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Anlage selbst gebaut eine kleine Anleitung.

Es gibt viele Möglichkeiten für die Unterbringung der Ameisen etwas Brauchbares anzufertigen.
Nester aus Gips oder Ytong in die Arena gestellt, nehmen Platz weg und versperren die Sicht.

Hier der Bau einer Anlage, der einfach ohne größeren Aufwand zu machen ist und die
Nutzung der ganzen Bodenfläche als Arena zulässt.

Als Erstes wird das Nest angefertigt, hier aus Gips, Ytong ist genauso möglich.
Auf eine ebene Platte (Glas, Kunststoff) kommt ein Holzrahmen entsprechender Größe.
Damit er nicht verrutscht und der Gips nicht durchläuft, ist unten rundherum ein Kreppband geklebt.
Die späteren Nestkammern und Gänge werden aus Styropor gefertigt und im Holzrahmen platziert.
Passt alles, sind die Styroporteile festzukleben.
                      

Ich verwende dazu Holzleim, der haftet nicht besonders,
auf den angeführten Unterlagen und lässt sich später gut trennen.
Außerdem greift er Styropor nicht an.
Styropor gibt es in verschiedenen Dicken, die kombiniert eingesetzt verschiedene Kammertiefen ergeben.
Aus Holz, Styropor und Gips lassen sich so viele denkbare Ausführungen herstellen.

Das Ganze wird mit Gips ausgegossen.
                        

Nach dem der Gips ausgehärtet ist, dauert ca. einen Tag, wird der Block von der Unterlage genommen.
                   

Styropor mit einem Schraubendreher herauskratzen.
                               

Ohne viel Staub, mit einfachen Mitteln sind so sehr variable Nester machbar.


Im Nestblock steckt noch viel Wasser, ein paar Tage Trocknung sind noch nötig.
Soll es schneller gehen, kommt der Nestblock für 30 Minuten bei ca. 50 °C in den Backofen.
Anschließend bei offener Tür abkühlen lassen.
Nochmals 30 Minuten mit ca. 100°C backen und wie gehabt abkühlen lassen.
Das reicht meistens schon.

Eine Glas- oder Plexiglasplatte auf den Block und fertig ist das Nest.
Plexiglas lässt sich mit der Laubsäge gut sägen, solange an beiden Seiten die Schutzfolie noch vorhanden ist,
sonst hilft Wasser an der Schnittstelle.

Plexiglas auf Gips oder Ytong geklebt ergibt keine besonders feste Verbindung.
Mehr Sicherheit bringt eine zusätzliche Befestigung.
So wie Ytong bricht auch Gips leicht aus, wenn die Platte mit Schrauben befestigt wird.
Mit Vorbohrungen für die Schrauben geht es besser.

Hier wird der Gipsblock ohne Platte verwendet, direkt mit Silicon in den unteren Teil eines Glasbeckens
an die Scheibe geklebt.
       

Links ist der Wassertank eingebaut, dessen Größe je nach benötigter Feuchtigkeit variiert werden kann.
                       

Die beiden Vierkanthölzer dienen als Abstützung der Platte, die als neuer Boden eingesetzt wird.
Die Platte besteht bei mir meistens aus Plexiglas.
                 

Ist sie aus Metall, ergibt sich eine gute Möglichkeit eine Folienheizung unter den neuen Boden zu befestigen.
Diese erwärmt den Arenaboden und ein wenig die Luft im unteren Teil des Beckens und somit das Nest.

Der Platz hinter dem Gipsblock bleibt leer, ist gut nutzbar für etwas Elektronik, wie z. B. eine Heizungsregelung.
Allerdings sind dazu Löcher im Glas erforderlich.
Für Ameisen, die in der Lage sind, Gips oder Ytong durchzubeißen, ist auch die Rückseite des Nestblockes zu sichern.
Das ist machbar durch ein feines Drahtgewebe oder eine Kunststoffplatte (Plexiglas).
Wie zu sehen ist, reicht die neue Bodenplatte nicht ganz über das Gipsnest.
Verspreche mir davon einen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch.
Das Rohr ist nur eine denkbare Möglichkeit um Wasser in den Tank zu geben.

Je nach Ameisenart kann jetzt die Arena, oberer Beckenteil eingerichtet werden.

Noch ein Deckel drauf und die Ameisen können einziehen.

Den Deckel baue ich meistens auch aus Plexiglas, gibt mir selber die Möglichkeit,
die Öffnungen einzuarbeiten, die ich brauche.
Allerdings hat Plexiglas auch den gravierenden Nachteil, es verschrammt leicht.
Mit einem feuchten, leicht nassen Tuch sind vorsichtige Reinigungsarbeiten möglich.

Der Alurahmen ist hier bündig an das Glasbecken geklebt mit Aquariumsilicon.
Die Klebestellen des Aluprofils habe ich mit 60 Schleifpapier aufgeraut, das hält prima.
Die Plexiglasplatte ist quasi nur aufgelegt.
Damit sie nicht verrutscht sind immer ein paar Schrauben vorhanden.
So eine Abdeckung ist wieder entfernbar und so dicht,
das auch kleinere Ameisen wie Lasius niger oder Pheidole pallidula nicht raus kommen.
Für die Plexiglasplatte ist eine Dicke von 5 mm gut geeignet.
Dünnere platten verziehen sich leicht, da helfen mehrere Verschraubungen.


In den Deckel eingearbeitet ist ein Sieb als Belüftung und eine Eingriffsmöglichkeit.
Diese wird rundherum noch mit einem Rutschmittel gesichert.
So brauche ich nicht die ganzen Beckenoberkanten einzukleistern.
              

Dieses kleine Becken, das mir hier als Model fungierte,
ist jetzt der Lebensraum für meine kleine Kolonie Rhytidoponera metallica.

Größer gebaut verwende ich diese Bauart für Lasius niger, Camponotus substitutus,
Messor barbarus, Pheidole pallidula......................

Zum Schluss noch ein besonderer Hinweis.
Diese Konstruktion verdunstet nur wenig Wasser, daraus ergeben sich lange Nachbefeuchtungsintervalle.
Also seit vorsichtig mit dem Befüllen des Wasserspeichers, nur wenig reingeben und beobachten.