|
Hier sind wir wieder da!
Endlich vorbei die kühlen Temperaturen und ein neues Nest haben wir auch bekommen.
Seit einer Woche halte ich die Myrmecia pavida wieder bei 25°C mit der Hoffnung ihnen die gegenseitigen Beißereien abgewöhnt zu haben? Umgesetzt habe ich sie auch, kann jetzt nicht sagen, ob meine Wassergaben zu reichlich waren oder ob die Feuchtigkeit des Kellers auch in die Anlage gezogen ist. Jedenfalls war es so feucht geworden, das die Ameisen sich zu meinem Bedauern im Kies eingraben konnten. Komplett aus dem Gipsnest ausgezogen, gab es für mich keine Möglichkeit die weitere Entwicklung der Eier und Larven zu beobachten. Zu viel an Feuchtigkeit für diese Art nicht brauchbar, erst recht für ihre Puppen. Schade, aber so ist es nun mal mit der Ameisenhaltung, nicht alles entwickelt sich wie angedacht. Zwangsumzug, kennt ihr ja, Ameisen alle einzeln einfangen und umsetzen, Nest vorsichtig ausgraben und alles in die neue Anlage. Die Größe dieser Ameisen und noch mehr ihre Neugierde, auch ein wenig Aggressivität machte die Aktion überhaupt möglich. Mit ein wenig Mut und vor allen Dingen Ruhe und langsame Bewegungen ist auch so ein Umzug kein Problem. Gut zu gebrauchen als Umzugswerkzeug, ein Stück Papier.
Da muss es doch noch mehr geben?
Einfach ruhig bleiben, keine unkontrollierten Bewegungen und sie betrachten eine Hand weder als Feind noch als Beute.
Der Umzug auch eine gute Gelegenheit für eine gründliche Bilanz. Gezählt, 97 Arbeiterinnen, 42 kleine Larven und an die 30 Eier, sowie die Königin.
Eine gute Grundlage für einen neuen Ameisensommer. Ein Sommer der gleich mit einem richtigen Durcheinander an den Start ging. Königin, Eier und Larven verschwanden schnell im neuen Nest, die Arbeiterinnen waren gar nicht mit ihrem Umzug einverstanden. Hatte schon die Befürchtung ihre Lage noch weiter verschlimmert zu haben. Krabbelten diese Tiere doch fast 2 Tage, aus meiner Sicht orientierungslos durch die Arena.
 Danach alles wieder beim Alten, Nest besetzt, Wache vorm Eingang
Ameisen in der Arena unterwegs auf der Suche nach ein paar Insekten, am Süßkram sind sie auch nicht vorbeigekommen.
Als Nest gibt es jetzt wieder ein Liegendes aus Gips, die geringe Feuchte, die sie brauchen ist, für mich damit kontrollierter hinzubekommen. Ansonsten gibt es nur Kies mit verschiedener Korngröße, sie können prima darauf laufen und sind gut zu beobachten. Der Nesteingang ist mir zu groß geraten, Kies zur Verkleinerung davor, sie tragen ihn weg.
 Damit es nicht zu einfach war, gab es einen Stein, ist heute das Einzigste, was noch vorm Eingang liegt.
Kräftig sind sie nun mal und einmal dabei wird ganze Arbeit geleistet.
Selbst unter dem Stein haben sie den Kies rausgegraben, da muss ich wohl noch einmal nacharbeiten? Mit intensiver Arbeit, alles an Kies vorm Eingang weggeräumt, nur der Stein liegt noch da. Ja was soll ich sagen, der bleibt da, egal wie sie daran herumzerren.
Diese Folie habe ich als Zwischenlager für den Nachwuchs benutzt, ein paar Eier liegen noch darauf.
Noch lange war die Folie von besonderem Interesse für die Arbeiterinnen, immer wieder haben sie vorbeigeschaut.
Die Arena befeuchte ich nicht, im geringen Umfang nur kleine Bereiche des Nestes. Die Vergangenheit hat gezeigt das sie damit zurecht kommen und sich gut entwickeln. Dafür gibt es hier und da einen Tropfen Wasser den sie gerne annehmen.
Im Vergleich zum Kronenkorken, gut zu erkennen die doch beachtliche Größe dieser Ameisen. Nachdem ich mich so für sie ins Zeug gelegt habe, sind sie jetzt an der Reihe, mir ihrem Halter was zum Beobachten anzubieten. Nein, bin froh wenn sich diese schönen, großen Tiere in der neuen Anlage gut eingewöhnen, weiterleben und sich nicht mehr gegenseitig angreifen und töten.
Die Bilanz hat gezeigt, gut ein Drittel der Arbeiterinnen sind bei den Beißereien umgekommen. Meine Hoffnung liegt jetzt darin, dass sie sich jetzt wieder normal verhalten und die Verluste ausgeglichen werden. Sie scheinen sich jetzt wohl zu füllen.
Begegnung mit einer Fliege.

Mit zwei sich sonnenden Ameisen endet dieses Update.
21.12.2008 Erfreulich, sie vertragen sich weiter, keine Beißereien mehr wie vor der Ruhepause. Anfangs interessierten sie sich nur für Kohlenhydrate, jetzt nehmen sie auch wieder vereinzelt kleine Heimchen. Ist zwar schon länger Tod das Heimchen, sicher ist sicher.
Tote Futtertiere nehmen sie, Abgekochtes begeistert sie nicht.
Ihre begehrten und gern genommen Fliegen, da haben sie leider Pech, habe keine. Würde gerne mal ins Nest schauen, um zu sehen, was sich da tut. Gab bis jetzt keine passende Gelegenheit, ständig sitzen Ameisen auf der Nestabdeckung. So griffig, wie sie zurzeit gerade sind, lassen sie mich nicht bei.
Reicht schon das ich nur in die Nähe des Nestes komme und ich habe ihre volle Aufmerksamkeit.
Nichts ist schöner als in der warmen Sonne zu liegen.
Auch wenn sich diese Ameisen bei fast Raumtemperatur halten lassen, sie lieben die Wärme. Außenaktivitäten, Furagieren, nimmt deutlich zu bei Temperaturen über 25°C.
Bei tieferer Temperatur nur wenige Ameisen in der Anlage unterwegs, was sich bei höherer Temperatur schnell ändert. Deutliches Zeichen, das sie sich wohlfühlen, sich putzende Ameisen.
Richtig was Neues gibt es heute nicht zu berichten, als Ausgleich ein paar Bilder.
31.12.2008
Kaum zu erkennen, gut getarnt ihre Puppen, ein paar davon tragen sie jeden Tag heraus und legen sie in die wärmende Lampensonne.
Dadurch das diese Ameisen Material aus der Umgebung sammeln und an die Larven anlegen, während diese ihren Kokon spinnen, bleibt so einiges haften an den Kokons.
Wenn keiner guckt, dürfen auch die Larven in die Wärme.
Diese fürsorglichen Tiere haben auch gleich ein wenig Futter mitgebracht. Nein, ist nicht ersichtlich was sie dazu bewegt mal Puppen und mal Laven in das warme Lampenlicht zu legen. . Kleiner Nachtrag 12.01.2009 Wie ihr gelesen habt, habe ich ein paar der unbegatteten Jungköniginnen nach ihren Flügelabbruch weiter gehalten. Eine davon hat es fertiggebracht, eine Larve aufzuziehen, vor einer Woche hat sich diese verpuppt. Vielleicht pflegt sie diese bis zum Schlupf des Männchens. Das angehängte Bild ist nicht der Hammer, war nicht mehr möglich, die Königen hat das Reagenzglas gut eingesaut,
Die Königin verhält sich zu dem überaus aggressiv, kleinste Erschütterungen und sie kommt aus dem Reagenzglas gelaufen, rennt umher und sucht nach dem Störenfried. Die Arbeiterinnen der Kolonie sind da deutlich gelassener.
Hier gab es eine frisch aufgetaute Drohnenpuppe,
nach anfänglichem Interesse haben sie die einfach liegen gelassen.
|