Pheidole sinica
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Pheidole sinica Pheidole sinica Königin_
Pheidole sinica
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Pheidole  sinica
"Das Volk der Millionen"
Was natürlich vollkommen übertrieben ist und von mir so geschrieben,
um die Aufmerksamkeit auf eine überaus große Anzahl an Arbeiterinnen zu lenken auf die es Pheidole sinica bringen kann.

Was ist zu erwarten, wenn Ihr diese Art haltet, welches Klima erwarten sie von Euch um Überleben zukönnen?
Wie muss die Anlage gestaltet werden, um sie erfolgreich zu halten, ist das überhaupt möglich?
Was kommt, wenn die Haltung gelingt, einige Pheidole - Arten sind überaus ausbruchsfreudig, diese Art auch?
Was futtern sie und was könnte ihnen an angebotenem Futter schaden?
Ameisenarten aus Asien sind nicht selten milbengefährdet, diese Art auch?

Pheidole sinica, eine Ameisenart, die aus Asien kommt.
Lese ich die angegebenen Klimabedingungen (Shops) müssen es ja richtige Universalameisen sein.
20 - 28°C und 70 - 80%rel Luftfeuchtigkeit, das ist es doch, da kann ja nichts schief gehen oder?
5 - 10 mm Größe der Arbeiterinnen, ist doch prima, die dürften mir nicht so schnell entwischen!
Zudem soll es die Soldatinnenkaste von Pheidole sinica auf richtig große Arbeiterinnen bringen,
Pheidole sinica  Pheidole sinica              
schauen wir mal, was da kommt?

Das ist genau so, wie ich es brauch, genug Herausforderung an Beobachtungsmöglichkeiten um die Haltungsbedingungen dieser Art zu optimieren.
Meine große Hoffnung dabei, dass diese Ameisen meine Bemühungen überleben.

Die von mir gehaltenen Pheidole - Arten waren/sind richtige Vermehrungskünstler,
mit anderen Worten legten sich richtig ins Zeug und schnell wurde die Anzahl der Arbeiterinnen unübersichtlich.
Wer kann diese flinken, herumwuselnden Tiere auch zählen?

Grob geschätzt hatte das Volk bei Erwerb etwa 200 Arbeiterinnen.
Anfangs vorsichtige Ameisen, bei Störungen blieben sie einfach da sitzen, wo ich sie überrascht hatte.
Kaum hatte sich die Lage wieder beruhigt hatten sie nichts Eiligeres zu tun, als in Richtung Nest zu flüchten.
Dabei legten sie eine Geschwindigkeit auf ihre Beine die mich mehr als nachdenklich an den Ausbruchsschutz denken lies,
der in Zukunft möglicherweise nötig würde.

So schreckhaft, wie sie auf Störungen (Erschütterungen/Atemluft) reagierten,
so vorsichtig gingen sie auch an Insektenfutter.
Klein und Tod mussten diese sein, Fruchtfliegen/Mikroheimchen passten prima.

Es ist mir nicht gelungen die Entwicklungszeit (vom Ei bis zum Schlupf einer Ameise) genau zu beobachten, mehr als 30 Tage sind es nicht gewesen.
Und so kam, was kommen musste, es wurde richtig lebendig in der Arena.
Überraschend, ne für mich eigentlich nicht, krabbelten bald mehre hundert Ameisen neugierig immer auf der Suche nach Futter durch die Arena.
Störungen (Erschütterungen/Befeuchtungen) und Zählen völlig unmöglich.
Aus allen Nestausgängen quollen jetzt schon viele Ameisen ins Freie, verteilten sich aggressiv in der Arena und ich musste feststellen,
Glasscheiben zu erklimmen, sie haben damit kein Problem.
Beobachtung, die Arbeiterinnenanzahl mehr als Tausend.

Arbeiterinnen, die deutlich größer sind als normale Lasius niger.
Die Größe von Myrmica rubra erreichen sie nicht ganz.
Allerdings gibt es auch viele kleinere Arbeiterinnen.
Richtige "Riesen" die "Soldatinnen" dieser Art, die Größten dieser dürften dabei fast die angegebenen 10 mm erreichen.
Allerdings auch hier, es gibt sie auch deutlich kleiner.
Gut da wird es sicherlich mit fortschreitender Haltung noch Veränderungen/Verschiebungen geben.
Zudem verstehen es die Soldatenarbeiterinnen außerordentlich gut, sich den Blicken ihres Halters zu entziehen.
Tauchen hauptsächlich auf, wenn es darum geht, ein größeres widerspenstiges Beutetier ins Nest zu befördern.
Video dazu bei  YouTube

Oder wie hier auch mal etwas zu naschen.
 Pheidole sinica           

Ein kleiner Futterüberblick

Und sie wurden mutig, Goldfliegen und fette Brummer, da gingen sie ran, klar das diese nicht mehr leben durften.
Naja in der Gemeinschaft mit ein paar Dutzend Arbeiterinnen an ein größeres Insekt, wer muss da noch Angst haben.
Selbst Mehlkäferpuppen standen jetzt auf ihrem Speiseplan.

Weitere Beobachtung, Pheidole sinica sind immer hungrig.
Neben Insekten sind sie auch überaus begeistert von Zuckerwasser.
                      Video dazu bei  YouTube
Schon als kleines Volk waren sie dabei, wenn ich es anbot.
Wie nachzulesen und von mir auch beobachtet, Pheidole - Arten nehmen kleinere Körner.
Kleinere Körner benutzten Pheidole sinica, soweit ich es bis jetzt beobachten konnte, nur zum Nestbau.

70 - 80%rel ist klar, was jetzt kommt, es wurde grün in der Arena, genug Feuchtigkeit für Körner um zu wachsen.

Womit wir beim Klima sind!
Die Temperatur habe ich schon gut passend, 22 - 25°C reichen.
70 - 80%rel Luftfeuchtigkeit ist zu hoch, normale Raumfeuchtigkeit scheint zu reichen,
so ganz bin ich damit noch nicht durch.
Leichte Bodenfeuchtigkeit bevorzugen sie, fördert deutlich ihre Aktivitäten in der Arena.

Eine erfreuliche Entwicklung dieser Ameisen die, wenn sie nicht überfüttert, werden ausgiebig furagierend ihre Arena untersuchen.
Meine Gedanken hingen schon an einem Nestneubau und wie ich sie da rein bekommen könnte?
In ein Gipsnest umsiedeln könnte als ich feststellen musste, dass  nicht nur die Anzahl der Arbeiterinnen zugenommen hatte.

Milben, so klein das sie nur mit einer Lupe ausgemacht werden konnten.
Was nun?

Auf Gaster und andere Körperteilen verteilt, kleine festhaftende Milben.
            
Besonders befallene Arbeiterinnen waren oft zu beobachten, wie sie an den Scheiben der Arena raufkrabbelten und lange dort herumirrten.
Möglicherweise Versuche sich vom Volk zu entfernen, allerdings kehrten diese Ameisen auch wieder ins Nest zurück.

Keine Chance sich mit den Milben vom Nest/Volk zu entfernen.
Was bleibt, die Milbendichte im Volk nimmt zu.

Sicherlich ist was dran, das Milben durch Futtertiere in ein Ameisenvolk kommen können.
Bei dieser Art von Milben lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster,
für mich werden diese mit dem Ameisen gekauft.
Die Bedingungen, zumindest meiner Haltung wie ich sie praktiziere begünstigen die Vermehrung dieser Milben.

Was verleitet mich zu der Annahme, dass diese Art von Milben mit den Ameisen geliefert werden?
Konnte diese Milben bis jetzt nur bei Ameisenarten (Pheidole, Pheidologeton) aus Asien beobachten.
Diese Milben waren auch zu beobachten bei alleiniger Fütterung mit abgebrühten Insekten.
Bei Völkern, die keinen Kontakt zu Erde hatten, gehalten auf Gips.
Völker, die von nicht überbrühten Insekten lebten und vermilbten,
bekamen die gleichen Insekten wie viele meine anderen Ameisenvölker auch ohne das es da zu Milbenbefall kam.
Milben waren immer schon in der Anfangszeit der Haltung zu beobachten.
Völker ohne Milbenbefall in der Anfangszeit blieben auch später milbenfrei.

Was jetzt, Land unter?
Da gibt es doch einige Threads in den Foren, die sich mit Milbenbefall beschäftigen und deren Bekämpfung,
da müsste sich ich doch was abgreifen lassen?

Ohne lange Schreibereien, es ist nichts geworden.
Anlage einsprühen, Ameisen besprühen, mit verschiedenen Mitteln in unterschiedlichen Konzentrationen, es brachte nichts.
 
Am Ende  blieb der mühselige Weg,  Ameise für Ameise unter dem USB Mikroskop zu betrachten
und der Versuch einige wenige Arbeiterinnen ohne Milben zu finden.
In Anbetracht dessen das diese Ameisen nicht freiwillig ruhig unter dem Mikroskop sitzen bleiben und in etwa nur jede 5. Ameise milbenfrei war,
alle Achtung für Menschen, die es hinbekommen und schreiben, ihre Ameisen sind alle milbenfrei, festgestellt durch Mikroskopbetrachtung.

20 Arbeiterinnen habe ich so selektiert, sicherlich hätten es auch mehr werden können.
Allerdings wäre mit jeder Ameise mehr auch das Risiko gestiegen, Milben zu übersehen.
Es ist absolut nicht einfach diese kleinen Ameisen, von allen Seiten unter einem Mikroskop scharf zu betrachten.
Ihre Königin war zum Glück milbenfrei  und ich brauchte mir keine Gedanken machen wie ich sie hätte von Milben befreien können.
Die Königin dieser Art ist ein richtiger Riese mit etwa einem Größenunterschied
wie zwischen einer Lasius niger Arbeiterin und einer Lasius niger Königin.
Zudem macht sie einen robusten Eindruck, was sicherlich den Versuch diese von Milben zu befreien ermöglicht hätte.
Auch eine Soldatinarbeiterin kam mit dazu.

Weiter war ich bemüht Puppen für das kleine Volk zu selektieren.
Dabei stellte sich heraus, dass auch Puppen von Milben befallen waren.
Für mich mit ein Grund das irgendwelche Mittel in die Anlage gesprüht, nicht dieses  Milbenproblem lösen konnten.
Ameisen müssten dazu das Mittel  trinken und  im Volk verteilen, auch an ihre Larven verfüttern.
Eine mögliche abtötende Wirkung könnte dann erfolgen, indem es auf saugende Milben übertragen wird.
Immer mit der Voraussetzung, dass die Ameisen selber das Mittel überleben.
Mein Bestreben diese Ameisen dazu zu bewegen Biosa Pet und Milchsäurelösungen zu trinken, haben diese ignoriert.
Verschiedene Konzentrationen mit Zucker angereichert, nichts zu machen.

80 Puppen, 20 normale Arbeiterinnen + 1 und eine Königin, so mussten sie wieder neu anfangen.
Getragen von der Hoffnung, dass von mir keine Milbe übersehen wurde.
Ein kleines gut einzusehendes Becken und ein kleines Gipsnest  als Neues zu Hause.
                   
Dazu eine Luppe mit 8 – facher Vergrößerung, mit der ich mich Tag für Tag auf die Lauer legte.
Jede Ameise die aus dem Nest kam so gut wie möglich betrachtend.
Erstes Ergebnis, 6 Ameisen starben in den ersten Tagen, für mich die Folge von Verletzungen, die sie bei der Selektierung erlitten hatte.

Das wird jetzt ganz schön knapp, möglicherweise hätte ich doch das Risiko eingehen müssen und mehr Ameisen selektieren?

Wie anfangs von mir geschrieben „Das Volk der Millionen“, beinhaltet auch den Hinweis,
dass diese Art mit passenden Lebensbedingungen in kurzer Zeit zu einem größeren Volk heranwächst.
Schnell waren meine Bedenken zerstreut,
viele neue Larven und die aus den zugegeben Puppen geschlüpften Arbeiterinnen ließen wieder hoffen.

“Soldaten/Soldatenarbeiterinnen”, ab jetzt schreibe ich Majorarbeiterinnen.
Bei der Reduzierung des von Milben befallenen Volkes ergab sich die Möglichkeit,
die Anzahl dieser großen Ameisen genauer zu bestimmen.
Etwa 1% bezogen auf die Arbeiterinnenanzahl, mehr waren es nicht.

Soweit eine Schilderung von Ereignissen der Vergangenheit.
Das Volk hat sich gut erholt und mit allem Eifer (Lupe) konnte ich keinen weiteren Milbenbefall  ausmachen.
Drückt mir alle Daumen, das es so bleibt.

Zeit sich mit dem zu beschäftigen was Pheidole sinica so zu bieten haben.
Könnt Ihr damit was anfangen?
 

06.03.2014
Es ist gut vorangegangen, kaum noch zu überblicken der Haufen.
Sie leben jetzt in einem Gipsnest ( 33 x 25 cm), hatte gedacht, das reicht für ein paar Monate.
Pheidole sinica           Video bei YouTube mit Doppelklick         
Mitten drin, ihre Königin.
  

Gedacht wird leider nicht immer Wirklichkeit.
Die Arbeiterinnenanzahl ganz grob geschätzt  2000, eher mehr.
In 2 Wochen wird sich diese mehr als verdoppelt haben und das neue Nest ist schon wieder zu klein.

Umziehen ist bei diesen Ameisen kein Problem.
Ein neues Nest mit Feuchtigkeit anbieten, altes Nest austrocknen lassen, klappt prima.
2 – 3 Nächte und sie haben ihren Nachwuchs umgetragen.
Wollt Ihr sie beim Umzug beobachten, müsst Ihr Euch in der Nacht auf die Lauer legen.
Umzüge finden hauptsächlich in der Dunkelheit statt.

Diese Ameisen haben nicht viel übrig für hell erleuchtete Anlagen (Arenen/Becken).
Sie lieben die dunkleren, abgeschatteten Bereiche in ihrem Lebensraum.
Sind zwar auch bei hellerem Licht etliche Arbeiterinnen in der Anlage auf den Beinen,
zur richtigen Hochform laufen sie erst bei dunklerer Anlage auf.
Ist kaum zu glauben, was in der Nacht in der Anlage an Ameisen herumwuselt.

Ihr 1. Nest stand in der Anlage.
Mit Begeisterung bewunderte ich Tag für Tag die Logistik dieser Tiere.
Nachdem eine Kundschafterin erfolgreich ein Insekt entdeckt  und ins Nest zurück gelaufen war,
schwärmen fast unmittelbar etliche Ameisen in Richtung Beute aus.
Andere beseitigten mögliche Hindernisse auf dem Weg von der Beute zum Nest.
Eine weitere Gruppe vergrößerte den Nesteingang.
Die Beute von allen Seiten gepackt, sieht aus, als wenn sie diese leicht anheben, geht es mit Tempo in Richtung Nesteingang.
Minuten später laufen noch wenige Arbeiterinnen den mit der Beute zurückgelegten Weg ab, der Nesteingang ist wieder geschlossen.
Kaum noch was zusehen von dem, was vor ein paar Minuten abgelaufen ist.

Ganz oben auf ihrer Speisekarte stehen Fliegenmaden.
               
(für ein kleines, kleineres Folk sind lebende Fliegenmaden nicht geeignet).

Ist doch schon leicht unheimlich wie schnell die Anzahl der Arbeiterinnen sich deutlich erhöht.
Hatte schon überlegt, ob ich die Insektenfuttergaben  nicht weiter erhöhe oder sogar leicht reduziere,
um da gegenzusteuern.
Möglicherweise hat sich das von selbst erledigt.

Bei den Larven deutlich zu erkennen was mal eine Majorarbeiterin werden will.
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In diesem Pulk sitzt die Königin.
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Habt Ihr sie gesehen?

Und sie ist wie immer fleißig, rundherum frisch gelegte Eier.

04.04.2014
Sieht aus, als wenn sie an die Erhaltung ihrer Art denken.
Würde meinen, sie ziehen Jungköniginnen auf, schauen wir mal, ob das zutreffen wird.
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Geschlechtstieraufzucht, besonders Jungköniginnen, interpretiere ich immer auf passende Haltungsbedingungen.
Haltungsbedingungen ist das Stichwort um anfangs gemachte Vermutungen durch Fakten zu ersetzen.
Temperatur für Arena und Nest, 22 - 24°C, mehr braucht es nicht.
Nest leicht feucht, die Arena kann trocken bleiben.
Über gelegentlichen "Regen" freuen sie sich.
Luftfeuchtigkeit unsere vorhandene Raumluftfeuchtigkeit.
Sie trinken viel Wasser und Zuckerwasser.
Insektenfutter, da geht fast alles und das reichlich.


Erfreulicherweise stehen diese Tiere nicht besonders auf Ausbruch.
Selten sind Ameisen dabei zu beobachten, wie sie die Glasscheiben hochlaufen.
Dennoch ist ein guter Ausbruchsschutz besonders erforderlich.
Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wie passt das zu dem, was Ihr gerade gelesen habt, muss eine Erklärung her.
Diese Ameisen sind schnell zu erschrecken, da reicht schon eine kräftigere Wassergabe in die Arena.
Leichte Erschütterung bringen diese Ameisen überaus auf Touren.
Innerhalb weniger Minuten bricht das Chaos in der Arena aus.
Aggressive wild umherlaufende Ameisen, die fast vor nichts haltmachen.
Mehr als Tausend Arbeiterinnen belaufen dann auch die Arenascheiben.
Ein breiter, dick aufgetragener Paraffinölstreifen hält sie so gerade noch in der Anlage.
So schnell, wie die Aufregung entstanden ist, so schnell ist sie auch wieder vorbei.
Emsige Arbeiterinnen die in großer Anzahl auf dem Boden der Anlage nach Futter suchen.
Ein paar Bilder der verfressenen Bande.
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Video dazu bei   YouTube 

Die Anzahl der Majorarbeiterinnen hat deutlich zugenommen, grob geschätzt liegt ihr Anteil jetzt bei 10%.

08.05.2014
Die Mädels haben mich bitter enttäuscht, nichts mehr da von den richtig großen Larven,
welche ich als werdende Jungköniginnen gesehen hatte.
Innerhalb weniger Tage alle verschwunden.
Werde ihnen wohl nicht das benötigte Futter angeboten haben.

Allerdings arbeiten sie kräftig daran, meiner Aussage "Das Volk der Millionen" gerecht zu werden.
Pheidole sinica  Pheidole sinica Pheidole sinica Pheidole sinica          
Mitten im Getümmel ihre Königin.
Diese ist überaus flink auf den Beinen und kann licht überhaupt nicht leiden.
Dank ihrer Größe hat sie allerdings keine Chance sich vor mir zu verbergen.
Pheidole sinica  Pheidole sinica Pheidole sinica             
In der Arena das immer selbe Geschehen.
Arbeiterinnen die nie genug Futter finden können.
Hier haben sie einen gerade geschlüpften Brummer zu packen gekommen.
Pheidole sinica                 Video bei  YouTube
Gut lässt sich dabei erkennen wie geschickt sie vorgehen, um ihre Beute am Boden zu halten.
Beine und Fühler gepackt und in alle Richtungen gezogen.
Welche Beute kann da noch richtig auf die Beine kommen, um zu flüchten?                  

Mit einem Heimchen machen sie es genau so.
Pheidole sinica
              Video bei  YouTube

Eine ganz besondere Leckerei, der sie nun wirklich nicht widerstehen können.
Haselnuss-Joghurt
              Video bei  YouTube

18.09.2014
Ist nicht zu glauben, was diese Ameisen an Nachwuchs aufziehen.
Pheidole sinica Nestausschnitt_              Video bei  YouTube                          

Klar, was dann kommen muss, einige Tausend Arbeiterinnen.

Mein Ansatz, die Arbeiterinnenanzahl zu begrenzen, indem sie kein größeres Nest bekommen.
Irgendwie klappt das nicht richtig, alles was an Arbeiterinnen nicht mehr ins Nest passt, lungert oder rennt in der Arena rum.
Pheidole sinica Arbeiterinnen              Video bei  YouTube

Pheidole sinica Arbeiterinnen              Video bei  YouTube

Macht Spaß diese lebhaften Ameisen beim Herumwuseln zu beobachten.
Habe deshalb eine Strategieänderung beschlossen, sie bekommen ein größeres Nest.

Hier der Anfang von dem, was mal  ihr Nest werden soll.
                   

Wenn Ihr jetzt denkt, wird das nicht zu groß, schauen wir mal, was diese Ameisen später damit anfangen.

Auch ein anderer Weg ist machbar, eine kontinuierliche Entfernung von Ameisen.
Das lässt sich gut machen mit einen Exhauster.
Die abgesaugten Ameisen kommen in den Gefrierschrank.
In der Natur gehen viele Ameisen verloren und das wäre in der Haltung ein Ersatz dafür.
Auch wenn wir Halter eher bedacht sind, unsere Völker nicht zu dezimieren, viele Ameisen aufzuziehen,
diese Art kann durch Entnahme von Arbeiterinnen gehalten werden.

03.10.2014
Das neue Nest ist fertig, das Abenteuer Umzug kann beginnen.
Tausende dieser flinken kleinen Tiere ins neue Nest zu bekommen, das kann noch lustig werden.

In Anbetracht der schnellen Zunahme an Ameisen, was diese Art prima drauf hat, ist das neue Nest deutlich größer als das Alte.
           

Kaum angeschlossen waren sie auch schon da.
Nicht 2 - 3 Ameisen, das geht bei dieser Art gleich richtig zur Sache.
War nur eine Frage von Minuten und Hunderte untersuchten das, was ich ihnen als ihre neue Heimat anbiete.
                  

04.10.2014
Donnerschlag, die legen ja gleich richtig los.
Ich mache mir noch Gedanken, wie ich sie ins neue Nest bekomme, da sind die Ameisen schon voll bei der Arbeit.
Ameise um Ameise damit beschäftigt, eifrig Puppen ins neue Nest zu tragen.
Erste Bilder der Nestbesetzer aus ihrem neuen Heim.
                             

                     

22.10.2014
Sie haben mich ganz schön reingelegt.
Ihren ganzen Nachwuchs in das neue Nest geschleppt, wie von mir so gedacht, nur das war es auch schon.
Ihr altes Nest benutzen sie weiter als zusätzliche Arena, das geht ja wohl gar nicht.
Also flugs eine kräftige Lichtquelle aufgestellt und auf ihr altes Nest gerichtet.
Was für eine Panik und Gerenne, alles was Beine hat, versuchte zu flüchten.

Nicht alle Ameisen konnte ich so vertreiben, an die Hundert fanden im alten Nest irgendwelche Ecken, wo sie sich verkriechen konnten.
In Anbetracht der großen Anzahl der vorhandenen Arbeiterinnenanzahl stöpselte ich das Nest ab
und verfrachtete es ein paar Tage in den Gefrierschrank.
Zugegeben war nicht die beste Möglichkeit, in ihrem natürlichem Lebensraum werden sie mit größeren Verlusten zurechtkommen müssen.

Weitere Beobachtung.
Viele der Ameisen, die vorher aus Platzmangel im Nest, in der Arena herumlungerten, haben sich ins neue Nest zurückgezogen.

Alles was diese Ameisen zwischen ihre Mandibeln (Mundwerkzeuge) bekommen können, wird zerlegt.
Jetzt haben sie dafür noch ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Schlauchverbindung - T - Stücke, die ich für spätere Erweiterungen eingebaut habe, haben ein besonderes Interesse bei diesen Ameisen gefunden.
Genauer geschrieben, die Watte mit der ich noch nicht gebrauchte Anschlüsse verstopft habe.
       Video dazu    YouTube
"Ordentliche" Ameisen legen einen ordentlichen Müllhaufen an.
Pheidole sinica machen da keine Ausnahme.
Alles was für diese Ameisen nicht mehr brauchbar ist, wird in einer Arenaecke gestapelt.
                

Sieht auf den ersten Blick beängstigend aus, all die vielen toten Ameisen.
Wie andere Ameisenarten auch leben diese Ameisen nicht ewig.
Über die Zeit kommen so viele tote Ameisen mit auf dem Müll.
Klar auch, dass mit steigender Arbeiterinnenanzahl entsprechend die Totenanzahl zunimmt.
Ist nicht festzustellen, wie lange die Arbeiterinnen dieser Art leben.
Soweit ich es überblicke, können das nur einige Monate sein.

Daraus lässt sich ableiten, dass diese Ameisen immer passende Bedingungen haben müssen,
um Nachwuchs aufziehen zu können.

Müssen es immer Insekten sein, um die Proteinversorgung sicher zu stellen?
Hier gibt es ungewürztes Mett zu futtern.
Pheidole sinica zerlegen Mett-        Video dazu  YouTube       

Sie sind durchaus nicht abgeneigt und nach ein paar Stunden ist alles verschwunden.

31.10.2014
Ameisenhaltung lässt sich durchaus einfach gestallten.
Mit einfachen Basteleien kommt deutlich mehr Spaß in die Haltung, mit manchmal unerwarteten Beobachtungsmöglichkeiten.

Ständig ärgerten mich diese kleinen Biester, indem sie ihren Müll einfach in die Behältnisse fürs Zuckerwasser packten.
Dabei waren sie noch so hinterhältig, erst die Behältnisse leerzutrinken und dann vollzumüllen.
Da musste Abhilfe her und so ist dieses einfache Teil entstanden.
             

Das haben sie nun von ihrer Dreistigkeit, der Weg zum Futter ist jetzt ein wenig weiter.
Naja gestört hat sie das nicht wirklich, die Wege die sie in der Natur laufen müssen, sind noch um einiges länger.

Oben auf dem Gestell, ein Kronenkorken mit Zuckerwasser, der schnell entdeckt wurde.
              

Ganz oben auf dem Speiseplan dieser Ameisen stehen Fliegenpuppen.
Die sie im Gegensatz zu einigen anderen Ameisenarten als Beute erkennen.
Ein paar Puppen mit oben auf das Gestell gelegt und erwartungsvoll auf das Kommende gewartet.
                

Es kam, was kommen musste, Fliegenpuppen auf Wanderschaft.
  

Nur keinen Fehler machen und die Beute fallen lassen, das würde in der Natur dem Verlust der Beute gleichkommen.
Nur durch Zufall würden sie diese wieder finden.

Überaus bemüht, ihre Beute sicher vom Gestell zum Boden zu bringen, lies so manche Akrobatik bewundern.
Schaut selber    YouTube

Das mit dem Müll hat irgendwie nicht richtig geklappt, eigentlich gar nicht.
Kaum hatten sie den Deckel leergetrunken wurde er zur Müllhalde umfunktioniert.
Tote Ameisen und das was sie sonst nicht mehr gebrauchen können, einfach reingepackt.
Das sie dafür 40 cm in die Höhe laufen müssen, es stört sie nicht.
                 

Bei verschiedenen Pheidole - Arten ist nachzulesen, dass sie auch Samen/Körner nehmen.
Mal schauen, was Pheidole sinica davon halten.
In Regal stand noch eine Körnermischung, die ich gerne meinen Messor anbiete, nichts wie rein mit dem Zeug ins Pheidole Becken.
           Video dazu bei  YouTube        
Was darauf folgte, lässt sich schnell beschreiben, das war nichts.
Sie kamen in größerer Anzahl gelaufen, wie immer wenn etwas Fremdes in ihre Anlage kommt.
Oberflächlich betrachte könnte das durchaus als Interesse gedeutet werden.
Zudem trugen einige Ameisen kleinere Körner in Richtung Nest.
Ein paar Stunden später lagen all die schönen Körner auf dem Müll.
Was aus den wenigen Körner wurde, die sie ins Nest getragen hatten, war nicht zu beobachten.

Wenn es darum geht, Beute aufzuspüren ist das die Aufgabe der kleinen Arbeiterinnen.
Genauso sieht es aus mit dem Abtransport.
Will die Beute nicht so wie die Ameisen es wollen, verhält sie widerspenstig oder versucht zu flüchten, sind schnell Soldatenarbeiterinnen zur Stelle.
Zudem sind diese äußerst hilfreich, wenn es gilt, größere Beute in transportable Stücke zu zerlegen.

Hier ein Video, wo das gut sichtbar wird   YouTube

Fliegen und Mehlkäferlarven werden bei Pheidole sinica gerne gesehen.
Das ganz besonders, wenn sich diese auch fangen lassen.

Erst hatte ich gedacht, ich gucke nicht richtig, die Ameisen bekommen es hin, eine gesunde, intakte, flugfähige Goldfliege zu fangen.
Was natürlich nur möglich ist bei einer höheren Arbeiterinnendichte in der Anlage.
An für sich ist das auch noch nachzuvollziehen, nur das eigentlich erstaunliche dabei,
eine Arbeiterin bekommt es alleine hin eine am Bein gepackte Fliege am Boden zu halten.
Wobei das nicht mal eine Soldatenarbeiterin ist, sondern eine der Kleinen.
Schnell finden sich weitere Arbeiterinnen ein die sich an den anderen Beinen der Fliege zu schaffen machen.
Geschickt alle Beine in alle Richtungen gezogen, hat eine Fliege schnell verloren.
Video dazu bei      YouTube

04.03.2015
Nach jetzt doch längerer Haltung haben sich ein paar Beobachtungen herauskristallisiert.
Sehr schnelle Zunahme der Arbeiterinnenanzahl.
Ganz grob geschätzt, wirklich nur ganz grob geschätzt, dürften es weit mehr als 5000 Ameisen sein.

Voraussetzung dafür, immer reichlich Futter und die Haltungsparameter müssen halbwegs passen.
Werden sie zu kalt gehalten, erhöht sich die Sterberate deutlich, reichlich warm passt auch nicht.
23 – 25°C sind angesagt.
Besonders feucht braucht es nicht zu sein, die Arena kann komplett trocken bleiben.
Im Nest dagegen brauchen sie es gut feucht.
Darauf ist anfangs (bei einen kleinem Volk) besonders zu achten.
Später reicht es, ihnen immer ausreichend Trinkwasser anzubieten, für die Nestbefeuchtung sorgen sie dann selber.
Das machen sie derart ausgiebig, das dadurch ständig Kondenswasser an der Scheibe die Sicht ins Nest überwiegend verschleiert,
sehr zum Leidwesen ihres Halters.
     

Ameisen die kaum Ansprüche stellen, alles an Insekten futtern, was angeboten wird.
Kleinere Insekten transportieren sie am Stück in Richtung Nest, größere ziehen sie unter eine Deckung und zerlegen danach ihre Beute.
Sehr schnelle Rekrutierungszeit ermöglicht es, dass sie auch größere Beutetiere erlegen können.
Da ist schnell richtig Leben in der Bude, wie hier wo sie Fliegen fangen. 
Pheidole sinica richtig Leben in der Bude        YouTube         

Naja so ganz richtig ist das nicht, die Insekten hätten eh keine Chance aus der Arena zu entkomme.

        

Ab und an brauchen sie was Kräftigeres zum Beißen, gerne nehmen sie  Walnuss, Haselnuss, Erdnuss und Sonnenblumenkerne.
Klar das muss alles gut zerkleinert angeboten werden, sonst brauchen sie ewig bis sie selber alles zerkleinert haben.
Sie gehen auch an Zuckerwasser, allerdings darf das nie in größerer Menge offen angeboten werden,
sie drängen sich sonst gegenseitig in die Flüssigkeit.
Es reicht Kohlenhydrate nur gelegentlich anzubieten, alles was zu viel ist, decken sie mit Müll ab.
Müll, eher ein leidliches Thema bei diesen Ameisen, davon produzieren sie reichlich und das Schlimme dabei, sie kennen in der Arena keine Ordnung.
Den Müll verteilen sie verstreut in der Arena, besonders hilfreich, wenn es darum geht, diesen zu entfernen oder Sauber zu machen.
Ohne Reinigungsarbeiten geht es nicht, gibt sonst ganz schnell einen anderen Bodenbelag als der, der von ihrem Halter eingebracht wurde.
Störungen mögen diese Ameisen überhaupt nicht, da reagieren sie genau so, als wenn ihnen Insekten angeboten werden.
Schnell wimmelt es nur noch so von Ameisen, die überaus aggressiv durcheinander laufen, selbst die Scheiben lassen sie dabei nicht aus.
Das kommt natürlich besonders gut bei Reinigungsarbeiten, ohne Verluste an Ameisen lässt sich da nichts gestalten.

Der Ausbruchsschutz ist ein besonderes Thema bei dieser Art, das viel Aufmerksamkeit und ständiger Kontrolle bedarf.
War zwar der Meinung, dass ich das alles gut gelöst hatte, leider sind die Ameisen da anderer Meinung.
In der Arena lassen sie sich gut unter Kontrolle halten, Paraffinöl wirkt da Wunder.
Der Problemfall ist das externe Nest, dort muss ich ständig nachbessern, weil ich ein paar Baufehler gemacht habe,
die ich vorher nicht so gesehen hatte.

Ganz gravierend, die Kunststoffplatten die ich für die Einkapselung des Nestes verwendet habe,
sind zu weich und halten den Mandibeln dieser Ameisen nicht stand.
Nachbesserungen andauernd erforderlich.
Leider lässt sich das nur mit Silicon gestalten.
Alles was da dicker ist als eine Ameise, wird durchgenagt aber das hatten wir ja schon.
Pheidole sinica 04.03.2015_3-                    

Letztendlich werde ich wohl ein neues Nest bauen müssen und schauen das ich sie da möglichst alle rein bekomme.

13.04.2015
Seit ein paar Tagen ziehen sie größere Larven auf.
                

Wollen mir wohl eine besondere Freude machen und besonders große Majorarbeiterinnen (Soldatenarbeitrinnen) aufziehen,
die ich auch ohne Brille gut beobachten kann.
Na ja wohl eher nicht.
Sie sind dabei Geschlechtstiere aufzuziehen.
Ob es Männchen oder Jungköniginnen werden, muss sich noch zeigen.
Jetzt nur nichts falsch machen und immer abwechslungsreich für viel Futter sorgen.

03.06.2015
Ist mir nicht gelungen, ihr externes Nest dauerhaft dicht zu bekommen.
Meine Versuche brachten dabei durchaus überraschend Ergebnisse.
Sieht wohl eher wie Landschaftsgestaltung aus als wie nach Ausbruchssicherung.
           

Ist unglaublich was viele Ameisen mit Ausdauer immer wieder durchgenagt bekommen.
Zudem war im Nest auch kaum noch eine Zwischenwand dort wo ich sie mal hin gebaut hatte.
Was diesen Tieren nicht passte, wurde ebenfalls zernagt.
    

Ist richtig interessant, sie dabei zu beobachten, wie sie die Nestgestaltung ihres Halters umfunktionieren.

Es half nicht, ein neues Nest musste her.
Die Entscheidung fiel auf ein Farmbecken, 60 x 30 x 6 cm.
Dort rein ein Gipsnest, das dürfte für Ameisen ausbruchssicher sein.
                     

Die Beobachtungsmöglichkeiten in einem stehenden Nest sind deutlich schlechter als bei einem liegenden Nest.
Platzgründe waren für das stehende Nest auschlaggebend.
Links am Nestrand eine Seramischicht um das Nest befeuchten zu können, wenn das mal nötig sein sollte.
Eher werden sie wohl die Seramessteinchen heraus kramen.

Neues Nest, altes Nest, Arena mit Schläuchen verbunden und auf die Lauer gelegt.
Werden sie das neue Nest annehmen und wie sieht es mit einem Umzug aus?

Was auch nichts geworden ist, die Aufzucht von Jungköniginnen.
Einige Hundert Männchen, das ist das Resultat der größeren Larven.
   

09.06.2015
Na ja der Umzug?
Klar er musste sein und dafür habe ich ein drastisches Mittel angewendet.
Einfach die Bettdecke weggezogen!
Von jetzt auf gleich, die Nestabdunglung entfernt.
Für die von Euch die schon länger Ameisen halten, ist klar wie Ameisen darauf reagieren, Panik.
Sowas funktioniert auch nur richtig, wenn Ameisen schlagartig mit viel Licht konfrontiert werden.
Mit Abstufungen Licht zugeführt, hier nicht angebracht, jedenfalls wenn es darum geht, sie aus ihrem alten Nest zu vertreiben.
Solange kein grelles Licht oder direktes Sonnenlicht aus ein Ameisennest fällt,
können sich Ameisen durchaus an Helligkeit im Nestbereich gewöhnt werden.

Ist in den Foren immer wieder nachzulesen, das bestimmte Ameisenarten besonders umzugsfaul sind.
Für mich ist das nur Blödsinn!
Entweder sind Ameisen mit ihrer Entwicklung noch nicht soweit, das sie umziehen wollen,
es nur der ungeduldige Wunsch ihres Halters ist oder das neue Nest einfach nicht attraktiv ist.

War auch meine Sorge, dass das was ich als neues Nest gebaut hatte, nicht so ganz richtig sein könnte.
Erfreulich, das neue Nest wurde von jetzt auf gleich richtig, mit vielen Ameisen belaufen.
Ein Bild das dabei entstanden ist.
           
        
Nur reicht das schon, um Pheidole palidula zu einem Umzug zu bewegen?
Gibt ja richtig viel Nachwuchs, den sie in einem passenden Klima verstauen müssen.
             

Für die von Euch, die meinen YouTube – Video – Block mitverfolgen, ist das allerdings nicht mehr neu.

https://www.youtube.com/user/Erne49/videos

Ist der Schlauchzugang in ihr neues Nest, Umzug im vollen Gange.
Pheidole sinica Video                        

19.06.2015
Wo war ich stehengeblieben?
Stimmt, Umzug ist gerade dran.
Der ging sowas von glatt über die Bühne, ist nicht zu glauben.
Gut 3 Tage und sie waren drin im neuen Nest.

Naja ein kleines Problem tat sich auf, etliche Hunderte an Ameisen waren der Ansicht, dass sie ihr altes Nest einfach als Auslauf weiter nutzen könnten.
Um diese dort herauszubekommen, half nur eine List und die sah so aus.
      

Habe den Schlauch zum alten Nest mit einem dünneren Schlauch deutlich verlängert.
Dessen Ende erst bis auf den Boden reichend.
Später knapp über dem Arenaboden enden lassen.
Gerade so knapp, dass keine Ameisen zurück in den Schlauch krabbeln konnten.
Klar dass diese Ameisen auch gerne die Außenseite des Schlauches erkundet hätten, damit sie nicht die Gelegenheit dafür bekommen,
einmal gut Paraffinöl auf den Schlauch.
Ameise um Ameise purzelte aus dem Schlauch in die Arena und nach ein paar Tagen hatte ich sie da, wo ich sie haben wollte.

Für Euch sicherlich jetzt die Frage, wo leben sie jetzt, wie sieht es aus im neuen Nest?
             

Erinnert mich irgendwie an einen Plattenbau, alle Zimmer belegt.
Blick in eine der vielen Nestkammern.
           

22.06.2015
So ein Umzug macht hungrig.
Na ja so ganz richtig ist das nicht, diese Ameisen sind immer hungrig.
Was die so Täglich an Insekten in ihr Nest schleppen, ist nicht zu glauben, man muss es selber gesehen haben.
Für Ameisenarten wie Pheidole sinica, die es auf viele Arbeiterinnen bringen, ist es in der Haltung kein Problem, auch größere Beutetiere zu erlegen.
               Video darüber  bei   >>  YouTube     

War der Anteil der Soldatenarbeiterinnen beim kleinen Volk nur gering, hat sich das kräftig verändert.
Deren Anteil hat sich mit größer werdenden Volk, deutlich erhöht.
Überaus kräftige Ameisen die schnell immer dort auftauchen, wo ein Insekt sich nicht gleich festhalten/erbeuten lässt.

17.02.2016
Wenn ihr gerne Ameisen halten möchtet, deren Volk aus richtig vielen Arbeiterinnen besteht, bei denen immer was los ist,
seid Ihr bei Pheidole sinica richtig.
Tage wo kaum eine Ameise sichtbar ist, kennen sie nicht.
Zu Hunderten sind sie in der Anlage unterwegs, immer auf der Suche nach was zum Futtern oder nach einem Weg aus ihrer Anlage.
Mit etwas Sorgfalt ist es allerdings auch kein Problem sie vor dem Ausbrechen abzuhalten.
Paraffinöl wirkt bei dieser Art prima.

Um zu verdeutlichen, was so abgeht an Leben bei Pheidole sinica, hier ein kleines Video, das den Eingang in die Arena ablichtet.
Pheidole sinica                Video >>  YouTube

Allerdings hat eine derartige Ameisenanzahl auch ihre Schattenseiten.
Wer das nicht kennt, wird besorgt reagieren.
Jeden Tag sterben hunderte an Arbeiterinnen, über die Woche kommt ein ordentlicher Haufen toter Ameisen zusammen.
Wie ihren Müll, Beziehungsweise mit ihrem Müll, stapeln sie die Toten an einem Ort in der Arena.
Pheidole sinica               Video >>  YouTube

Es gibt normal keinen Anlass besorgt zu sein, beim Anblick derartig vieler toter Ameisen.
Es sind nur die Ameisen die in der Vergangenheit in derartiger Anzahl mal geschlüpft sind.
Mit anderen Worten, Ameisen leben nicht ewig.

Bei der großen Anzahl an Arbeiterinnen haben auch größere Beutetiere keine Chance.
Hier haben sie ein Heimchen erlegt.
Einige Mojorarbeiterinnen haben sich eingefunden, um mit ihren kräftigen Mandibeln, bei der Zerkleinerung zu helfen.
Pheidole sinica          Video >>  YouTube

12.12.2016
Ist immer wieder beeindruckend, wie schnell sich eine größere Anzahl an Arbeiterinnen einfindet, um Zuckerwasser zu trinken.
3 – 4 solcher Kronenkorkenfüllungen schlürfen sie pro Tag.
                                                         
                                                         
                                                           
                                                          
                                                          
                                                          


Das Ding einmal zu leeren geht ratz fatz, ca. 20 Minuten und nichts ist mehr da.

Wer diese Ameisen hält, dem sollte klar sein, Pheidole sinica haben immer Hunger und brauchen täglich viel Futter.
Da bei machen sie keinen Unterschied, ob die Beute groß oder klein ist.
                                                            
                                                             
                                                              
                                                               
                                                                


Viele Ameisen und keine Fluchtmöglichkeit für Beutetiere keine Chance zu entkommen.
Selbst richtig große Heuschrecken würden sie erlegen.
Pheidole sinica  Pheidole sinica Pheidole sinica                            

Um Beutetiere nicht unnütz zu quellen, ist es angebracht, diese vorab zu töten.

Gierig wie sie sind, zerren sie derart große Beutetiere auch schon mal fast komplett, durch den Schlauch, ins Nest.
Pheidole sinica  Pheidole sinica                            

Viele Arbeiterinnen gemeinsam haben die nötige Kraft dafür.

03.02.2017
Lege nochmal nach.
Ist schon ein richtig großer Brocken, eine Heuschrecke.
Heuschrecke      

Für Pheidole sinica, in einem begrenzten Raum einer Ameisenhaltung,
ein derartiges, lebendes Insekt zu erbeuten, kein Problem.
Bei einer  hohen Arbeiterinnendichte, würden sie auch eine lebende Maus zur Strecke bringen.
Nur muss das sein, lebende Insekten an zu bieten und beobachten wie diese erlegt werden?
Sicherlich muss jeder Halter derartige Beobachten mal machen, um einordnen zu können, dass sowas nicht sein muss.
Pheidole sinica nehmen gerne tote Insekten, passt prima, kein Insekt muss sie quälen um als Futter zu enden.
So gefräßig wie sie sind, sind sie gleich dabei, wenn sie die Chance bekommen,
eine Heuschrecke in ihren Futterkreislauf zu übernehmen.
Heuschrecke            

Allerdings haben sie sich damit auch ein ordentliches Problem eingehandelt.
Das Teil passt nicht durch den Zugang zum Nest.
                                               
                                                
                                                
                                                 
                                                  
                                                    


Irgendwie doch kein Problem für diese Ameisen.
Heuschrecke            

Sie haben das Problem gelöst, wie, habt Ihr das erkannt?

Was sie nicht nach Hause schleppen können, wird bis aufs Letzte ausgehöhlt,
sogar die Beine der Heuschrecke haben noch was hergegeben.
      

Nur noch Brösel was am Ende übrig geblieben ist.
Ohne zu übertreiben, die Mädels haben ganze Arbeit geleistet.
                        


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