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Camponotos singularis


Camponotus singularis

Was für eine Ameisenart, die richtig zu begeistern weiß?

Sehr schön gefärbte Camponotus – Art, die zudem besonders große Mojorarbeiterinnen aufziehen kann, wenn ihr Halter auf Zack ist.   
            
 

Überaus eifrig furagierende Ameisen, die immer was zum Beobachten anbieten, für ihren Halter.
Keine Gelegenheit auslassen um sich ihrem Halter zu zeigen, ihn zu begeistern.

Hört sich doch richtig gut an oder nicht?
Sorry das ich  Euch da enttäuschen muss.

Seit Ihr dabei hier nachzulesen, was es über diese Art zu berichten gibt?

Eigentlich war es das auch schon, was es Interessantes über diese Art zu berichten gibt.

Die Haltung von Camponotus singularis stellt keine besonderen Anforderungen.
Etwas wärmer, so um die 23 – 26°C, Nest immer gut feucht, Arena eher egal, leicht feucht reicht.
Ist ihr Nest groß mit unterschiedlich feuchten Bereichen, sind sie dort zu finden, wo es am feuchtesten ist.

Eine besondere Herausforderung, die wichtig ist, um diese Art zu halten gibt es allerdings!

Geduld und noch mehr Geduld
und die Bereitschaft, besonders inaktive, langweilige Ameisen zu halten.
Das ist nicht begründet in der langen Entwicklungszeit vom Ei bis zur Ameise, Camponotus ligniperdus brauchen da länger.
Auch nicht darin, dass sie nur wenige Ameisen aufziehen, das geht nicht nur schleppend voran.

Es ist einfach nichts los bei diesen Ameisen.
Am Tage selten eine Ameise zu sehen, das hegt den Verdacht, in der Nacht müsste mehr los sein.
Auch nur reine Spekulation.
Diese Ameisen sind besonders gute Futterverwerter, einmal ein Insekt eingetragen, wird das verwertet bis nichts mehr übrig bleibt,
beziehungsweise für ihren Halter nichts mehr zu sehen ist.
Selbst bei gut 200 Arbeiterinnen ist kaum eine Arbeiterin in der Arena zu beobachten.
Hat natürlich auch seine guten Seiten, das diese Ameisen überwiegend ruhig leben.
Selbst mit hellerem Licht ins Nest geleuchtet, bringt sie nicht aus der Ruhe.

Video dazu YouTube

Prima um ihre Aktivitäten im Nest mitzuverfolgen.
                                                                                                                                                                                                                                                                        
Haben sie Hunger, laufen ein oder zwei Arbeiterinnen in der Arena unermüdlich herum.
Das sieht aus, wie bei anderen Arten nachzulesen, herumlaufende Ameisen, die  versuchen sich aus dem Nestbereich zu entfernen,
es in den Anlagen der Halter nicht können, oftmals als Totlaufen beschrieben
.
An Totlaufen denken diese Ameisen dabei allerdings nicht, es geht ihnen nur darum, Futter zu finden.
Dabei sind Glasflächen für diese Art kein Hindernis, ob hoch oder über Kopf, das passt alles.
Kaum haben sie ein Insekt gefunden oder sich am Zuckerwasser vollgesogen, ist Ruhe im Schacht.
Ihr Halter kann sich ausdauernd auf die Lauer legen, diese Ameisen verstehen es Geduld einzufordern und zeigen sich einfach längere Zeit nicht mehr.

Es war mein Gedanke, hier für Euch einen Haltungsbericht zu erstellen.
Was soll ich schreiben, diese Ameisen sind da anderer Ansicht, machen nicht mit.
Mit anderen Worten, könnte nur über Inaktivität schreiben.

Notgedrungener Weise kann ich nur eine chronologische Bilderfolge anbieten.

Wie auch immer, was es braucht, ist eine gesunde, begattete Königin, sonst wird es nichts mit der Haltung.

Tag 1
 

So kam sie bei mir an, viele Erwartungen die sich bei mir einstellten.
Auch Gedanken, ob die Haltung was werden könnte, gibt es doch viele widersprüchliche Berichte nachzulesen,
betreffend der erforderlichen Haltungsbedingungen.

Wie immer, ist es besser nicht blind den Empfehlungen in den Foren zu folgen, selber zu beobachten und zu handeln.
Pech für die, die gerade dabei sind, Erfahrungen mit der Ameisenhaltung zu sammeln und eifrig das einsaugen,
was es über die Haltung dieser Art in den Foren nachzulesen gibt.
Wenn Ihr dabei ins Verzweifeln kommt, was von den widersprüchlichen Haltungsbedingungen den nun passt, wie oben beschrieben.
Etwas Wärmer, so um die 23 – 26°C, Nest immer gut feucht, Arena eher egal, leicht Feucht reicht
und die Haltung von Camponotus singularis läuft.

Tag 81
                   

Tag 116
                           

Hier habe ich eine beim Trinken überrascht.
                        

Dünnflüssiges Zuckerwasser (viel Wasser wenig Zucker in der Mischung) nehmen sie gerne.

Zurzeit rekrutieren sie keine weiteren Arbeiterinnen dafür.
Die Ameise die das Zuckerwasser gefunden hat, kommt so lange wieder, bist sie im Nest kein Futter mehr weiter geben kann.
Es sei denn, sie wird beim Trinken gestört.
In so einem Fall verharrt sie bewegungslos, stellt sich Tod.
Wird die Störung zu aufdringlich, Mensch was können diese Ameisen schnell laufen, blitzschnell sind sie weg.

Wo wir schon beim Futter sind, frisch tote Fliegen und Heimchen nehmen sie gerne.
Camponotus singularis-                    

Auch dabei gilt, sie holen keine Verstärkung um die Beute zu zerlegen oder sie ins Nest zu schleppen.
Nur wenn das Futter direkt vor den Nesteingang liegt, kann es passieren, das sich mehrere Ameisen einfinden.

Video dazu   YouTube
 
Das es anfangs mit der Futterannahme gar nicht voran gehen wollte, gab es Insekten direkt ins Nest
Video dazu   YouTube 

Wenn ich jetzt schreiben würde, der Erfolg war durchschlagend, ist das sicherlich etwas übertrieben.
Wurde vorher, etwa alle 3 – 4 Tage eine Stubenfliege in der Arena eingesammelt, durften es im Nest pro Tag 2 Fliegen sein.
Auch wenn ich damit falsch liegen kann, es möglicherweise nur auf Zufall beruht, ab dem Tag mit der Nestfütterung,
ging es erstmals richtig voran mit der Entwicklung dieser Ameisen.

Tag 179
Auch wenn ich es kaum glauben mag, sie sind dabei, sich weiter zu entwickeln.
Camponotus singularis                  

Nebenbei angemerkt, es gab noch keine Todesfälle.

Eine Frage die an mich herangetragen wurde, durchaus interessant für die Haltung dieser Art, was ich denn als Nest verwende?
Wie zu sehen, die Gründung erfolgte in einem Reagenzglas ohne Auslauf.
Nachdem die ersten Arbeiterinnen geschlüpft waren, wie Ihr sicherlich schon in den Foren gelesen habt, muss das Reagenzglas dann geöffnet werden,
damit die Ameisen Futter beschaffen können.
Dazu kam es in ein kleines Becken in dem zusätzlich ein kleines Einkammergipsnest angeboten wurde.
Das Teil ist hier zu sehen.
                   

Sieht richtig schmuddelig und gebraucht aus, kein Wunder, darin haben sie lange gelebt.
In der Zwischenzeit brauchten sie was größeres, war doch schon richtig eng, mit anderen Worten, sie sind umgezogen.
Umzug ist bei diesen Ameisen nicht besonders interessant für ihren Halter.
Das machen sie einfach in der Nacht, ohne Vorwarnung sind sie morgens im neuen Nest.


Tag 204
204 Tage Ameisenhaltung, das ist schon richtig was.
Da müsste sich doch schon ordentlich was getan haben, betreffend der Entwicklung dieser Ameisen?
                

Ja da hat sich wirklich was getan, Umzug hatte ich schon geschrieben.
Dürften mittlerweile schon mehr als 200 Ameisen sein.
Hat das was gebracht?

Nicht so wirklich, ohne Nesteinblick, wäre nicht darauf zu kommen, dass es schon so viele Ameisen geworden sind.
Wie schon vorab geschrienen, in der Arena selten ein paar Ameisen zu sehen.
Wirft die Frage auf, warum ist das so?
Ameisen müssen ihr Nest verlassen, wenn sie nicht sterben wollen.
Müssen furagieren, Futter suchen, was läuft bei meiner Haltung schief, das bewirkt, das nur selten eine Ameise in der Anlage zu beobachten ist?

Tag 231
Wenn Ihr vorab gelesen habt, sie sind umgezogen, so trifft das zu.
Sie leben jetzt in einem 4 Zimmer Apartment, etwa 25 x 20 cm, könnte passen.

Keine Luxusunterkunft, irgendwie scheint das diesen Ameisen vollkommen egal zu sein, Hauptsache sie haben ihre Ruhe.
                    

Schon früh, etwa mit 20 Arbeiterinnen, haben sie 1 -2 kleinere Majorarbeiterinnen aufgezogen.
Die richtig großen gibt es erst jetzt. (Mit Königin)
Camponotus singularis             

Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass sie später nicht noch größere aufziehen.

Das Jahr ist fast  rund
Und was ist mit den Ameisen los?
Würde sagen gestorben.
Seit Tagen keine Ameise mehr in der Anlage gesehen, muss gleich mal ins Nest gucken, was Sache ist.
          

Ihr Leben verbringen sie im Nest, ab und an mal raus, ein paar Fliegen eingesammelt, ordentlich Zuckerwasser getrunken und Ruhe ist es.
Auch wenn ich das nicht verstehe, so leben sie nun mal.

Im Nest bevorzugen sie die feuchtesten Bereiche, für mich Anlass, ihre Anlage ordentlich feucht zu gestallten.
Naja, noch etwas mehr Feuchtigkeit und ich hätte testen können, ob diese Ameisen schwimmen können.
Gebracht hat es nichts.
So langsam macht sich Ratlosigkeit breit.

Die in letzter Zeit geschlüpften Majoren, habe fast die Größe der Königin.
                         

Eine werdende Mojorarbeiterin, deren Kokon so durchsichtig ist, das die Ameise gut zu erkennen ist.
                                                     

Update 27.10.2015
Schaut mal hier!
Camponotus singularis               

Wird langsam voll im Nest.
Wie auch immer sie es hinbekommen, ist ganz schön beachtlich was sie an Nachwuchs aufziehen.
Die Arbeiterinnenanzahl wird sich bald verdoppelt haben.           
Camponotus singularis  Camponotus singularis                     

Das erstaunliche dabei, wie machen sie das?
In der Arena ist immer noch nichts los, gegenüber anderen Arten wird nur wenig an Insekten eingetragen.
Eine Nestkammer benutzen sie um eingetragene Insekten zu zerlegen, das Wenige was davon übrig bleibt, stapeln sie in einer Ecke.
Camponotus singularis                          

Hier noch ein kleines Video.            YouTube

Update 13.11.2015
Fast immer kreisförmig umringt, die Königin mit den sie betreuenden Arbeiterinnen.
Camponotus singularis                        

Sie haben ein paar Arbeiterinnen aufgezogen, die von der Größe an die der Königin herankommen.
Camponotus singularis  Camponotus singularis                       

Das bringt für Ungeübte manchmal Verwirrung, die Königin ist nicht immer gleich erkennbar.

Sollte die Frage aufkommen, was das rechts auf dem Bild ist, na ja Restebeseitigung.
Alles gut zerlegt, schön in eine Nestecke nahe dem Ausgang gestapelt.
Was sie an Insekten finden, tragen sie ins Nest und zerlegen es dort.
Camponotus singularis                       

Weiterhin ziehen sie viel Nachwuchs auf, bis jetzt nichts zu beobachten, das diese Art Ruhephasen einlegt.

Allerdings in die Arena geschaut, sieht es nach Ruhephase aus.
Ohne Nesteinblick ist so gut wie nichts von den Aktivitäten dieser Ameisen sichtbar.
Da kann ich leider über keinerlei Veränderungen schreiben.

04.12.2015
3 Ameisen zur gleichen Zeit am Trinknapf, das ist fast ein Ereignis für 3 Kreuze im Kalender.
                       

Was sie an Aktion in der Arena nicht anbieten, machen sie wieder gut durch ihr Verhalten bei Nestbeobachtungen.
Selbst durch helleres Licht sind sie kaum zu beeindrucken.
Die Anzahl der schönen, großen Arbeiterinnen nimmt zu.
Camponotus singularis                               

Hier die Geburt einer dieser Arbeiterinnen.
Camponotus singularis Arbeiterinnenschlupf         Video dazu bei  YouTube                       

Fürsorglich helfen viele Arbeiterinnen mit.
Zerbeißen und entfernen die Kokonhülle und was besonders wichtig ist, säubern die schlüpfende Ameise von der Puppenhaut.
Würden an der Ameise davon Reste zurück bleiben, könnte diese sich nicht normal bewegen und müsste ihr Leben mit Behinderungen meistern.

Doch bevor eine Ameise schlüpfen kann, haben die Arbeiterinnen viel Arbeit.
Camponotus singularis Larvenaufzucht       Video dazu bei  YouTube            

So ruhig wie die Arbeiterinnen sich im Nest verhalten, wenn ihr Halter stören kommt, so ruhig bleibt auch die Königin.
Camponotus singularis Königin      Video dazu bei  YouTube   
Na ja etwas misstrauisch guckt sie schon.

Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis Camponotus singularis           

Update 18.01.2026
Ist die Überlegung was es diesen Ameisen ermöglicht, ihr Nest nur selten zu verlassen?
Mittlerweile dürften es mehr als 300 Ameisen sein, dennoch sind sie nur selten bei der Futtersuche zu beobachten.

Natürlich wird das durch die gute, reichliche Futterversorgung die ihr Halter anbietet gefördert.
Alleine dadurch erklärt sich das allerdings nicht.

Auffällig, selten sind Futterreste aufzufinden, alles was sie eintragen, wird verwertet.
                     
Zerlegt bis nichts mehr übrig ist.
           Video dazu  bei     YouTube             

Ihre gute Futterverwertung sehe ich als einen Grund für ihre geringen Außenaktivitäten.

Update 12.02.2016
Diese überaus hyperaktiven Ameisen sind weiterhin gut drauf, ihren Halter ordentlich zu unterhalten.
Im Klartext, es gibt weiterhin kein öffentliches Leben.
Ins Nest geblickt, vermittelt sich ein ganz anderer Eindruck.

Dicht gedrängt bevölkern sie die Nestkammern, es ist eng geworden.
In Anbetracht der doch reichlichen Larven und Puppen, muss ich bald bei und ein neues Nest bauen.
Im Prinzip könnte es die erste Art werden, die ich ohne Arena oder sonstigen Auslauf halten könnte.
Ein deutlich größeres Nest gebaut mit einer extra Kammer für Futter und trinken, mehr scheint es gar nicht zu brauchen.

Da keinerlei Angriffe auf die Nestsubstanz (Knabbern) ersichtlich sind, könnte das durchaus ein externes Nest, ohne weitere Absicherungen, werden.

Was für eine schöne, heile Ameisenwelt.

Eine weitere interessante Eigenheit, sie machen mit wenig Insektenfutter richtig viel.
Wundere mich immer wieder, wie sie mit wenigen Insekten, derartig viel Nachwuchs aufziehen.

Update 19.02.2016
Heute nur ein paar Bilder und wie immer aus dem Nest, alles andere bringt bei dieser Art nichts.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis                    

So zurückgezogen wie sie leben, so anspruchslos ist ihre Haltung.
Keine besonderen Klimabedingungen erforderlich.
Immer leicht feucht, im Nest etwas mehr, Temperaturen zwischen 23 – 26 °C, alles keine besondere Herausforderungen.
Lediglich beim Insektenfutter sind sie überaus wählerisch.
Fliegen gehen immer        
                                            
                                             
                                              
                                               
                              


Eine Neuigkeit ist noch zu schreiben, die erste Arbeiterin ist gestorben.

Update 15.04.2016
Bilder wie dieses gehören wohl erst einmal der Vergangenheit an.
Camponotus singularis                                                               

                                                                                            

                                                                                            

                                                                                                         

Sie verweigern das Futter.
Im Nest gibt es nur noch wenige Puppen und vorhandene Larven scheinen nicht mehr zu wachsen.

Was soll das jetzt werden, gibt es bei dieser Art auch eine Ruhephase?

Update 19.04.2016
Die Entwicklung setzt sich fort, weiterer Rückgang an Brut.
Was ich bei diesen Ameisen immer noch nicht verstehen kann, wofür brauchen sie so viele Arbeiterinnen?
Das Nest ist vollgestopft und in der Arena fast immer tote Hose.                 
Camponotus singularis 19.04.2016_1-                            
Ein neues, deutlich größeres Nest habe ich fast fertig gebaut.
Bleibt die Frage, wie bekomme ich die faule Bande dort rein?

Ein seltsames Insekt hält sich im Nest auf, was soll das jetzt?
Camponotus singularis 1 Camponotus singularis                      

Euch ist klar, ein Männchen ist geschlüpft.

Update 08.06.2016
Die faule Bande hat ganz abgeschaltet, sie verweigern sogar das Futter.
Jedenfalls Insekten, Zuckerwasser trinken sie gelegentlich noch.
Sie ruhen tatsächlich, wenn ich könnte, würde ich ihnen die Heizung abschalten.
Allerdings bei den derzeitig hohen Außentemperaturen, ist eh keine zusätzliche Wärmequelle nötig.

Es gibt keine Eier, keine Puppen mehr, nur noch kleinere bis mittlere Larven, die nicht wachsen.
Sieht ganz so aus wie die Winterruhe unserer einheimischen Arten.

Sollte sich das Verhalten später wiederholen, dürfte das die Begründung dafür sein,
dass es zeitlich bei diesen Ameisen nicht voran geht und sie kein Futter annehmen.
Die Diskussionen und Herumbastelei  an den Haltungsparametern und Futtervarianten,
über die berichtet wurde, nur Vermutungen und keine Lösungen mit so manchen Fehlinterpretationen.

Update 23.07.2016
Neulich schaute ein Bekannter in das Becken und fragte, haste wieder ein neues Becken im Gange, welche Ameisen sollen da rein?
Die Frage ließ sich, durch die Entfernung der Nestabdeckung, beantworten.
Camponotus singularis                            

Sie ruhen weiterhin, in der Arena nur selten eine Ameise zu sehen.
Das ist mehr als erstaunlich, bei derart vielen Ameisen.
Die wenigen noch vorhandenen Larven ruhen ebenfalls.
Camponotus singularis  Camponotus singularis                                 

Allerdings besteht Hoffnung, dass sie bald wieder munterer werden, die Königin legt wieder Eier.
Camponotus singularis                                         

Zeit für mich, das neue Nest fertig zu stellen.

Update 06.09.2016
Sie sind wieder bei der Musik, mit anderen Worten, der Eindruck war passend, sie haben ihre Ruhephase beendet.
In den letzten Wochen waren sie sogar richtig fleißig.
Die ersten Larven haben sich schon verpuppt und sehr viele Larven, die das bald nachmachen wollen.
Ein paar Bilder.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis Camponotus singularis Camponotus singularis                                    

Wenn die Mädels weiterhin die Scheibe einsauen, ist da bald nichts mehr abzulichten.

Immer eine Interessante Begegnung.
Camponotus singularis                                       

                          

                                                 
                                                

                   
Eine lebende Mehlkäferlarve ist für diese Ameisen immer wieder ein besonderes Erlebnis, so nach dem Motto weglaufen oder fangen.
Wie zu sehen, kleine nützliche Helfer die sich schon für den zukünftigen Müll interessieren.
Es ist darauf zu achten, dass es nicht zu viele werden.

Update 10.10.2016
Oje, da habe ich was angestellt.
Wie schon vorab berichtet, ihr altes Nest ist reichlich gefüllt, mehr geht nicht.
                      

Irgendwie müssen sie in ein neues Nest, nur wie?

Als neues Nest gibt es ein extern angeschlossenes Gipsnest.
                    

Neu ist nicht ganz richtig, darin haben schon andere Ameisen gelebt.
Es war noch gut in Schuss, etwas aufgehübscht (gereinigt, neu mit Lehmmatsche ausgestrichen) und es war weiter zu gebrauchen.
Ist durchaus machbar, noch gut erhaltene Nester, in dem vorher andere Ameisenarten gelebt haben, wieder zu verwenden.

Zu meinem Glück, das Becken in dem ihr altes Nest lag, hatte nur auf halber Seitenhöhe eine Anschlussbohrung.
Sie dazu zu bewegen, dort hoch zu krabbeln und umzuziehen, da machen die Damen nicht mit.
Also kurzerhand ihr Nest in ein Becken, mit unten liegender Anschlussbohrung, gelegt.
                   

Bei dieser Art kein Problem, trotz einiger hundert Ameisen,
gab es keinerlei Panik oder Aufregung und die wenigen Arbeiterinnen, die im Becken unterwegs waren, waren schnell umgesetzt.

Die ganze Aktion haben sie mir sowas von Übel genommen, tagelang war keine Ameise in der Arena zu beobachten.
Bestenfalls ein paar Fühler und Köpfe im Nesteingangsloch, das kann ja noch lustig werden.

Sind übrigens tagaktive Ameisen, selbst in der Haltung wird es zum Abend hin fast ganz leer in der Arena.
Auch ohne Sonnenlicht, haben sie es hinbekommen, die Lichtausschaltzeit vorab zu beachten.
Das Licht geht schlagartig aus.

Gut das Ameisen Hunger haben, es blieb ihnen nichts anderes übrig, das Nest zu verlassen um auf Futtersuche zu gehen.
Könnte durchaus helfen, das sie dafür auch durch den kurzen Schlauch zum externen Nest auf Suche gehen.
Totale Fehlanzeige, konnte nicht eine Ameise beobachten die sich da rein traute, was habe ich da nur angefangen?

Update 17.10.2016
Ameisen mit Futterinsekt im Schlauch, wie kommt das?
Camponotus singularis                     

                                                          
                                                           
                                                           
                                                          
                                                          


Ein Blick ins Nest
Camponotus singularis                     

Sie sind weg, fast nur Männchen im Nest, sie sind umgezogen.
Die Männchen die nach ihrer Ruhephase geschlüpft sind, haben sie einfach zurück gelassen, nah so was.

Und wie vorab schon zu sehen, umziehen macht hungrig.
Camponotus singularis                   

Umgezogen, was für eine Überraschung!

Update 17.11.2016
Heute brennt die Hütte, ist ja nicht zu glauben, haben sie mich doch ordentlich überrascht.
Mehr als hundert Arbeiterinnen in der Arena, und das noch richtig schnell auf den Beinen.
Nicht vorsichtig und langsam, die können auch richtig schnell.
Ist nicht möglich, was ist da nur los?
                                                                   
                                                                   
                                                                   
                                                                   
                                                                   


Genauer hingeschaut und die Sache bekam einen Sinn, Schwärmen stand auf dem Plan.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis                          

Zwischen den herumhastendem Arbeiterinnen, Männchen die noch aufgeregter waren.
Gut eine Stunde, dann hatten die Arbeiterinnen genug von dem Trubel.
Männchen um Männchen wurde eingesammelt, kurz bevor das Licht aus ging hatten sie alle eingesammelt und es sah aus wie immer in der Anlage,
kaum eine Arbeiterin unterwegs.

Geht doch, warum nicht immer so.

Eine Merkwürdigkeit am Rande.
Über Stunden konnte ich eine Ameise beobachten die einen Kreis nach dem Anderen drehte.
Unermüdlich immer in die gleiche Richtung.
                                                                               
                                                                               
                                                                               
                                                                               
                                                                                


Mit genauerer Betrachtung wurde sichtbar, das Insekt hatte einen kaputten Fühler.
Camponotus singularis                                  

Sollte ein defekter Fühler schon ausreichen, dass die Ameise Orientierungslos wurde?

Die Königin und ihr Hofstaat.
In der Brutzeit wird die Königin von ihren Arbeiterinnen ausgiebig betreut und gepflegt.
Kreisförmig um ihre Königin versammelt, putzen und füttern Arbeiterinnen ständig.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis                      

So eine Rundumbetreuung ist erforderlich damit ihre Königin viele Eier legt.
Camponotus singularis  Camponotus singularis 09.12.2016_5-            

                                                                               
                                                                               
                                                                               
                                                                                
                                                                                


Wenn ich hier jetzt schreiben würde, bei der Eiablage erwischt, wäre das mehr als übertrieben.
Bis sie ein Ei rausgequetscht hat, dauert es etliche Minuten.

Update 05.01.2017
Das ruhige Verhalten von Camponotus singularis ist ein dickes Plus bei Nestbeobachtungen.
Wird es nicht gar zu hell oder wärmer durch die Lichtquelle lassen sie sich so gut wie nicht stören.
Eine prima Voraussetzung um ihr Verhalten abzulichten wie hier.
                                                               
                                                              
                                                                
                                                                  
                                                                   


Anfangs dachte ich, eine tote Ameise wird abgeleckt, bis zu meinem Erstaunen, diese beweglich wurde.
Es muss ihr doch gefallen haben, sich so ruhig zu verhalten, bei der Pflege durch eine andere Arbeiterin.
Königinnen brauchen proteinhaltiges Futter damit sie Eier legen können.
Arbeiterinnen produzieren diese und verfüttern es an ihre Königin.
Camponotus singularis  Camponotus singularis                       

                                                                
                                                                 
                                                                  
                                                                    
                                                                    
                                                                   


Interessant auch, wie sie Futtertiere zerkleinern, regelrecht ausweiden.
                                                                  
                                                                   
                                                                   
                                                                   
                                                                     


Sie sind besonders gute Futterverwerter, bleibt kaum was übrig.
Reste tragen sie nur selten ins Freie, eine Nestkammer wird zur Müllhalde.

Ihre hervorragende Futterverwertung ist mit dafür verantwortlich, dass ihre Aktivitäten in der Arena so gering ausfallen.

13.01.2017
Majorarbeiterinnen gibt es schon länger.
Jetzt wollen sie wohl die richtig Großen aufziehen.
Sie haben Larven von einer Größe aufgezogen, die es vorher noch nicht gab.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis 0             

                                                                     
                                                                       
                                                                         
                                                                           
                                                                          



Ständig sind Arbeiterinnen damit beschäftigt, die Larven zu belecken.
Ist schon ein erheblicher Pflegeaufwand den Ameisen betreiben müssen, bis sich Larven verpuppen.
Füttern steht ja auch noch auf der Tagesordnung.

09.02.2017
Sie Arbeiten überaus fleißig daran, die 1000 an Arbeiterinnenanzahl zu überschreiten.
Ihr Nest, was anfangs reichlich leer war, sie wissen es jetzt gut zu nutzen.
Camponotus singularis                   

Viele Larven und Puppen, besonders erfreulich, etliche richtig große Larven.
Camponotus singularis  Camponotus singularis Camponotus singularis Camponotus singularis   

Camponotus singularis                         

Das gibt bald richtig große Mojorarbeiterinnen.
Weiterhin, ihre Königin legt täglich neue Eier.
Wie bei Camponotus üblich, so lange der Platz im Nest noch dafür da ist, lagern sie ihren Müll im Nest.

Soweit für heute.
Einen habe ich noch, ein Rundgang durch ihr Nest.
                                                                       
                                                                        
                                                                        
                                                                        
                                                                         
                                                                         


In der Arena machen sie auf „Tote Hose“, einfach nichts los.
Umso interessanter Beobachtungen im Nest.
Licht, es interessiert sie nicht, wenn ich ihnen bei der Nachwuchsaufzucht zuschaue.

22.02.2017
Noch nicht die ganz großen Puppen, aus den etwas kleineren schlüpfen die ersten Majorarbeiterinnen.
Braucht schon seine Zeit, bis diese von Arbeiterinnen von der Puppenhaut befreit sind.
Allerdings sind dafür viele Helferinnen zur Stelle die Hand (Mandibeln) anlegen.
                                                                      
                                                                      
                                                                      
                                                                      
                                                                      
                                                                      

 

23.02.2017
Sie lassen nichts Fressbares  umkommen.
Die Männchen, welche sie aufgezogen hatten, wurden nach deren Tode, aufgefuttert.

Letztens  haben sie sich vertan und einen Kokon geöffnet, mit einer Puppe die noch nicht fertig zum Schlüpfen war.
Warum sie das gemacht haben, nicht zu ergründen.
Auch nicht mehr zu erkennen ob es eine Majorarbeiterin oder Jungkönigin werden sollte.
Wenn’s schon keine Ameise geworden ist, als Futter alle mal zu gebrauchen und einfach aufgefuttert.
                                                                         
                                                                         
                                                                         
                                                                         
                                                                         




10.03.2017
Die Welt ist nicht gerecht.
Nachdem auch das letzte Männchen gestorben ist, ist eine Jungkönigin geschlüpft.
Was für ein schönes Tier.
Camponotus singularis Jungkönigin-            

Anfangs sah es so aus, als würde es nichts werden.
Einige von den riesigen Puppen, wo ich der Ansicht war, das könnten Jungköniginnen werden,
 haben sie vor dem Schlupf aus den Kokons gezerrt und aufgefuttert.

Ameisen dazu zu bringen, das sie Männchen aufziehen, ist keine Seltenheit und auch nicht unbedingt aufwendig.
Gibt auch Arten, die ohne besondere Aufwendungen Jungköniginnen aufziehen,
bei vielen Camponotus - Arten ist das nicht immer einfach.
Umso mehr freut es mich, das bei dieser Art hinbekommen zu haben.
                                                                    
                                                                      
                                                                     
                                                                       
                                                                      

              


28.04.2017
Die ersten 3 geschlüpften Jungköniginnen waren nach 4 Tagen verschwunden.
Nichts mehr von zu sehen,  restlos aufgefuttert.
7 Königinnen haben sie am Leben gelassen.

Jetzt ist Schicht im Schacht, wieso das?
Mit dem Schlupf der Jungköniginnen haben sie aufgehört ihre Larven weiter aufzuziehen.
Eine weitere Ruhephase hat begonnen.
Auch nicht schlecht, brauche ich doch diesen Langweilern keine Futtertiere anzubieten, sie nehmen diese nicht mehr.

24.05.2017
Sowas von Schicht im Schacht, die Arena könnte ich glatt abklemmen.
Diese Ameisen haben sich komplett zurückgezogen, es ist nichts mehr los, überhaupt nichts mehr.
Kann nicht die kleinste Empfehlung anbringen, die für die Haltung dieser Art punkten kann.

Die Ameisen aus den letzten Puppen sind geschlüpft, es waren Männchen.
Camponotus singularis 24.05.2017_1- Camponotus singularis 27.05.2017_2-             

Es gibt noch nichtwachsende Larven, im Vergleich zu Camponotus ligniperda mit gleicher Volksstärke, ist deren Anzahl mehr als gering.
Sicherlich sind das schöne Ameisen, die durch ihre besondere Färbung/Größe auffallen,
eine Haltung von Camponotus singularis ist und bleibt nur was für Liebhaber.
Ameisenhalter die Gewusel und Aktion beobachten wollen, werden keine richtige Freude an diesen Ameisen haben.
Wenn Ihr eine besondere Ameisenart sucht und diese Ameisen halten wollt,
macht Euch Gedanken über die Nestgestaltung, nur mit einer entsprechenden Konstruktion, habt Ihr was von dieser Art.
Worauf es dabei ankommt, bestmöglichen Einblick.
In den Foren nachzulesen, gibt Halter, die berichten, dass Ameisenhaltung ohne Abdunkelung machbar ist.
Mit diesen Beobachtungen, fehlt mir schwer, mich damit anzufreunden.
Sicherlich ist da einiges machbar, was mir bei derartigen Beobachtungen fehlt, ist der Vergleich zur abgedunkelter Haltung und Haltung mit Licht.

Haltung abgedunkelt und nicht abgedunkelt habe ich bei dieser Art nicht auf die Spitze getrieben.
Was ich schreiben kann, solange mit einer Lichtquelle nicht auch Wärme projektziert wird, reagieren diese Ameisen nicht sonderlich.
 


Schaut mal wieder rein, berichte weiter