entwicklung zu verursachen.
Den Kabelsalat, habt ihr jetzt nicht gesehen, ok!
Einen 40 cm Gipsnestblock mit 3 großen Kammern und auch wieder dick mit Lehm angestrichen.
Sonst gibt es nur Kies mit verschiedener Körnung. Später hatte ich an eine langsame durchgeführte weitere Einrichtung gedacht. Und nun alles für die Katz, sie drängeln sich weiterhin im alten kleinen Becken.
Seit gut einer Woche liege ich jetzt schon auf der Lauer um sie bei einer ausgiebigen Erkundung des weiteren Auslaufs zu erwischen. Nichts, außer gelegentlichem Herumstreifen einer einzelnen Arbeiterin ist nichts. Selbst das neue Nest wird ignoriert, ein kurzer Blick ins Innere und das war es.
Die Arbeiterinnen die eine Erkundung wagen, bewegen sich überaus vorsichtig und langsam. Nun stehe ich da und mir wird die immer wieder eingeforderte Geduld eines Ameisenhalters abverlangt.
In letzter Zeit tragen sie viele überaus große Puppen umher, aus meiner Sicht können daraus nur Jungköniginnen schlüpfen.
Sorry, falsches Bild!
Sieht doch ganz normal aus, ja habe kein Bild hinbekommen, für ein kleines passendes bewegtes Bild hat es gereicht.
Hier Eine die es nicht geschafft hat.
Wo sie eine besondere Freude dran haben, ist Wasser. Nein, mit den Beinen im Wasser stehen mögen sie überhaupt nicht. Das Geräusch von prasselndem Wasser bringt Panik mit sich. Hier sitzen sie auf einem Stein nachdem ich überreichlich Wasser gegeben habe um die niedrige Luftfeuchtigkeit etwas anzuheben.
Auch Vierbein ist weiterhin mit dabei.
Nachtrag Fliegenpuppen: Alle teilweise offen Puppen wurden später weiter geöffnet oder zerkleinert und leer auf dem Müll entsorgt. Unbeschädigte Puppen haben sie nicht als Beute erkannt und ganz ohne Beschädigungen auf den Müllhaufen entsorgt.
Nachtrag: Letzte Woche ist die unbegattete Jungkönigin, von der ich hier berichtet habe gestorben, 2 Tage vorher das von ihr aufgezogene Männchen.
08.05.2009 Was es nicht alles gibt, im kleinen Becken drängeln sich die Ameisen, das Neue interessiert sie immer noch nicht.
 Kaum eine Arbeiterin, die auf Erkundung geht.
Ist denkbar das sie den Weg übers Holz hoch und auf der anderen Seite runter nicht mögen. Leider sind die Bohrungen immer halbhoch mittig in den Wänden. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt, ein Zwangsumzug bei diesen Ameisen würde nicht einfach werden. Der trocknere Nestblock ist so voll Puppen gepackt, das nichts mehr reingeht, selbst im Eingang und in der Arena werden schon Puppen gelagert.
Sind schon schöne Tiere diese Ameisen
15.05.2009 Sie sind nicht damit zurecht gekommen eine Seite auf einen Ast hoch, andere Seite runter.
Dabei sah es nach ein paar Tagen so aus, dass es was wird.
Das neue Nest erkundet, der Eingang war nicht ganz passend, gleich mal Mandibeln eingesetzt und passend geknabbert.
Mit viel Mühe die ersten Puppen transportiert.
In der neuen Arena zu beobachten, Arbeiterinnen, die unermüdlich herumliefen, als ob sie etwas suchten. Ob sie den Weg zurück nicht mehr gefunden haben, kann ich nicht sagen? Später wurden sie ruhig und träge, bis sie starben. Nach dem 2. Todesfall habe ich die Erweiterung entfernt. Die wenigen Arbeiterinnen und Puppen zurück in die alte Arena gesetzt. Gab gleich die nächste Überraschung, einige der zurückgesetzten Arbeiterinnen wurden angegriffen. Habe Opfer und Angreifer mehrfach getrennt, half nichts, gab erst Ruhe nach dem die Zurückgesetzten getötet waren. Was gut gemeint war, hat mit 7 toten Ameisen geendet. Die zurückgegeben Puppen haben sie gerne angenommen und gleich ins übervolle Nest geschleppt Konnte sie oftmals beim Klettern an Zweigen beobachten, so ein Loch in der Mitte der Glasscheibe in ein anderes Becken damit können sie nichts anfangen. Muss jetzt wohl doch selber ran und sie alle per Hand mühselig in ein anderes Becken umsetzen.
17.05.2009 Alles wieder, wie es war, aufmerksame Ameisen und noch immer hungrig. So ganz passt es nicht, sie sind wieder da, die Plagegeister. Die ersten Jungköniginnen sind geschlüpft. Hier konnte ich eine der scheuen Tiere gerade noch so ablichten, ein Blitz oder die leichteste Erschütterung und sie verschwinden im Nest.
Wie ihr seht noch nicht mal ganz ausgefärbt und schon auf Erkundung. Dieses Jahr fange ich so ich sie denn erwischen kann, gleich alle Jungköniginnen heraus. Diese brechen später ihre Flügel ab und sind für mich nicht mehr von der Altkönigin zu unterscheiden. Verraten sich nur noch durch Furagieren in der Arena.
Eine der seltenen Beobachtungen, sie öffnen einen Kokon zu früh. Sichtbar eine helle Puppe, die noch weit vom Schlüpfen entfernt ist. Ob es sich dabei um eine abgestorbene Puppe handelt, sie geben mir keine Chance um die Puppe zu untersuchen. Zerren die Puppe in Einzelteilen aus dem Kokon.
29.05.2009 Jeden Tag neue Jungköniginnen.
Einige habe ich heraus fangen können.
Sie sind schon dabei sich ihre Flügel abzubrechen. Sie leben jetzt in dem großen Becken, das ich als Erweiterung angeboten habe. Am Tage verstecken sie sich im Nestblock, in den späten Abendstunden fangen sie an zu furagieren. Sind schon mehr als 30 Jungköniginnen, die ich heraus fangen musste.
Ein Vorgang, der mich bedenklich und noch mehr wehmütig stimmt. Tiere, die in der Natur gebraucht werden, um ihre Art zu erhalten, in der Haltung kommt Trauriges.
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