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Messor cf. maurus Update 06.05.2008

Nach wie vor gehören sie zu meinen pflegeleichtesten Ameisen und leben in einer stabilen Koloniengröße.
Neu geschlüpfte Ameisen und natürliche Todesfälle halten sich in etwa in Waage.

                          
Sie sind gerade wieder dabei neue Geschlechtstiere aufzuziehen, gut zu sehen an den großen dicken Larven.
          
Zu 90% ziehen sie Jungköniginnen auf, Männchen sind nicht besonders gefragt.
In dieser Zeit nehmen sie gerne überreichlich Insekteneiweiß.

                              
Schränke ich hier ein, ziehen sie weniger und sehr kleine Königinnen auf.
Bei reichlich Eiweißfutter nimmt es kein Ende mit der Geschlechtstieraufzucht, um den ein Ende zu setzen,
bleibt nur die Fütterung mit Insekten ein paar Wochen ganz einzustellen.


Ihre Jungköniginnen leben lange und Ihr Schicksal verläuft recht unterschiedlich.
Nach einigen Wochen brechen sie Ihre Flügel ab, Einige sterben, Einige erlegen sich gegenseitig,
Einige werden von den Arbeiterinnen getötet,
Einige verhalten sich wie Arbeiterinnen.
Jedenfalls sind ständig ungeflügelte Jungköniginnen in der Kolonie.
Einige von Mir markierte Königinnen sind jetzt schon mehr als 6 Monate zu beobachten.

Habe es schon öfters geschrieben, sie können vieles als Futter gebrauchen.
Hier versuchen sie sich an Teichfischfutter, es stört sie nicht das es reichlich groß ist,
nur eine Frage der Zeit, bis sie es klein haben.

               

Mutige Ameisen, die an richtig große Insekten gehen wie hier an eine Heuschrecke,
ein Insekt, das um ein Vielfaches größer ist als diese Ameisen.
                  
Was auf den Bildern nicht gleich zu sehen ist, so eine Riesenbeute muss Tod sein.

18.07.2008 Lebenszeichen.
Wie schon berichtet, einfach zu haltende, muntere Ameisen.
Bei Reinigungsarbeiten, die mir immer viel Freude bereiten, oder sollte ich schreiben, den Ameisen besondere Freude bereiten?
Wie dem auch ist, kaum habe ich angefangen gibt es Hochbetrieb.
Normal halten sich diese Ameisen überwiegend im externen Gipsnest und in dem Borkenstapel auf.
Kaum tut sich was in Ihrer Anlage, sind sie gleich begeister mit dabei.
Viel Zeit bleibt mir nicht um etwas sauber zu machen, unzählige Ameisen strömen in die Arena,
eifrig bemüht mir mein Vorhaben zu vermiesen.

 
Den Gipsblock hatte ich gedacht als Kornspeicher, sah anfangs auch gut aus.
Seitdem der Borkenstapel in der Arena ist, bunkern sie dort Ihre Verpflegung.

Rückblickend leben diese Ameisen jetzt seit 31 Monaten bei mir, mehr als zweieinhalb Jahre.
Eine Zeit, die ohne Probleme verlaufen ist, die zeigt, dass es möglich ist, auch eine große Kolonie zu halten,
zu betreuen und so unterzubringen das Sie ohne Krankheiten und abnormales Verhalten überleben.


02.08.2008
Neues gibt es nicht zu berichten, läuft wie gehabt, ein paar Bilder aus dem Nestblock.
 

        
Die dicken, tropfenförmigen Larven werden Jungköniginnen, geht wieder auf die Schwarmzeit zu.
Im Laufe der Zeit haben sich Grünalgen breitgemacht, die der Kolonie nicht schaden.

22.10.2008
Die Jungköniginnen sind längst geschlüpft und ihr Leben verlief, wie auch schon gehabt.
Einige sind gestorben und wurden auf dem Müll entsorgt, Andere noch geflügelt unterwegs.
Und auch wieder Königinnen die ihre Flügel abgebrochen haben und in der Kolonie leben.
Leider ist es mir nicht möglich zu beobachten, wie lange diese Königinnen leben.
Die Geschlechtstiere sind so langlebig das auch in Aufzuchtpausen ständig welche vorhanden sind.
Männchen wurden diesmal nicht aufgezogen.
In dieser längeren Zeit, die sie schon bei mir leben, haben sie keine Ruhephase eingelegt.
Zwischendurch zu beobachten, Zeiten, in denen weniger Nachwuchs aufgezogen wurde.
Genau betrachtet führe ich diese Entwicklung auf eine reduzierte Insektennahrung zurück,
welche ich immer wieder durchführe um die Aufzucht von Geschlechtstieren zu unterbrechen.
Ist nur eine Schlussfolgerung meinerseits, mehr nicht.
Körner enthalten Eiweiß, bleibt die Frage offen in welchen Umfang sie Insekten brauchen.
Bei mir bekommen sie davon, bis auf Zeiten der Zwangsreduzierung, reichlich.
Insekten werden gerne genommen, es ist allerdings nicht feststellbar, was sie letztendlich davon verwerten.
Das trifft auch auf andere Futtermittel zu, die emsig zerlegt und eingetragen werden,
wie z. B. gern genommenes Eigelb.
Ist ja reichlich zu lesen, was da schon alles angeboten und eingetragen wurde.
Rede mir selber auch immer ein, das Futter, dass sie annehmen auch verwertet wird.
Alles, was sie zwischen die Mandibeln bekommen wird, klein geschrotet, ist nur selten noch zu erkennen,
was es mal war, wenn sie es auf dem Müllberg entsorgen.
Letztendlich keine aussagekräftige Kontrolle und Bewertung möglich, was wirklich gefuttert wird.
Bin mir sicher, die Entwicklung, das Verhalten dieser Ameisen sehe ohne Insekten zur Genüge, anders aus.
Die Koloniengröße ist weiterhin stabil, Nachwuchsschlupf und natürliche Sterbefälle halten sich in etwa in Waage.
Wobei die natürliche Sterberate sich auch nur auf meine Haltung beziehen kann, in der Natur
läuft es wahrscheinlich anders ab.
Fragt mich jetzt nicht, wie groß die Kolonie ist, zählen nicht möglich.
Mit den Bildern in diesem Bericht könnt Ihr das bestimmt nachvollziehen.
Bis auf den Missstand, das diese Tiere versuchen mir den Einblick in ihr Leben zu verdecken,
in dem sie gerne die Scheiben zukacken, das besonders wenn sie mal zuckerhaltige Lösungen
bekommen leben sie sehr reinlich.
Tragen immer noch ihren gesamten Müll in ein kleines 30 x 20 x 20 cm-Becken.
Es stört sie auch nicht, dass sie dazu durch einen 2,5 Meter langen Schlauch laufen müssen.
Das Becken sieht alles andere als fotogen aus, bis auf die Müllentfernung ist es nicht sauber zu halten.
Zuckerhaltige Lösungen bekommen sie bei mir nur selten, geht auch vollkommen ohne.
Auch hält sich die Begeisterung in Grenzen, wenn es mal Honig- oder Zuckerwasser gibt.
Bei meiner doch trockenen Haltung, trinken sie viel Wasser, stehen meistens 2 Vogeltränken in der Arena.
Die Arena selber befeuchte ich nicht, auch den Nestblock halte ich nur gering feucht.
In den Foren ist immer öfter zu lesen, Ameisen halten ihr Nest selber feucht, wenn sie Trinkwasser zur Verfügung haben.
Halte ich nur für eine gefährliche Verallgemeinerung, die euren Ameisen das Leben kosten kann.

02.11.2008
Ameisen, die mir weiterhin viel Freude bereiten, Koloniengröße stabil ohne Veränderungen.
Hier habe ich sie richtig rangekriegt, ordentlich zu arbeiten.

                             
Für eine große Kolonie kein besonderes Problem, ein halbes Eigelb zu zerlegen.
                       
Wenn sie erst mal dabei sind, machen sie ganze Arbeit, nach ein paar Stunden ist die Platte leergeputzt.