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Myrmecia pavida Update ab 08.02.2009
Ist immer wieder zu beobachten, ihre Arbeiterinnen legen Futtereier.
Diese verfüttern sie an Larven, andere Arbeiterinnen oder futtern sie selber auf.
Die Entwicklung der Kolonie verläuft weiterhin erfreulich, fast jeden Tag legen sie mir jetzt 2 - 3 leere Kokons hin, damit ich sie entferne. Ist richtig nett von diesen Ameisen so bekomme ich einen Überblick wie sich ihre Anzahl erhöht. An ihre Nester lassen sie mich weiterhin nicht, überhaupt sind sie zurzeit besonders aggressiv. Der Proteinbedarf ist weiterhin hoch, zurzeit leben sie von Heimchen.
So ein Heimchen muss doch zu erwischen sein?
An die 20 mittlere Heimchen müssen es am Tag schon sein, sonst werden sie sehr unternehmungslustig.
Oh was ist das ärgerlich, sie lassen mich nicht in ihr Nest schauen. Zu gerne würde ich doch durchzählen, was da kommt, Eier, Larven, Puppen sie verbergen alles vor mir und das, wo ich mich doch so fürsorglich um sie kümmere. Gut ein paar Bilder hätte ich schon gerne gemacht um die Entwicklung auch optisch zu dokumentieren. Ärgerlich nein, aus dem Verhalten dieser Tiere in der Arena lässt sich vieles erkennen. Hungrige Ameisen immer auf der Suche nach Futter, sowohl an Insekten und auch nach Kohlenhydraten. Klares Zeichen, reichlich hungrige Larven, rechne damit das es bald wieder Geschlechtstiere gibt. Furagieren, sonnen, sich putzen, ein weiteres Zeichen, sie fühlen sich wohl.
Sie sind darauf bedacht, ihr Nest sauber zu halten, nah gut Steinchen und Sand übersehen sie großzügig, die Gründe dafür, sind ja bekannt. Ansonsten, alles, was reingetragen wird, kommt auch irgendwie wieder raus. Fein säuberlich auf einen Müllhaufen, den sie soweit wie möglich vom Nest entfernt anlegen, entsorgt.
Eine weitere Möglichkeit, um zu beurteilen, was mit den Futtertieren passiert ist, wieweit diese verwertet wurden. Da ist mir eine Merkwürdigkeit aufgefallen, woraus ich folgere, lebend erbeutete Insekten werden durch den Stich nicht getötet, nur gelähmt, zumindest sieht es so aus das der Verwesungsprozess herausgezögert wird. Von den Ameisen selbst erbeutete Insekten verbleiben im Nest und werden nur verwertet entsorgt, auch wenn sie diese in größerer Zahl eintragen. Von mir frisch getötete Insekten scheinen sich nicht bevorraten zu lassen, nicht länger zu halten, tragen sie davon mehr ein, kommen einige davon auf den Müll. Könnt mir ja schreiben, ob es bei Euch auch solche Beobachtungen gibt.
Update 20.02.2009
Gerade habe ich noch geschrieben, rechne auch mit Geschlechtstieren und schon konnte ich ein Männchen ablichten.
Große Augen, lange Fühler und so groß wie die Arbeiterinnen, ein wirklich schönes Tier.
Könnt ihr euch noch daran erinnern, hatte vorab geschrieben, dass eine der unbegatteten Königinnen eine Larve aufgezogen hat. Sie hat es hinbekommen, das ist ihr Nachwuchs. Zudem scheint sie mit dem einen Männchen nicht genug zu haben, sie hat 3 Eier gelegt. Seltsame Entwicklung, nur möglich in der Haltung?
Muntere, aufmerksame Tiere mit zurzeit vielen Außenaktivitäten.
Nur selten verirrt sich eine ganz frisch geschlüpfte Ameise nach draußen.
Umsorgt von älteren Arbeiterinnen, die behilflich sind, die letzten Reste der Puppenhaut zu entfernen.
Gibt nichts Schöneres als in der Lampensonne auf einem warmen Stein zu liegen.
Ist nicht immer so, manchmal arbeiten wir auch kräftig.
Ein richtiger Schwertransport ist das hier, möchte nur wissen welcher Idiot so große Steinchen bei der Verpuppung an die Larve gelegt hat? Die war es nicht.
Hat selber Pech gehabt und nur ein Heimchenbein erwischt. Die waren es auch nicht,
sind nur durstig. Jo, erwischt.
Gibt von Sand bis gröbere Steinchen alles in der Arena, sie sammeln lieber Größere.
Update 28.02.2009 Auf die Schnelle, mehr war nicht möglich, konnte ich eine Nestkammer teilweise ablichten, gibt bald weiteren Nachwuchs.
Unten rechts leere Kokons, die sie noch nicht herausgetragen haben, oben links eine Larve kurz vor der Verpuppung.
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