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Camponotus spec.
Aus5437    
  
Camponotus spec.
Herkunft: Südamerikanischer Regenwald
Größe: 6 - 10 mm
Farbe: gelb/braun
Verhalten: überaus flink, schreckhaft
Klima: Nest gut feucht, Arena kann auch mal kurz trocken sein, Temperatur Nest/Arena 24 - 25°C
            Bei zu trockener Haltung ziehen sie sich ins Nest zurück und stellen ihre Außenaktivitäten fast ein.

Futter: Fliegen, Mücken, kleine Heimchen, größere zerteilt, überbrühte zerteilte Fliegenmaden,
            überbrühte gut zerteilte Mehlkäferpuppen.
             Honig- und Zuckerwasser.

Sporadisch tragen sie viel Wasser ein, saugen sich genau so voll wie mit Kohlenhydraten.

Sie leben seit Dezember 2008 bei mir.
Erhalten eine Königin und gut 30 Arbeiterinnen ohne Brut.
Anfangs sah es so aus das ich sie nicht durchbekomme, gab erst im März 2009 die ersten Eier.
Es ist nachzulesen das diese Art keine Winterruhe braucht,
bei mir haben sie vor ein paar Wochen die 3. Ruhephase beendet.

Es ist nachzulesen, dass diese Art in morschen Ästen und in Baumhohlräumen lebt.
Für eine Haltung kein Problem, akzeptieren ein Gipsnest und entwickeln sich gut.

Sie leben bei mir praktisch in 3 Nestern.
Ein kleines Gipsnest in einem kleinen Becken,
     

in den Holzspänen, in die das Nest eingelagert ist und in einem externen, größeren Gipsnest.
         

Bei genauem Hingucken sind auch ein paar Majorarbeiterinnen auf den obigen Bildern zu erkennen.
Diese sind kaum größer als die normalen Arbeiterinnen.
Ihre breitere, kompaktere Kopfform verrät sie.

Elegante, schmale, feingliederige Tiere, auch ihre Königin macht da keine Ausnahme.
      

Ist dadurch schwer die Anzahl der Arbeiterinnen festzustellen, schätze grob um die 500.

Sind jetzt nur ein paar Informationen, die weiter ergänzt werden.
Mein größter Wunsch, ein wenig mehr Zeit.

10.09.2010
So wie sie nach der letzten Ruhepause wieder los legen und Nachwuchs aufziehen,
auch eine Camponotus - Art, die es auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen bringt.
     

      
Der dunkle Fleck im Hintergrund ist Müll, einen Teil davon bunkern sie im Nest.
Macht keinen Sinn dagegen was zu unternehmen.
Mit Erde gefüllte Kammern bringen nichts, wie andere Arten auch,
würden sie mehr frei graben als sie für sich und ihren Nachwuchs bräuchten und trotzdem Müll einlagern.
Ist einfach ein natürliches Verhaltensmuster bei vielen Ameisenarten

Ist nicht zu glauben wie flink diese Ameisen auf ihren grazilen Beinen sind.
Sind sie erst mal am Rennen, ist kaum hinterherzugucken, wo sie gerade rumwuseln..
Eine Arbeiterin auf der Hand ist schon ein Erlebnis.
Gucke ich auf den Handrücken, ist sie auch schon auf der Handunterseite oder schon im Ärmel.
Ist nur mit viel Mühe wieder ins Becken zu bekommen.
Deckel in der Anlage abzuheben ohne zusätzlichen Schmierkram am Rand als zusätzlichen Ausbruchsschutz,
braucht erst gar nicht versucht werden.
So aufmerksam wie sie sind, gehst sonst gleich ab ins Freie,
so schnell das erst hinterher nachzuzählen ist, was an Ameisen entwischt ist.

Sie sind gut auf den Beinen, gerne nutzen sie dabei Kletterhilfen.
Ein Loch in der Mitte der Seitenwand eines Beckens,  für einige Arten ein Unding, diese Art hat damit kein Problem,
behände zerren sie einer ihrer Lieblingsbeute da durch.
   

17.011.2010
Viele Arbeiterinnen schlüpfen zurzeit, sind die hellen fast durchsichtigen.
        
Weiterhin sind sie überaus emsig dabei noch einige mehr aufzuziehen.

Schaut ihnen in die Augen.
 IMG_0937-1           

       
Die haben was, dunkel heben sie sich deutlich am Kopf dieser grazilen, schöngezeichneten Ameisen ab.

Heute durfte ich für Euch einige Bilder aus dem Nest machen.
          

Dieses hier hatten sie mir verboten zu zeigen.
      

Denke es ging ihnen um den dunklen Fleck, den sie gerne verheimlicht hätten.
Das ist nicht etwas eine gerissene Abdeckscheibe oder wie früher ein interner Müllhaufen.
Sie haben eine Eigenart, für die ich keine Erklärung habe, sie kacken in ihr Nest.
Schön säuberlich alle auf einen Haufen.
Müsst Ihr jetzt aber nicht weiter sagen, sonst darf ich möglicherweise keine Bilder mehr machen.

Deutlich wird auch, es sind mehr Arbeiterinnen geworden, darunter jetzt viele Majorarbeiterinnen.
Nicht so imposant wie bei einigen anderen Arten dieser Gattung, dennoch mit ihren großen,
breiten Köpfen fallen sie ein wenig aus der Reihe der sonst eleganten Arbeiterinnen.

Ist nicht die üppige Arbeiterinnenanzahl auf die es manche anderen Camponotus Arten bringen können,
als Art mit wenigen Arbeiterinnen sind sie allerdings auch nicht mehr zu beschreiben.
Sie scheinen ihr normales Lebensalter noch nicht erreicht zu haben, die Sterberate ist weiterhin gering.

Gucken wir mal, was da noch zusammen kommt?

19.02.2011
Es ist wieder soweit, eine neue Ruhephase steht an und ihr Halter darf bald ins leere Becken gucken.
In den letzten Tagen sind sie deutlich ruhiger geworden, gut für mich,
kann mir jetzt die Insekten sparen, kaum noch Interesse daran.
Ein Blick ins Nest und schnell ist klar, es ist wieder soweit.
Camponotus spec.                           

Kaum noch Larven und deutlich abgenommene Anzahl der Puppen.
Wie schon die letzen Male, ohne Anreize stellen sie die Nachwuchsaufzucht ein.
Warme Temperaturen, genügend Feuchtigkeit, Futter bis zum Abwinken, sie lassen sich nicht beeinflussen.

Ihre Anzahl hat sich grob verdoppelt, irgendwo zwischen 500 - 800 Arbeiterinnen.
Ältere Ameisen haben ihr natürliches Alter in der Haltung erreicht und somit gibt es mehr Tote.
Erstes Anzeichen, das sich das Volk in seiner Arbeiterinnenanzahl stabilisiert.

29.04.2011
Sie haben mich reingelegt!
Eine Ruhephase angedeutet und sich nicht dran gehalten, halt Ameisen.
Die Nachwuchsaufzucht deutlich reduziert, allerdings nicht komplett eingestellt.
           

                        

19.08.2011
War eine lange Pause, die sie eingelegt hatten.
Jetzt sieht es so aus, dass sie wieder Nachwuchs aufziehen wollen.
Allerdings gibt es dafür nur bescheidene Anzeichen.
Wenige Eier, wenige Larven, ein paar Puppen.
Ist nicht der Start, den es nach vorhergehenden Ruhephasen, zu beobachten gab.
Auch gereichtes Insektenfutter findet nur geringe Beachtung.
Beobachtungen dir mir Anlass gaben, ihre Haltungsparameter zu überprüfen.
Bin nicht fündig geworden, sind so, wie sie immer waren.
Bleibt nur gucken, wie es weiter geht?

Die Ruhephase ging nicht spurlos vorüber.
Gestorbene Arbeiterinnen wurden nicht ergänzt, das Volk hat sich gering in der Arbeiterinnenanzahl verkleinert.

21.09.2012
Ist ein wenig her, das es über diese Schönheiten mit Augen zum Verlieben, hier was nachzulesen gab.

 

Es gibt sie noch in meiner Haltung und ich gebe sie nicht her.

Viele Camponotus - Arten sind reine Fleischvölker, womit ich meine, sie bringen es auf eine unüberschaubare Arbeiterinnenanzahl.
Diese grazile Art hat sich in meiner Haltung bei etwa 1000 Arbeiterinnen stabilisiert.
Ameisen, die unauffällig agieren, was sie nicht davon abhält, auch größere Beutetiere anzuknabbern.
Pech für eine Mehlkäferpuppe, das sie nicht laufen kann.

Camponotus spec. Video_1     Video auch hier:   YouTube 

Was gibt es sonst noch über diese flinken, grazilen Ameisen zu berichten?

Sie machen das was sie immer gemacht haben, gut 4 Monate Nachwuchsaufzucht                
    

und wie soll es nach getaner Arbeit anders sein,  ca. 3 Monte Ruhepause.
Das alles ohne jegliche Temperaturveränderungen.

29.12.2012
    

Einen guten Rutsch ins neue Jahr   

02.02.2013
Kleine, frische Heimchen stehen bei dieser Camponotus spec. ganz oben auf dem Speiseplan.
Die Freude ist groß, wenn sie so ein Beutetier finden.
Allerdings muss das frisch Tod sein, sonst gibt es nur eine Quälerei, sie bekommen lebende, flinke Heimchen nicht zu packen.
Ist ein Beutetier erst mal entdeckt, findet sich auch bald eine Mojorarbeiterin ein.
Mit dem kräftigen Mandibelneinsatz (Mundwerkzeuge) diese Tiere bleibt bei einem Heimchen schnell nichts mehr beieinander.
Video                   Video auch bei:    Youtube

23.02.2013
Das viele Futter bleibt nicht ohne Wirkung, viel Nachwuchs in Arbeit.
               

Vorab noch nie da gewesen, einige der Larven sind deutlich gelb gefärbt.
                   
Ist verwunderlich da sich außer in der Menge an der Zusammensetzung des Futters nichts geändert hat.

Leider ist es kaum möglich, brauchbare Bilder hin zu bekommen, die Einblicke ins Nest ermöglichen.
Hohe Nestfeuchtigkeit und die Fensterdekorationsaktivitäten der Damen wirken dagegen.

26.03.2013
Was haben sie da nur gefunden?
          Video           

Es bleibt ihr Geheimnis.

17.05.2013
Futterverteilung sichtbar gemacht mit Farbe im Zuckerwasser

Der Versuch mit der Farbe im Zuckerwasser ist mir richtig daneben gegangen!
Damit hier das Ende dieses Berichtes, schaut selber.
     

Camponotus - Arten wie z. B. nicobarensis, substitutus, herculeanus, ligniperdus,
bringen es auf eine Arbeiterinnenanzahl, die von ihren Haltern erst einmal untergebracht werden muss.

Bei dieser Art bin ich von einem übersichtlichen Volk ausgegangen.
Da bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, eine durchgehend gute Futterversorgung zeigt Wirkung.
Mehr als Gedränge im Nest, Ihr könnt folgern, was kommen muss?
Ein neues, größeres Nest muss her.

Was ich noch nicht beurteilen kann, wohin geht die Reise?
Sie sind dabei, ihre sonst beobachtete Ruhephase auszulassen.

09.08.2013
Es ist so geblieben, weiterhin keine Ruhephase.

Nach Jahren der Haltung dieser Art, haben sie es hinbekommen Geschlechtstiere aufzuziehen.
Für Jungköniginnen hat es nicht gereicht, ein paar Männchen, mehr ist nicht.
Ein noch nicht ganz ausgefärbtes Männchen, mit den wunderschönen, dunklen Augen von Mamma (Königin).
                  

22.01.2016
Die schönen Mädels mit den herrlichen, dunklen Augen, es gibt sie noch.

                                                      

Was ist geworden?
Es ist wie es ist, wird länger über eine Ameisenhaltung berichtet, verläuft sich die Sache.
Es wiederholt sich einfach vieles immer wieder um ständig berichten zu können.
Ein kleines Update, nach längerer Zeit ist dennoch drin.
Wie einige andere Ameisenarten auch, versuchen auch diese ihr Nest ständig zu erweitern.
Nötig hatten sie das nicht, hatte ich mich doch reichlich verschätzt und ihnen ein viel zu großes Nest angeboten.
Das hat sie allerdings nicht davon abgehalten, etliche Löcher in den Gips zu nagen.
Und nicht nur das, sie hatten auch noch die Frechheit den so erlangten Ausgang, ausgiebig zu genießen.
Hat Spaß gemacht, diese wieselflinken Tiere immer wieder ein zu fangen.
Ne überhaupt nicht und von den ständigen Nestflickerei hatte ich auch die Nase voll.
Also ein neues gebaut und die Ameisen zum Umzug überredet.
Na ja überredet, die Ameisen haben es anders erlebt, musste sie aus dem alten Nest schütteln.
Nach ein paar Tagen war die ganze Aufregung auch schon wieder vergessen.
Hier leben sie jetzt.
                      

Entwickeln sich normal weiter.
   

Schätze das es an die 1000 Ameisen sind, für die Gattung Camponotus eine durchaus überschaubare Anzahl.

Wie auch im alten Nest so auch im neuen, haben sie sich eine Toilette angelegt.
Camponotus spec. 22.01.2016_7-                        

Dort kacken sie nur hin, jegliche Abfälle lagern sie nicht im Nest.

Wie jedes Jahr so auch wieder jetzt, volle Aufregung bei den Ameisen.
Am späten Nachmittag, kurz bevor das Licht ausgeht, steht Schwärmen auf dem Programm.
Camponotus spec.           Video dazu bei   YouTube     

Leider ist es mir nicht gelungen, diese Ameisen dazu zu bewegen, auch Jungköniginnen aufzuziehen.

16.11.2016
Ein kurzes Lebenszeichen, mehr kann ich nicht anbieten.
Gibt einfach nichts was  ich hier noch nicht geschrieben habe.
Wie schon vorab berichtet, sie ziehen Männchen auf, ohne Ende.
Jeden Tag versuchen die armen Tiere zu schwärmen und dürfen nicht.
Camponotus spec  Camponotus spec                              

Soweit ein kleines Update.