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Camponotus substitutus Update 29.09.2007

Sie leben noch und haben sich gut entwickelt.

Diese Ameisen bereiten mir immer mehr Freude.
                            
Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass es sich hier um eine Ameisenart handelt, die nur nachtaktiv lebt.
Bei genauerer Beobachtung ist bei so manchen als tagaktiv eingestuften Arten am Tage auch nicht mehr los.
Auch bei tagaktiven Ameisen gibt es so manche Überraschungen, wenn Ihr in der Nacht nach ihnen schaut,
das besonders bei größeren Kolonien.
Im Vergleich zu Camponotus  ligniperdus/herculeanus sind sie richtige Unterhaltungskünstler.
Sie haben sich so verhalten wie andere von mir beobachtete Ameisenarten in der Gründungsphase,
zurückhaltend und scheu.
Heute ist das vorbei, sehr aufmerksame Ameisen, die gleich zur Stelle sind, wenn es etwas zu futtern gibt.
Ein lebendes Heimchen in der Anlage zeigt, wie blitzschnell diese Ameisen zu Fuß sind
und was so an Arbeiterinnen in der Kolonie vorhanden ist.
Was geblieben ist, ihre Schreckhaftigkeit, die geringste Erschütterung verursacht im Nestbereich reichlich Panik.
Sie laufen hektisch durch alle Kammern des Nestes, auch durch die noch nicht bewohnten
und versuchen ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen.
In der Arena ein ganz anderes Verhalten, die Ameisen erstarren, verhalten sich unauffällig.
Erst wenn sie unmittelbar betroffen sind, reagieren sie blitzartig mit Flucht, das geht so schnell,
das ich ihre Wege nicht verfolgen kann.
Überhaupt ist ihre Körperzeichnung eine gute Tarnung, in meiner Arena mit Kies und Holzgranulat.
Sie haben ein Bewegungsverhalten das es besonders erschwert sie gleich zu entdecken.

In der Zwischenzeit sind sie aus dem Ytongnest ausgezogen, in das Gipsnest im unteren Teil der Arena.
Muss allerdings sagen, ich habe etwas nachgeholfen.
Nachdem ich eine Heizfolie an das Gipsnest angebracht hatte, waren sie gleich da, mit allem Wertvollen, was sie hatten.
Das ging richtig schnell, ca. 500 Ameisen mit Eiern, Larven und Puppen,
innerhalb einer Stunde umgezogen, schon beeindruckend.
Ameisen, die nicht selber wollten, wurden getragen, so wie wir es bei unseren Waldameisen zu beobachten ist.
Es ist schon beachtlich, wie sehr dies Ameisen die Wärme lieben und weiter beobachtet,
sie kommen gut mit einer trockenen Arena zurecht.
Auch den Ytongstein, ihr altes Nest hatte ich nicht befeuchtet.
Das sind Begebenheiten, die mir wichtig erscheinen für die Haltung dieser Art.

Ein anderes Thema, die kurzen Entwicklungszeiten vom Ei bis zur Ameise
und damit verbunden die schnelle Vermehrung dieser Art.
Hier ist die unterschiedliche Größe der Ameisen gut zu sehen.

       
Der Eingang zum Gipsnest im unteren Teil der Anlage.
Sie haben einen größeren Trichter aus kleinen Steinen, Rinde und Hölzern darum gebaut.
Immer bewacht durch ein paar aufmerksame kleinere Majorarbeiterinnen.
                    

Eine Raupe, die muss doch zu fangen sein?
                   

Hier ein paar Ausschnitte aus dem unteren Teil der Anlage.
   
Sie lieben es besonders warm im Nest, um dies zu erreichen, die Heizfolie.

Bin gespannt wie das noch weiter geht?

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