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Messor cf. maurus 06.12.2008

Auch hier ein kleines Update, das überwiegend aus Bildern besteht und dazu ein kleines Video.
                                         
Die Ameisenart gehört zu meinen Lieblingsameisen, unkompliziert in der Haltung und wenig Ausbruchsdrank.
Das bedeutet nicht das sie nicht in großer Zahl mit einer gut belebten Ameisenstraße auf Erkundung gehen,
wenn sie Gelegenheit dazubekommen.
Eine bodenständige Ameisenart die sich recht unbeholfen an Glasscheiben bewegt diese dennoch erklettern kann.
Über die Jahre, die ich sie jetzt halte und beobachte, gab es keine Anzeichen für eine Winterruhe.
Schwankungen in der Menge der vorhandenen Larven und Puppen, ja, einen wirklichen Einbruch gab es nicht.
Bekommen sie reichlich und durchgehend Proteinfutter, ziehen sie unzählige Geschlechtstiere auf,
ca. 95% sind davon Jungköniginnen, Männchen gibt es nur wenige.
                              
Wie alle Messorarten die ich halte oder gehalten habe,
auch Messor cf. maurus machen da keine Ausnahme, sie sind Schweinigel.
                                  
Nicht so schlimm wie barbarus aber durchaus in der Lage mir den Durchblick in die Arena zu erschweren.
Anders im Nest, hier herrscht Ordnung, Nestbeschmutzer sind sie nicht.
               

               
Wo sind die Körner?
Der ganze Nestbereich, auf den Bildern und nicht ein Korn?
Die Gattung Messor ist bekannt dafür das sie Körner sammelt diese zerkleinert und davon gut leben kann.

Über die Jahre haben sich Grünalgen breitgemacht, für diese Ameisen kein Problem.
 
Auch wenn nichts davon zu sehen ist, die Algen lassen Rückschlüsse auf die Feuchtigkeitsverhältnisse im Nest zu.
So sollte es sein, feucht und nichts davon zu sehen, kein Kondenswasser an der Scheibe.
Auch eine Beobachtung, ein Gipsnest ist haltbar und kann einer richtig großen Ameisenkolonie viele Jahre als Unterkunft dienen.

Video      Video2                 

Diese Messorart habe ich mal als Messor maurus bekommen.
Bin eher Praktiker, Artenbestimmung ist nicht unbedingt mein Ding, ehrlich gesagt stehen für mich Herkunft
und Haltungsbedingungen im Vordergrund.
Könnte sich bei diesen Ameisen auch um eine Messor hesperius handeln, zumindest um eine ähnliche Art.
Im Sommer habe ich eine kleine Kolonie hesperius im Reagenzglas erhalten mit einer Handvoll Arbeiterinnen.
Auch sie entwickeln sich gut.
Hier sind sie 2 Monate später, kurz vor dem Umzug ins externe Gipsnest.
                                        
Das sie hier so zahlreich furagieren liegt an meiner trocknen Haltung.
Gibt es dann mal Regen, sind sie für kurze Zeit beim Trinken zu beobachten.

Hier sind sie gerade eingezogen.
                      
Wie meistens bei mir ein Gipsnest mit Lehm ausgestrichen, Ytong ginge genau so gut.
Ist noch reichlich groß, bin mir sicher, sie bekommen es hin.

Eine muntere Truppe, die mir viel Freude bereitet, hier haben sie eine Fliege ins Nest gezerrt.
                                 

Wie schon angesprochen, sie entwickeln sich gut, hier seht ihr sie heute.
                              
Kleine Körner, große Körner, sie raffen alles zusammen.
Sind jetzt um die 200 Arbeiterinnen.

14.12.2008
Muntere Ameisen, die mich immer aufs Neue begeistern.
So recht kann ich da keine Pause mehr erkennen, es ist wohl als eine der Verhaltenstörungen in der Haltung einzuordnen.
Gute Bedingungen, Klima immer passend und Futter so wie gebraucht,
diese Ameisen versuchen daraus was für ihre Arterhaltung zu machen.
Die alten Geschlechtstiere noch nicht gestorben, es gibt schon wieder Neue.
                    

22.12.2008
Habe sie nicht besonders gut erwischt, selten das ich sie im Gewimmel überhaupt mal zu sehen bekomme.
              
Die älteste Ameise und Nestgründerin des Volkes, praller Gaster, frisch gelegte Eier, umringt von Arbeiterinnen.

Hier die Nestkammer, wo ich sie entdecken konnte.
           
Die hellen, orangenen Ameisen sind frisch geschlüpft.

23.12.2008
Nur kurz um häufig an mich gestellte Fragen zu beantworten.
Ameisen der Gattung Messor (bezogen auf die derzeit Angebotenen) neigen dazu ihre Anlage zu verschmutzen.
Um es nochmals zu verdeutlichen, schaut selbst.
                  
So sieht eine Scheibe nach 14 Tage nicht putzen aus.
Schöne Schweinerei haben sie veranstaltet, nur meine Messor barbarus können es noch schlimmer.

Eine weitere Frage, wie entwickeln sich die kleine Kolonie Messor hesperius?
                             
Geht gut voran, viele Larven und Puppen lassen bald auf eine größere Kolonie hoffen.
Und wie zu sehen, Körner bunkern sie auch gerne.
Falls eure Ameisen ihre Körner überall hinschleppen nur nicht ins Nest, dann ist es dort zu feucht.

Kleines Update Messor hesperius 03.01.2009
In den letzten Tagen waren sie besonders verfressen, gleich zur Stelle bei Insekten.
Proteine waren besonders gefragt.
Ein Blick ins Nest und die Gründe wurden deutlich.
Nicht wie gedacht besonders viele Larven für einen weiteren Entwicklungsschub,
             

nein sie haben noch mehr vor.

    
Große tropfenförmige Larven, sie ziehen Jungköniginnen auf.
Reichlich früh für eine doch noch junge Kolonie, in der Ameisenhaltung verwundert mich fast gar nichts mehr.
                               

18.01.2009 Messor cf. maurus

                        
Das diese Ameisen keine Ruhephase einlegen, habe ich schon oft geschrieben.
Ständig wuseln sie munter in der Anlage, alles wie immer.
Hier ein paar Bilder, die ich gerade in der Arena gemacht habe.
                 
Es gab Eigelb, was diese Tiere in Massen eintragen (bezogen auf eine große Kolonie).
Sie bröseln es weiter auf sieht dann aus wie von ihnen zerkaute Körner.
Ob sie Eigelb verwerten können, entzieht sich meiner weiteren Beobachtung.
Am Ende ist alles so klein zerlegt das nicht mehr zu erkennen ist, was es mal war.
Allein aus der Tatsache, dass sie immer wieder gerne rangehen, leite ich ab, sie können Eigelb verwerten.
 

                           

Bei den Arbeiterinnen gut sichtbar, viele verschiedene Größen,
die richtig großen Majoren mit kräftigen Köpfen und Mandibeln wie bei Messor barbarus zu beobachten, gibt es bei dieser Art nicht.
Wie immer tummeln sich Jungköniginnen in der Arena, wie zu sehen, mit und ohne Flügel.

Dazwischen immer ein paar wenige Männchen.
Die Jungköniginnen leben auch ohne Begattung lange und ordnen sich in das Leben der Kolonie ein.
Gibt keine Zeit mehr ohne Geschlechtstiere.
                      

Was für eine Aufregung, ziellos durcheinander, alles was Beine hat, unterwegs in der Arena.
Einer der schönsten und auch seltensten Momente in der Ameisenhaltung.
Vieles muss passen und zur gleichen Zeit zusammentreffen, damit sie schwärmen.
IMG_7495_Video                                  

28.01.2009
Reichlich Gewusel, denn heute gab es Körner.
  
Eine Mischung für kleine Nager, diese vielseitige Körnerzusammenstellung kommt gut an.
              
An der Tränke könnt ihr sehen, kein Platz mehr frei, sie sind immer durstig.
                           
Hängt auch ein wenig damit zusammen das ich sie sehr trocken halte.

Auch hier ein aktuelles Nestfoto der Messor hesperius Kolonie.
                         

Wie es mit der Messor hesperius Kolonie weiter geht, könnt ihr   hier lesen.