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Camponotus ligniperdus  - Camponotus herculeanus

Als Anfang ein paar Bilder zu unseren größten einheimischen Ameisen

Gründerkönigin im Reagenzglas
 

        

    

    

Ein kurzes Video.
Camponotus ligniperdus Video    
Video auch bei  YouTube

Madam hatte Lust auf einen Ausflug und weil die Gelegenheit schon mal da war, hat sie sich gleich mal am Süßkram vergriffen.
Das Ergebnis ist nicht zu übersehen, überpraller Gaster.
             
Schnell wieder nach haus, bevor es auffällt, sie hat dabei nicht mit mir gerechnet.
Da kann ich nur sagen, erwischt, so ist das Ameisenleben halt.

     

Aus der Natur
   

    

    

       

Eine schöne große Ameisenart, die mich immer wieder fasziniert hat, die sich nur langsam entwickelt, eine lange Zeit braucht,
bis genügend Ameisen zusammengekommen sind, um eine mittlere Anlage einzusetzen.
Gründerköniginnen sind auch nicht immer unproblematisch, konnte immer wieder beobachten das sie Larven aufgezogen haben,
die sich zu früh verpuppt haben und am Ende keine lebensfähigen Arbeiterinnen geschlüpft sind.
Meistens wurden diese Puppen von der Königin vorher gefressen oder entsorgt.

Neueinsteigern kann ich diese Art nicht empfehlen, das liegt weniger an der Schwierigkeit diese Ameisen zu halten,
einfach nur daran, das es zu lange dauert bis genügend Ameisen vorhanden sind, die Etwas zum beobachten hergeben.

Eine schöne Ameisenart für geduldige Liebhaber.

Die Kolonie die ich halte, angefangen mit einer Königin, habe ich jetzt 4 Jahre.
Mag sein das ich mit dieser Art nicht besonders zu recht komme, habe sie bis heute nur auf ca. 200 Ameisen aufgezogen.
Sie trinken sehr gerne Zuckerwasser, wenn Ihr den Diskussionen in den Foren folgen wollt, Honigwasser nehmen sie genau so gern.
             
Was Insekten angeht, sind sie für so Einiges zu begeistern.
Allerdings musste ich dabei die Erfahrung machen, das sie frische, unabgekochte Insekten bevorzugen.
Das bringt die Gefahr mit sich, das Milben eingeschleppt werden.
Darüber lässt sich diskutieren, für mich gehört zur Haltung einer einheimischen Ameisenart, das sie mit Insekten gefüttert werden,
so wie sie diese in der Natur erbeuten.
                 

Nach dem es ein paar Ameisen waren sind sie aus dem Reagenzglas in ein Gipsnest umgezogen.

War viel zu groß, den Ameisen hat das nicht gestört.

Heute sieht das so aus.

                 

Hier noch ein Bild von einer jungen Majorarbeiterin.
                                               

 05.12.2007
Hier ein aktuelle Bilder meiner kleinen herculeanus/ligniperdus Mischkolonie in der Winterruhe.
           
Die Ameisen bewegen sich kaum und das bei einer Temperatur um die 15°C.
Die kleinen Larven entwickeln sich wie erwartet auch nicht weiter.

Die herculeanus Königin habe ich im Spätsommer in einem Waldstück gefunden, gut verwüstet durch Waldarbeiten.
Ob und wo sie ein Nest hatte, war nicht mehr festzustellen.
Die Königin schien unverletzt und so beschloss ich sie mitzunehmen.
Fortan war ihr neues zu Hause ein Reagenzglas.
Versuchsweise habe ich Ihr eine Kohlehydratlösung angeboten, sie hat sich ausgiebig vollgetrunken.
Ausgiebig einen über den Durst zu trinken, diese Eigenart hat sie bis zum Beginn der Winterruhe beibehalten.

Hier zum Vergleich eine Camponotus ligniperdus Königin.
                                         
Gut zu erkennen an den rotbraun eingefärbten Gastersegmenten

Sonst tat sich nichts, das Reagenzglas hat sie als Ihr neues Nest akzeptiert, verhielt sich ruhig mit ein paar gelegentlichen
Spaziergängen.
Eier legte sie keine, ist gut denkbar das Sie aus Ihrem Gründungsnest vertrieben wurde und Ihr Nachwuchs dabei
verloren ging.
Um sie zu unterstützen, hat sie von meiner ligniperda Kolonie Puppen bekommen, ohne Verzögerung hat Sie diese adoptiert.
Nachdem die Ameisen geschlüpft waren, entschloss sich die Königin dazu für eigenen Nachwuchs zu sorgen.
Die Ameisen haben die Larven noch schlüpfen lassen, mehr war nicht mehr, seit dem sind sie in der selbst gewählten Winterruhe.

28.02.2008
Hier wohl die letzten Bilder der kleinen Kolonie in Winterruhe.
    
Auch wenn es bei mir im Keller schon länger um 15°C warm ist, sie ruhen noch.
Alle Ameisen haben überlebt, die kleinen Larven auch.
Die Winterruhe hat Ihre Spuren hinterlassen, deutlich zu sehen, die Königin ist abgemagert, nichts mehr da vom prallen Gaster,
mit dem Sie in die Winterruhe gegangen ist.
Rechne auch noch nicht das Sie in den nächsten Tagen die Winterruhe beenden.
In der Natur sind diese Ameisen meistens auch später dran.
Kommen erst raus, wenn es länger richtig warm ist.
Andere Ameisenarten sind da früher unterwegs.

22.03.2008
Die Kolonie hat die Winterruhe beendet.
Die überwinterten Larven sind überraschend schnell gewachsen, zwei haben sich schon verpuppt.
Die Puppen sind klein, trotz der Zugabe von 4 Arbeiterinnen im  letzten Jahr werden nur Pygmäen schlüpfen,
der erste eigene Nachwuchs der Königin.
Auch die Königin ist wieder gut genährt  und hat ca. 20 Eier gelegt.

    
Die Watte hat sich immer dunkler verfärbt, könnte Schimmel sein.
Habe überlegt, ob ich den Ameisen ein neues Reagenzglas anbiete.
Es scheint Sie nicht zu stören, Larven und Puppen dicht an der Watte gelagert.
Es ist noch genug Platz in der Röhre, wenn Sie wollen, können Sie ausweichen.

04.04.2008
Es geht gut voran, viele neue Eier, Laven und Puppen.
Durch die Kokonhüllen sind schon die Augen der Ameisen sichtbar.
Die Königin hat es wieder mal richtig übertrieben, richtig gut genährt sieht Sie aus.
Ob es noch mehr Eier gibt?
    

11.04.2008
Richtig Erfreuliches gibt es zu berichten, nach 22 Tagen Puppenzeit sind zwei herculeanus Arbeiterinnen geschlüpft.
Wie es sich schon andeutete, auch mit normalen Arbeiterinnen als Pflegepersonal
sind die frisch geschlüpften richtig klein( Pygmäen).
Die herculeanus Königen hat sich gut vertragen mit den von mir als Notfallhilfe dazugegebenen ligniperdus.
Es sind noch weitere Puppen vorhanden viele Eier und Larven.
Bin gespannt, wie sich diese Mischkolonie weiter verhält.
Das besonders, wo die herculeanus Arbeiterinnen bald in der Überzahl sind?

           
Schaut Euch die Königin an, das lässt noch auf viele Eier hoffen.

22.04.2008
Es geht gut voran, viele Larven ein paar Puppen, ob Sie bis zum Herbst noch die Hundert schaffen.
    
Sehr ruhige Ameisen, nur wenig furagieren.
Lassen sich auch nicht stören, wenn das Reagenzglas in Bewegung kommt und die Folie entfernt wird.
Keine Panik, keine Hektik.

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