Pheidole cf. yeensis

Pheidole2                                               
 
Eine weitere Pheidole - Art, die aus Asien kommt, Pheidole cf. yeensis
Genauere Herkunft, wie immer Fehlanzeige.
Genauso die üblichen Haltungsparameter, 20 - 28°C und 60 - 80% Feuchtigkeit.
Das hört sich doch nach einer Herausforderung an oder?
Zum Glück sind Pheidole - Arten, jedenfalls die es zu erwerben gibt, meistens belastbar. 

Königin
          

Mojorarbeiterin
  

Männchen
          

Arbeiterin
                     

Gruppe
 

        
Haltungsparameter bei mir:
Temperatur: 23 - 25°C
Luftfeuchtfeuchtigkeit in der Arena, unsere übliche Raumfeuchtigkeit.
Nest leicht feucht.

Sind Vorgaben, die leicht hinzubekommen sind.
Und vorweggenommen unkomplizierte Ameisen,
die keine besonderen Ansprüche stellen und von einem Halter mit Grundkenntnissen der Ameisenhaltung, durchaus aufzuziehen sind.
Das sie zudem größer sind als z. B. Pheidole pallidula kommt da noch helfend mit dazu.
Nicht jede kleinste Ritze ist für Ausbrüche geeignet.
Allerdings stellen sich bei dieser Art schnell Probleme ein bei der Verwendung von Paraffinöl.
Das ist ein wenig Probieren und Versuchen angesagt.
Dünne Paraffinölaufträge überlaufen sie und in zu Üppigen verkleben und sterben sie.

Wie andere Pheidole - Arten, sind auch diese Ameisen in der Lage ein Vielfaches ihrer Arbeiterinnenanzahl an Nachwuchs aufzuziehen.
                                               

Anders gesagt, bei passenden Bedingungen und guter Futterversorgung wird es schnell wuselig in der Anlage.
Eine Entwicklungszeit von grob 5 - 6 Wochen hilft da kräftig mit.
Die Entwicklungszeit für ihre Soldatinnen konnte ich nicht abklären.

Am Anfang sind sie zickig, was die Insektenversorgung betrifft, ein wenig Probieren hilft.
Kleinste Insekten werden besonders bevorzugt.
Wirkliche Mikroheimchen und kleinste Fliegen kommen gut.
Mehlwürmer, roh oder überbrüht, gut zerkleinert, wollten sie nicht.
Wie bei anderen Ameisenarten auch zu beobachten, mit wachsender Arbeiterinnenanzahl ändern sich die Futtergewohnheiten.
Zudem trinken sie Zucker- und Honigwasser.
Ob nun Zucker- oder Honigwasser ist ihnen egal, die Mischung darf nur nicht zu dick sein.

Noch relativ selten, eine Soldatin im Außendienst, wie sie hilft, eine größere Beute zu erlegen.
Pheidole  Pheidole                  

Richtig kräftige Arbeiterinnen, die deutlich größer sind als ihre normalen Arbeiterinnen.
Erinnern ein wenig an Pheidologeton diversus.
Das nicht nur im Aussehen, auch die Lebensweise dieser Art hat deuliche Prallen ohne die Empfindlichkeit von Pheidologeton.

Noch sind Soldatenarbeiterinnen äußerst selten außerhalb des Nestes zu beobachten, hocken überwiegend im Nest.
Pralle Gaster zeigen ihre Funktion als lebende Speicher.
Dabei sind sie in diesem Volk nicht selten, unter den 200 grob gezählten Arbeiterinnen gibt es etwa 40 von ihnen.

Selten zu beobachten, Soldatinnen, die überaus eifrig furagieren, was auf den ersten Blick das Interesse ihres Halters zu wecken versteht.
Weiter hingeschaut zeichnet sich eine Tragödie ab, sie irren herum, bis sie sterben.
Keine Rückkehr mehr ist Nest, so wie es nicht selten bei Ameisen zu beobachten ist die versuchen sich vom Nest zu entfernen, um zu sterben.

Angriff auf der ganzen Linie.
                       

Wie gehabt, die Kleinsten müssen ran.
Diese Ameisen gehen an Überbrühtes, Eingefrorenes, richtig munter werden sie bei Frischfutter.
Kleine Mehlwürmer, gleich nach der Häutung bringen richtig Leben in diese Truppe.

02.06.2011
Sicherlich, für mich immer ein besonderes Erlebnis eine Königin,
ein kleines Volk aufzuziehen und auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen zu bringen.
Wer will das nicht?

Einige Pheidole - Arten, wie nachzulesen, ziehen schon früh, mit wenigen Arbeiterinnen Geschlechtstiere auf.
Bei den Pheidole - Arten, die ich halte, gehalten habe, immer eine nicht alltägliche Gratwanderung,
diese auf eine reichliche Arbeiterinnenanzahl bringen, so wie ich es mag und die für mich viele unterschiedliche Beobachtungen
und Anlagengestaltungsmöglichkeiten erst anbieten, so zu versorgen, das es bei der Aufzucht von Arbeiterinnen bleibt.

Was soll ich schreiben, ist mir nicht gelungen.
Ein Blick ins Nest, ihre Arbeiterinnenanzahl für mich am unterem Limit.
                

Viele Jungköniginnen und wenige Männchen sind geschlüpft.
 

Eine Jungkönigin.
                                  

Ein Männchen.
                          

Wie ich es auch schon bei anderen Arten beobachten konnte, verhält es sich auch bei dieser Art.
In Gefangenschaft brechen Jungköniginnen nach einigen erfolglosen Schwarmversuchen ihre Flügel ab.
Sie sind Selbstversorger und belasten das Volk nicht.
                       

Einzigstes aufkommendes Problem hat ihr Halter, die Altkönigin ist kaum bis gar nicht von den flügellosen Jungköniginnen zu unterscheiden.

Auch die noch Geflügelten wissen einen guten Tropfen zu schätzen.
                    
Alle trinken gern, nicht Zuckerwasser, selbst an Wassertropfen sind sie häufig zu beobachten.
Eine Ameisenart, die ständig auf den Beinen ist, so lange Ihr sie nicht hoffnungslos überfüttert aber das kennt Ihr ja schon von anderen Arten.
Gerne schaue ich ihnen zu und gucke wie sie geschickt kleinere Beutetiere leicht vom Boden abheben und im Team abtransportieren.

Auf den Bildern zu sehen, die Größenverhältnisse dieser Tiere.                
                        

Auffällig die großen, kräftigen Majorarbeiterinnen, die bei diese Pheidole Art besonders groß ausfallen.

Mit doch einiger Verwunderung eine Beobachtung, die ich nicht erwartet hatte.
Männchen, die das Nest verlassen haben, nehmen noch selbständig Nahrung auf.
                                     

Nichts geht über Fliegen!
Fast alle meine Ameisenarten haben ein bevorzugtes Futter, Fliegen.
Diese Ameisen haben eine weitere Vorliebe.
                                  

Würmer, frisch gehäutete, lebende Mehlwürmer.

Sind schon kräftige Mädels ihre Mojorarbeiterinnen.
                          

Hier hat sich noch eine unbegattete Jungkönigin mit aufs Bild gemogelt.
                           

Es gehen nur frisch gehäutete Mehlwürmer.              
                

Ältere, Ausgehärtete bekommen sie nicht erlegt.
Ist eine Beobachtung mit Einschränkung, später mit reichlich mehr Arbeiterinnen und der Sachlage,
dass Mehlwürmer in unseren beengten Anlagen, keine Chance haben, um sich aus dem Staub zu machen,
könnten sie Pech haben, und auch als Futter enden.
Die Frage, die sich jetzt für mich stellt, wie groß werden überhaupt Pheidole yeensis Völker?

Verbissen wird um jedes Beutetier gekämpft.
Erstaunlich wie aggressiv sich flügellose Jungkönigin daran beteiligen.                  
Video Pheidole Video Pheidole yeensis 2                                            

Pheidole yeensis  Pheidole yeensis          

Spinnen in dieser Größe, sind als Futter nur zu gebrauchen, wenn sie nicht mehr leben.
                       
Sind nicht die Spinnen, die für Ameisen gefährlich sind, sondern ihre Netze und die Möglichkeit Beutetiere blitzschnell einzuspinnen.

02.11.2011
Sollte ich jetzt schreiben Glück gehabt oder Pech gehabt?
Gibt Tage da, gibt es Beobachtungen, die sonst nicht zu machen sind.
Einer dieser Tage war heute.
Seit längerer Zeit versuche ich herauszufinden was für diese Art an Nestfeuchtigkeit notwendig ist, wie weit sich diese verringern lässt?
Mittlerweile war die Nestfeuchtigkeit soweit abgesunken, dass diese Ameisen teilweise ausgezogen sind.
Mit "Kind und Kegel" einem Teil ihres Nachwuchses und einigen Geschlechtstieren haben sich in der Arena versammelt.
                     
Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wie kommt so was, es gibt dafür eine einfache Erklärung.
Irgendwie muss ich prüfen, wie ihnen die Nestfeuchtigkeit noch gefällt.
Dazu gibt es im Abstand von Tagen etwas Wasser auf ein kleines Stück des Arenagipsboden.
Heute war es soweit, das Nest zu trocken,
notgedrungen sind sie teilweise umgezogen auf den feuchten Arenaboden, mitten in die "Sonne", na ja Arenabeleuchtung.
Was nicht alles möglich ist!

Kleine Ameisen die nicht davor zurück schrecken auch größere Insekten zu erbeuten.
Als Team gelingt es auch den Kleinsten in größerer Anzahl.
Haben sich erst mal genug Arbeiterinnen in ein Insekt verbissen um es fest zu halten, am Boden zu halten, dann war es das für das Insekt.
                             
Hier haben sie ein Myrmecia Männchen erbeutet.

In ein paar Stunden wird es kaum noch möglich sein das es ein Myrmecia Männchen war, alles zerlegt und Verwertbares abtransportiert.

13.01.2012
Im Vergleich zu Pheidole pallidula, die mit guter Pflege mit zu den Arten zählen die es schnell auf eine große Arbeiterinnenanzahl bringen,
lassen es Pheidole yeensis geruhsamer angehen.
Braucht schon länger bis richtig viele Arbeiterinnen zusammen kommen.
Sind die vorhanden, sind größere Beutetiere auch kein Problem mehr.
 Video                     


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