Hallo und willkommen bei Ameiseninfos.de Manica rubida Aufzucht und Haltung eine interessante, große Myrmicinae (Knotenameise) mit viel Beobachtungspotenziel nicht ganz ohne spezielle Anforderungen in der Ameisenhaltung
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Manica rubida Manica rubida eine bei uns überaus seltene Ameisenart, die soweit ich es nachlesen konnte, nur in Süddeutschland lebt. In der Südschweiz sind Manica rubida fast in jedem Berggebiet zu sehen. Eine Ameisenart die in der Haltung fast nie einfach aufzuziehen ist. Falls Ihr hier jetzt einen Haltungsbericht nachlesen wollt, seit Ihr hier falsch. Bilder, Videos, ein paar Informationen, mehr ist von mir vorerst nicht angedacht. Bei Arten wie Manica rubida, wo am Anfang eine semiclaustrale Gründung steht (die Königin geht in der Gründungszeit selber auf Futtersuche), ist ein offener Nesteingang zwingen erforderlich. Ein kleiner Auslauf (kleine Arena, kleines Behältnis) ebenso.
Manica rubida
Für die Gründung muss es nicht immer ein Reagenzglas sein, ein kleines Gipsnest mit nur einer Kammer geht auch. Wenn sie die Wahl haben, ziehen sie so ein Gipsnest vor, ziehen dafür sogar aus einem Reagenzglas um.
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Passen die Haltungsbedingungen, sind diese Ameisen überaus aktiv und munter.
Was ist zu sehen? Überaus flinke Ameisen! Wenn Ihr jetzt meint, das Video läuft schneller ab, liegt Ihr falsch. Ameisen, die graben! Falls der Bodengrund passt, wie grober Sand, sind sie unermüdlich bei der Arbeit. Ein Verbindungsschlauch ist von innen alles andere als glatt, viel Reibungswiderstand. Macht nichts, wenn es Futter für ihre Larven gibt, zerren diese kräftigen Tiere auch Beute durch einen Schlauch, die weitaus größer ist, als sie selber.
Manica rubida
Und wo ist sie hin, die Mehlkäferpuppe?
Habt Ihr eine Vorstellung wie schnell sich diese Art mit passenden Haltungsbedingungen entwickelt? Ist wie immer eine Fragestellung die von passenden Haltungsbedingungen geprägt wird. Habe mich selber verleiten lassen, von Informationen die es zur Haltung dieser Art in den Foren nach zu lesen gibt. Irgendwie ist es damit, bei mir mit der Haltung dieser Art, nicht so richtig vorangegangen. Was mich doch mehr als betrüblich gestimmt hat. Meine Anliegen ist es, diese Art in Gefangenschaft nach zu ziehen. Sind Ameisen die es in einem Sommer von etwa 20 Arbeiterinnen auf grob 500 - 600 bringen. Ameisen die ein Vielfaches ihrer Arbeiterinnenanzahl an Nachwuchs aufziehen.
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Jungköniginnen
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Blick in eins von 2 Nestern, die sie bewohnen
Könnt Ihr Euch vorstellen was sie an Futter brauchen, um diese Larven zu versorgen? Hier die Kleinsten, die erst noch Ameise werden wollen.
Manica rubida
Alles was Mal eine Ameise werden will!
Ein kleiner Ausschnitt aus dem Nest
Sie sind immer durstig. Neben Wasser, das sie gerne aus Sandschichten saugen, stehen sie ganz besonders auf Zuckerwasser. Ohne zu übertreiben, mehr geht nicht.
Schnell findet sich eine größere Arbeiterinnenanzahl ein, um gierig zu trinken. Gut verdünnter Honig geht auch noch, purer Honig ist nicht ihr Ding, es sei denn, ihr lasst sie vorab hungern. Ob das allerdings für eine gute Entwicklung förderlich wäre, muss jeder für sich selber abklären. Manica rubida gehören zu den Ameisenarten, die gerade nicht benötigte Flüssigkeiten, schnell und ausgiebig abdecken. Dazu können sie alles gebrauchen, was sich bewegen lässt. Neben Sand und Erde müssen auch schon mal Bestandteile des Müllhaufens dafür herhalten. Müllhaufen ist nicht ganz richtig, gibt es lockere Erde oder Sand in ihrer Anlage, sind sie mit Eifer dabei, alles gut durcheinander zu mischen. Und weil sie sonst nichts zu tun haben, wiederholen sie diesen Vorgang Tag für Tag, sind halt Ameisen, die besonders gerne graben. Zähe Flüssigkeiten, die sie nur langsam aufnehmen können, werden gleich abgedeckt, wo wir wieder beim Honig sind. Also als Halter gleich mal überlegt ob sich das nicht ändern lässt? Werde sie schon kriegen, flugs ein Aststück geschnitten, das selbstständig steht, mit Honig beschmiert und in die Arena gestellt.
Na ja, was sie nicht wollen, wollen sie eben nicht, schaut selber.
Es machte ihnen keine Mühe den Honig am Ast zuzupacken. Hier das Endergebnis ihres Schaffens.
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Manica rubida eine Ameisenart die eine Winterruhe braucht? Gleich bleibende Temperaturen, gleiche Lichtintervalle, immer Futter wie bei meiner Haltung, sollten doch Voraussetzungen bringen die es einem Ameisenvolk ermöglichen die Winterruhe auszulassen. Beobachtungen in der Arena könnten zu der Erkenntnis führen, ja sie machen durch. Aktiv wie immer, durstig wie immer, Insekten wie immer und ihre unermüdlichen grabenden Tätigkeiten brauche ich erst gar nicht weiter anzusprechen. Das viele Futter lässt äußerlich betrachtet für mich nur 2 Interpretationen zu, sie ziehen weiter viel Nachwuchs auf oder sie bunkern das Zeug? Es muss schon eine genauere Betrachtung her und die geht nur mit Blick ins Nest. Ja tatsächlich Larven in allen Größen, die nur mit reichlich Aufwand zählbar wären. Mehrere Eierpulks und eine Königin mit dickem Hinterteil (physogastrischen Gaster), die nicht so aussieht, als ob sie die Eiablage eingestellt hätte. Doch irgendetwas stimmt nicht mehr, im Sommer sah es im Nest anders aus. Wo sind die Puppen? Neben Hunderten an Larven nur eine Hand voll Puppen, wie soll ich das jetzt verstehen? Euch ist klar, dass ich keine Möglichkeit auslasse, in die Nester meiner Ameisen zu gucken, macht ihr doch sicherlich auch so. So lässt sich das vorab Geschriebene weiter präzisieren. Bis auf wenige Ausnahmen hat die Larvenverpuppung Anfang Oktober aufgehört. Anfang November waren fast alle Puppen geschlüpft. Für mich das Erstaunliche, ihre Königin legt weiter Eier. Geschlüpfte Larven werden aufgezogen, verpuppen sich nur nicht mehr.
Klar dass sie deshalb weiterhin alles an Futter gebrauchen können, was ihr Halter ihnen in die Arena legt. Steckt dahinter die Strategie, so lange wie möglich verwertbares Futter einzusammeln und Larven aufzuziehen? Diese Art überwintert mit Larven, möglicherweise hätten sie durch die im Herbst noch aufgezogenen Larven einen Vorteil im Frühjahr? Dass sich aufgezogene Larven nicht verpuppen ist für mich ein klares Zeichen, das Manica rubida sich auf die Winterruhe vorbereiten. Ob sie bei durchgehender sommerlicher Haltung und guter Futterversorgung weiter Larven aufziehen, das können Andere herausfinden. Bei mir bekommen sie jetzt was sie einfordern, langsam tiefere Temperaturen für eine enthaltsame, kalte Jahreszeit. Mal schauen, was aus den vielen Larven wird? 20.12.2012 Ist nicht einfach Manica rubida in die Winterruhe zu bekommen, irgendwie wollen sie nicht. Neben den unzähligen Larven noch etwa 20 Puppen und die sollten noch schlüpfen. Erste Station, auf dem Weg zur Winterruhe, eine Temperaturabsenkung auf 17°C (Kellerraum). Funktionierte nicht so richtig, auch nach 3 Wochen weiterhin Larvenaufzucht und weiterhin einige Larven, die sich verpuppen. Weiterhin Futterannahme, nicht mal Ihre Sandbuddeleien in der Arena haben sie eingestellt. Lediglich die Bewegungsabläufe der Arbeiterinnen haben sich deutlich verlangsamt. Was nun? Eine weitere Temperaturabsenkung muss her, nur wie weit darf diese heruntergehen um den Puppen noch einen Schlupf zu ermöglichen? Muss ich möglicherweise drastischer die Temperatur absenken und die letzten Puppen abschreiben? 12.01.2013 Sie ruhen. Die letzten Puppen waren verschwunden, ob noch geschlüpft oder von den Ameisen verwertet, war nicht zu beobachten. Jetzt steht das Volk richtig kalt, selbst ein paar Nächte mit Frost haben sie schon erlebt. Ein paar Blicke ins winterliche Nest.
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13.03.2013 Sie laufen wieder oder anders gesagt, ihre Winterruhe ist vorbei. Dass ich kein Freund von langsamer Auswinterung bin mit langsam ansteigenden Temperaturen, dürfte schon aufgefallen sein. Mein Augenmerk liegt immer auf einer langen und langsamen Abkühlung als Vorbereitung auf den Winter. So richtig kalt hatten sie es ja auch schon nicht mehr als sie aus dem Keller in den warmen Raum kamen. Kellertemperatur 10°C, Raumtemperatur 24°C. Ab dem 2. Tag kam noch die warme Lampensonne in der Arena mit dazu. Was für eine Aufregung, hatte nicht lange gedauert, bis sich das rumgesprochen hatte. Alles, was durch das Eingangsloch passte, drängte neugierig ins Freie oder gleich wieder zurück. Selbst ein paar der unzähligen mit überwinterten Larven durften mit in die Lampenwärme.
Kaum zu glauben, sie haben gleich Hunger
Manica rubida, überaus muntere Ameisen die in der Haltung richtig Freude machen. Hört sich doch interessant an oder? Ja ist es auch, nur dafür müsst Ihr die passenden Haltungsbedingungen anbieten, sonst quält ihr diese Tiere nur, bis sie sterben. Zudem gibt es diese Art bei uns nur noch selten. Also nur Grund die Haltung dieser Ameisen nur zu versuchen mit entsprechenden Kenntnissen. Damit meine ich, detaillierte Kenntnisse über Ameisenhaltung erarbeitet zu haben nicht einfach nur mal so. 22.03.2013 Ein paar Tage ist ihre Winterruhe jetzt schon beendet und die haben sie erstaunlich schnell vergessen. Machen da weiter, wo sie vor ein paar Monaten genötigt wurden, aufzuhören. Na ja ist übertrieben, eine Winterruhe musste schon sein. Die mit überwinterten Larven sind schon prima gewachsen, alles andere hätte ich ihnen auch übel genommen.
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Schließlich vertilgen sie so einiges an Futter pro Tag, neben Insekten steht Zuckerwasser ganz hoch im Kurs. "Wenn die so weiter schleckern, kann ich bald eine Zuckerrübenfabrik aufmachen."
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Ist noch etwas zu früh, ihre Winterruhe zu beurteilen. Bis jetzt sieht es sehr erfreulich aus, nicht mal 10 tote Ameisen und ein paar Larven haben sie bis dato entsorgt. Die Ameisen, die es nicht geschafft haben, sind alles kleine Arbeiterinnen. Klein ist überhaupt die Frage? Habe ab und an das Glück, diese Tiere in der Natur beobachten zu können. Bewundert habe ich dabei immer die Größe einiger Arbeiterinnen. So über den Daumen gepeilt, 8 - 9 mm. Das Volk, über das ich hier berichte, hat dreimal nachgezählt, oje, etwas 500 Arbeiterinnen. Arbeiterinnen einer solchen Größe gibt es in meiner Haltung nicht. Da muss ich mit Geduld das Volk wohl erst noch auf eine größere Arbeiterinnenanzahl aufziehen. Möglicherweise wird das nie was, weil ich ihre Lebensbedingungen nicht passend bekomme. Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Die Größe der Arbeiterinnen lässt sich auch noch aus einem anderen Blickwinkel beleuchten. Dabei denke ich an gründende Königinnen. Die ersten Arbeiterinnen (Pygmäen), die sie selber aufziehen, sind winzig, etwa so groß wie normale Lasius niger, beobachtet in einem großen Volk. Bekommt Ihr ein Gründervolk Manica rubida mit größeren Arbeiterinnen, könnt Ihr davon ausgehen, dass es nicht die eigenen Arbeiterinnen der Königin sind. Normal ist das in Ordnung, hilft mehr Königinnen erfolgreich zu überleben. Was sich daraus nicht ableiten lässt, dass so ein Volk eine gesunde, begattete Königin hat. Das lässt doch hoffen, auf einen guten Start für diesen Sommer oder?
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Viele der Arbeiterinnen sind ständig in der Arena am Furagieren. Ist nicht ganz passend, sie wühlen und graben, Beschäftigung steht bei diesen munteren Insekten ganz oben auf dem Terminplan. Lediglich meine Bemühungen, ihr Nest den Winter über feucht zu halten, waren zu erfolgreich. Noch viel Feuchtigkeit im Nest, so feucht muss es nicht sein. Ihre Aktivitäten mit Worten zu beschreiben ist für mich nicht hinzubekommen. Um das ein wenig zu verdeutlichen ein Video.
Mal schauen ob unser Halter schon, was von Ausbruchsschutz gehört hat oder kollektiver Ausbruchsversuch?
Sie können prima laufen auf Holz, klettern selbst weit hoch auf langen Zweigen. Glas oder ihre kostengünstige Plastikarena bereiten ihnen doch sichtlich Mühe, um da an den Seitenwänden aufwärts zu kommen. Wenn Ihr jetzt meint, da könnte auf einen Ausbruchsschutz verzichten, dürft Ihr euch nicht wundern, wo Eure Ameisen geblieben sind. 30.03.2013 Die Ersten der mit überwinterten Larven haben sich verpuppt und damit der Nachschub nicht aus geht, ist die Königin fleißig dabei Eier zu legen.
Die mit überwinterten Larven sind nicht alle gleich groß, gleich alt. Neben den Larven, die sich jetzt schon verpuppt haben, gibt es viele Larven, die noch einiges an Zeit brauchen bis zur Verpuppung. Was sich jetzt schon erkennen lässt, aus einigen der Ersten verpuppten Larven, entwickeln sich Geschlechtstiere. 19.04.2013 Es gibt Verstärkung, erste Arbeiterinnen 2013 geschlüpft.
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26.04.2013 Heute nur aktuelle Manica rubida Nestbilder
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Viele verfärbte Puppen lassen bald auf reichlich Nachwuchs schließen. Sie ziehen Jungköniginnen und Männchen auf. Die Männchen sind schneller als die Jungköniginnen, jedenfalls was den Schlupf betrifft. Kleine Zwischensequenz Aktuelle Bilder einer Gründerkönigin, die ich gut über den Winter bekommen habe.
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Sie lebt in einem Gipsblock mit einer kleinen Kammer. Den Lehm, mit dem die Kammer ausgestrichen war, hat sie teilweise abgeknabbert und oben in den Übergang Gips/Scheibe gestopft. Leider hat dabei auch der Rest der Scheibe was abbekommen. Der Königin stört das nicht im geringsten, nur ich kann kaum was sehen. Die 2 Larven, die mit überwintert haben, hat sie dieses Jahr schon aufgezogen, gerade sind 2 Arbeiterinnen geschlüpft. Die aus den gleich nach der Winterruhe gelegten Eiern geschlüpften Larven sind auch schon kräftig gewachsen und verpuppen sich bald. Ist erstaunlich, wie aktiv die Königin dieser Art ist. In der Zeit, wo größere Larven zu versorgen sind, ist sie fast jeden Abend und in den Nachtstunden bei der Futtersuche zu beobachten. Selbst am Tage ist sie außerhalb des Nestes zu beobachten. Gerne trinkt sie bei ihren Ausflügen etwas Wasser oder Zuckerwasser. An Honig pur oder verdünnt, geht sie nicht. Zudem ist sie nicht besonders zimperlich, wenn es darum geht, ein Insekt ins Nest zu bringen. Kräftig, wie sie ist, zerrt sie auch eine normale Stubenfliege durch den engen Nestzugang. So eine Beute reicht ihr und ihren Larven für 2 Tage. Ein weiteres Gründervolk, dessen Königin es vor der Winterruhe noch geschafft hat, 2 Arbeiterinnen aufzuziehen. Die beiden Damen sind allerdings gerade nicht zuhause.
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Die Puppen sind hervorgegangen aus mit überwinterten Larven. Zu beachten, die vielen Eier. Die Königin dieses kleinen Volkes ist nicht mehr in der Arena zu beobachten. Möglicherweise ändert sich das wieder wenn die Larven aus den frischen Eiern geschlüpft sind. Allerdings müsste ich dann wohl schon sehr zurückhaltend füttern. In der Haltung ist sonst auch von 2 Arbeiterinnen schnell genügend Futter gefunden und eingetragen. Ein und ausgewintert wurden beide Völker zu gleichen Zeiten, was durchaus unterschiedliche Entwicklungen zulässt. 04.05.2013 Was soll das hier werden?
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Ist zurzeit, mehr als eine Freude einen Blick ins Nest dieser Ameisen zu werfen. Tag für Tag schlüpfen weiter Männchen und auch die Mädels (Jungköniginnen) ziehen jetzt nach. Die Jungköniginnen sind nicht mehr zu zählen, Männchen gibt es deutlich weniger. Die Geschichte ist noch nicht am Ende, gibt noch viele Geschlechtstierpuppen. Hatte früher geschrieben, dass ich in der Natur große Arbeiterinnen dieser Art beobachten konnte. Ist ein schöner Anblick, diese großen Mojorarbeiterinnen schlüpfen jetzt auch in diesem Volk. Eine Entwicklung die für all die Experimente, Mühen, Zeitaufwand entschädigt, um die passenden Haltungsparameter in Erfahrung zu bringen. Anstellen ist nicht. Ist die Fläche mit angebotenem Zuckerwasser, für diese immer Durstigen, nicht groß genug, gibt es Gedränge.
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Der Kohlenhydratbedarf eines größerem Manica rubida Volkes ist hoch, gereicht in einem Reagenzglas, gibt es ordentlich Gedränge.
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So eine Futterstelle ist doppelt abzusichern. Im Reagenzglas muss eine Vorrichtung vorhanden sein, die verhindert das Ameisen ertrinken. Auch ist, zumindest die Reagenzglasöffnung, möglichst hoch zu lagern, sonst versauen sie ganz fix die Lösung. Diese Art neigt ganz stark dazu, Flüssigkeiten abzudecken, schnell finden sich sonst Sand, kleinere Steine und Müll in der Lösung. Ein paar Bilder
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Sind empfindliche Ameisen. Ich schreibe es mal so, es gibt nur einen Versuch, ein Gründervolk dieser Art durch zubringen. Bekommt Ihr den nicht hin, sterben alle Arbeiterinnen und ihre Königin sitzt alleine da. Was aus der wird, lasse ich jetzt offen. Passen die Haltungsparameter, geht es mehr als schell voran mit der Nachwuchsaufzucht.
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3 - 4 Arbeiterinnen sind durchaus in der Lage richtig viele Larven aufzuziehen. Klar das für Euch da nicht nur Zugucken reicht. 12.06.2013 Die Mädels wollen hoch hinauf, mit anderen Worten, sie schwärmen. Erst intensiv mit den Fühlern geprüft, was Sache ist und dann ab.
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Tag für Tag am frühen Vormittag versuchen sie abzufliegen
25.06.2013 Futter ist zurzeit das Wichtigste überhaupt. Sie nehmen fast alles, was ich ihnen anbieten kann. Fliegen, selbst große Brummer, Mehlkäferlarven und Mehlkäferpuppen, frisch geschlüpfte Mehlkäfer müssen auch dran glauben. Tote Heuschrecken, Heimchen, zerteilte Schaben.
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Wenn Ihr euch jetzt fragt, wo sind sie hin mit den Mehlkäferlarven, guckt hier.
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Was sie nicht am Stück transportieren können, wird vor Ort in kleinere Teile zerlegt und das geht erstaunlich schnell. Das Geheimnis, das dahintersteckt, es machen sich viele Arbeiterinnen ans Werk der Zerkleinerung. Selbst der Nachwuchs anderer Ameisenarten wie die Puppen von Lasius niger, Lasius flavus begeistert sie.
Letztes Jahr war ich noch der Meinung, das neue Nest derartig groß gebaut zu haben, das es für das Volk für immer reicht, heute bin ich mir nicht mehr so sicher. Nach dem die Jungköniginnen nicht mehr im Nest herumlungern gibt es wieder mehr Einblick. Fast alle Kammern sind gefüllt mit Larven in unterschiedlichsten Größen. Puppen gibt es fast keine mehr. Eier auch nicht, im Gegensatz zum letzten Jahr hat ihre Königin die Eiablage zurzeit eingestellt. Sollten sie es dieses Jahr hinbekommen, sich ohne meine Hilfe, passend auf die Winterruhe einzustellen? Na ja ist ja noch Wochen hin, mal schauen, was noch passiert. Die kleinen Völkchen Manica rubida, darüber hatte ich zwischendurch geschrieben, haben sich sehr gut entwickelt.
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Wie zu sehen, auch ein kleines Volk ist nicht abgeneigt, Lasius niger Puppen als Futter zu verwerten. Die kleinen Nester in dem sie überwintert hatten, reichten nicht mehr, sie mussten zwischenzeitlich umziehen. "Mussten" passt nicht so richtig, diese Art hat keine Probleme mit Umzügen, das bekommen sie locker ohne Nachhilfe des Halters auf die Reihe. Was sie eintragen, kommt irgendwann irgendwie wieder raus. Ordentliche Ameisen legen auch einen ordentlichen Müllhaufen an, na ja das war nicht immer so.
Und wie zu sehen, auch diese Ameisenart lebt nicht ewig. Ihre Toten packen sie genau so auf den Müll wie alle anderen Dinge, die sie nicht weiter verwerten können. 03.07.2013 Ein paar Jungköniginnen und Männchen habe ich in ein kleines Becken gesetzt. In den Vormittagsstunden werden sie reichlich munter, laufen aufgeregt umher. Na ja wenn den Mal die Sonne scheint, sonst ist Ruhe und sie sitzen fast bewegungslos irgendwo am Beckenboden.
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Das geht jetzt schon 3 Wochen so. Begattungen, nicht mal ansatzweise Begattungsversuche waren zu beobachten. Um sie bei Laune (am Leben) zu halten, gibt es Trinkwasser und ein wenig Zuckerwasser. Oftmals beobachtet, dass ausgeschwärmte Männchen bald starben. Die von Manica rubida sind immer noch gut drauf. Vor ein paar Tagen hat sich eine Königin die Flügel abgebrochen und versucht sich ein zu graben. Auch wenn ich davon ausgehe, dass sie nicht begattet ist, gab kein totes Männchen, habe ich sie herausgefangen und in ein kleines Becken mit Gipsnest gesetzt. Interessant, wie sie sich weiter verhält, dürfte es allemal werden. Das Gipsnest hat sie schnell gefunden und ist eingezogen. Das Gipsnest war schon vorab zu sehen, das Volk was darin wohnte hatte darin nicht mehr genug Platz und ist ausgezogen. Gipsnester lassen sich durchaus wieder verwenden.
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Auch für sie gibt es gelegentlich Zuckerwasser und zusätzlich eine kleine Fliege. Schauen wir mal, was sie weiter so treibt? Ein paar Bilder
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Youtube-Video In den Foren ist nachzulesen, dass es diese Art besonders feucht braucht. Was ist damit eigentlich gemeint? Tropfnass oder gerade mal so leicht feucht? Anfangs habe ich auch versucht Manica rubida gut feucht unterzubringen, damit ist meine Haltung mehrfach "baden" gegangen. Hier ein kleines Experiment, um zu zeigen, wo diese Art leben möchte, wenn sie zwischen fast Nass bis nur leicht Feucht wählen können. Ein 3 Kammer Nest, das ganz rechts richtig feucht ist und ganz links kaum noch Feuchtigkeit anbietet.
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Die Königin war auch in der ganz linken Kammer, bis ich sie mit Licht aufgeschreckt hatte. Hier die rechte Kammer, hoffe die darin herrschende Feuchtigkeit ist zu erkennen.
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Hier die linke trockenste Kammer, in der sie ihren ganzen Hausstand untergebracht haben.
Eier, Larven, Puppen und Futterinsekten, alles nach Ameisenart geordnet. Habe mich schon länger gewundert, wo sie nur die vielen Fliegen lassen, denke die Bilder erklären es. Manica rubida hat einen hohen Futterbedarf und der viele Nachwuchs hält seine Betreuerinnen ordentlich im Gange.
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Etwa 3 Jungköniginnen von mehr als Hundert haben sich, warum auch immer, ihre Flügel abgebrochen. Ein Verhalten das sie mit ihrem Leben bezahlen mussten. Wurden herumgezerrt, gebissen bis sie starben. 03.08.2013 Die unbegattete Jungkönigin hockt noch immer in ihrem kleinen Gipsnest. Gelegentlich ist sie in den späten Nachmittagsstunden zu beobachten, wie sie im Zickzackkurs durch ihre kleine Arena läuft bis sie am Zuckerwasser vorbei kommt. Nicht ganz vorbei, erst wird ein kleiner Schluck genommen. Insekten, welche ich gelegentlich anbiete, ignoriert sie. Die Legepause der Königin, des großen Volkes, war nur von kurzer Dauer. Im geringer Anzahl kommen jetzt ständig neue Eier dazu. Das verhalten dieses Volkes ist nicht mehr so wie letztes Jahr. Sieht danach aus, das sie schon auf den kommenden Winter umstellen. Nur noch wenige Larven werden bis zur Verpuppung aufgezogen. Der überwiegende Anteil bleibt klein, wächst nicht mehr. Letztes Jahr konnte ich fast nicht genug Insekten anbieten, dieses Jahr ist das Interesse mehr als deutlich geringer. Das hält sie allerdings nicht davon ab eine Mehlkäferlarve zu vernaschen YouTube-Video Ganz anders sieht es bei den Gründervölkern mit Königinnen vom letztem Jahr aus. Die sind ständig auf der Suche nach Insekten und ziehen an Nachwuchs auf was sie pflegen und versorgen können. Wenn die alle geschlüpft sind ist das Haus voll und ein Anbau muss her.
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Was würden dies Ameisen nur machen, wenn sie nichts hätten worin sie graben könnten? Feiner Kies, ab und an gut befeuchtet und sie sind gleich bei der Sache.
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Allerdings buddeln sie darin auch ihren Müll mit ein. Das mitunter soweit aufgetürmt das in einer flachen Arena der Ausbruchsschutz am oberen Rand ausgehebelt werden könnte. Zudem muss diese Kies/Müllansammlung auch mal entfernt werden. 24.08.2013 Bilder von einem Volk, das mit 2 Arbeiterinnen und ein wenig Brut ausgewintert wurde. Durch die gute Entwicklung des Volkes war ein erneuter Umzug nötig.
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Die Hektik und das Durcheinander das im Video zu sehen ist, war nur ein Versehen. Bin etwas heftiger (Erschütterung) an das Nest gekommen. So eine Störung mögen diese Ameisen nicht und reagieren mit Panik. Leichter, plötzlicher Lichteinfall stört sie kaum Ein Umzug ist bei dieser Art kein Problem, das kann richtig schnell gehen. Eine "schwangere" Königin.
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Denke Euch ist klar wie das gemeint ist. Das Manica rubida sehr lebhafte Ameisen sind, habt Ihr sicherlich hier schon herausgelesen. Das es diese Art in kurzer Zeit auf reichlich Arbeiterinnen bringt, auch. Bedenkt das dafür auch eine größere Anlage nötig wird. Es muss nichts besonderes, teures sein, einfache Plastikschalen aus dem Baumarkt reichen. Nur es wird Platz gebraucht, um die Lebhaftigkeit dieser Tiere richtig beobachten zu können. Einen Zwischenweg, der die Entwicklung, den schnellen Anstieg der Arbeiterinnenzahl begrenzt, gibt es aus meiner Sicht nicht. Passen die Haltungsbedingungen, geht es flott voran, passen sie nicht, ist ein Untergang des Volkes einzukalkulieren.
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04.10.2013 Es ist ruhig geworden, kaum noch Ameisen in der Arena des großen Volkes.
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Frisch gehäutete Mehlkäferlarven, wo ich mich im Sommer des Öfteren gedacht habe, wo lassen sie die alle, lassen sie jetzt einfach liegen. Ab und an eine saftige Fliege, mehr ist nicht. Mit ein paar Tropfen Zuckerwasser lassen sie sich noch locken. Im Gegensatz zu den Mengen, die sie im Sommer aufgesogen haben, sind das wirklich nur ein paar Tropfen. Die Gaster (Hinterteil) der Königin hat sich auf normale Größe reduziert. Das hält sie allerdings nicht davon ab, noch wenige Eier zu legen. Larven gibt es in allen Größen.
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Soweit ich es beobachten kann, wachsen sie nicht mehr. Genau ist das nicht feststellbar, sind einfach zu viele und zudem stapeln die Arbeiterinnen diese ständig um. Einige Larven sind allerdings noch der Ansicht, dass sie dieses Jahr noch Ameise werden wollen, sprich sie verpuppen sich. Puppen, in geringer Anzahl, sind weiterhin vorhanden.
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"Fensterputzen" gehört nicht zu den Verhaltensweisen dieser Ameisen, ist nicht mehr möglich passende Nestbilder hinzubekommen.
Letztes Jahr musste ich dieses Volk noch zur Winterruhe nötigen, dieses Jahr bekommen sie es von alleine hin. Es ist soweit, für ein paar Wochen leben sie jetzt im Keller. Tiefere Temperaturen helfen ihnen, um sich in Ruhe auf die kalte Jahreszeit einzustellen. Später wird ab und an für ein paar Tage ihre Frostresistenz abgefordert im Winterquartier Gartenhaus Es ist wichtig, die Abkühlung nicht in ein paar Tagen durchzuziehen. Sie brauchen Zeit um sich auf die Winterruhe vorzubereiten, ihren Stoffwechsel umzustellen. Eine Prozedur, die mehrere Wochen in Anspruch nimmt. 4 - 5 Wochen sind dabei nicht übertrieben. Nur meine einjährigen Volker (Gründung letztes Jahr) haben es noch nicht mitbekommen, das es bald Winter wird. Nachen immer noch das, was sie den ganzen Sommer über gemacht haben, Nachwuchs aufziehen, was immer geht. Ist meine Überlegung eines dieser Völker bei warmen Temperaturen und reichlich Futter, weiter machen zu lassen. 02.11.2013 Aggressive Ameisen, irgendwo in den Foren gelesen, ist dem so? Wie auch immer solche Texte zu deuten sind, haben diese Ameisen viele hungrige Larven im Nest gehen sie ausdauernd und zielstrebig ran. Ein kleines Video schaut selber. YouTube-Video Gehen ganz schön zur Sache diese Ameisen. Packen richtig zu, beißen und setzen ihrer Beute nach, falls sie die nicht gleich richtig zu packen bekommen. Ein weiterer hilfreicher Vorteil, sie verstehen es als Team, Beute zu machen. Weiter ist nachzulesen, dass sie ihre Beutetiere stechen, habt Ihr das im Video gesehen? Was sie in Video versuchen zu erwischen, sind frisch geschlüpfte Fliegen deren Exoskelett und Flügel noch nicht ausgehärtet, können noch nicht fliegen. Was für ein Pech für diese Tiere, grausam wie die Natur so ist. Wie schon letztes Jahr, auch dieses Jahr das gleiche Problem. Es ist zermürbend diese Ameisen davon zu überzeugen, das es Zeit für eine Winterruhe ist. Über Wochen, Schritt für Schritt die Temperatur absenken, oh mann das dauert. Anders geht es nicht, sonst gehen die nicht gerade wenigen Puppen verloren. Ein Volk, Gründung letztes Jahr, hat in meiner Haltung noch immer Sommer. Was die treiben, könnt Ihr Euch sicherlich denken. Warme Temperaturen (um 24°C) und reichlich Futter. Keine Spur, dass sie vorhaben in Winterruhe zu gehen, machen weiter wie in den letzten Monaten. Auch ihre Königin ist weiter gut drauf, legt weiterhin Eier und davon nicht gerade wenige.
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Wo soll das nur hinführen? Neugierig, wie ich nun mal bin, lasse ich sie einfach weiter machen, gucken wir mal, was wird? Nicht alles was ich bei meiner Ameisenhaltung veranstalte macht immer Sinn. Was hier wird, ist offen. Gönnt euren Ameisen die Winterruhe. Ein paar aktuelle Bilder aus ihrem Nest.
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Alle bis jetzt geschlüpften Arbeiterinnen sind kaum größer als die Arbeiterinnen unserer Myrmica rubra. Zum Ende des 2. Jahres fangen Manica rubida an, größere Arbeiterinnen aufzuziehen.
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Eine gute Entwicklung den Sommer über, mit vielen neuen Arbeiterinnen, dazu weiterhin viele Larven und Puppen, zeigen schnell die angenehmen “Schattenseiten” einer Ameisenhaltung auf. Es muss schon wieder ein neues Nest her, das hier wird es werden.
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