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Camponotus spec.
    
Camponotus spec  

Camponotus spec.
Herkunft: Südamerikanischer Regenwald
Größe: 6 - 10 mm
Farbe: gelb/braun
Verhalten: überaus flink, schreckhaft
Klima: Nest gut feucht, Arena kann auch mal kurz trocken sein, Temperatur Nest/Arena 24 - 25°C
            Bei zu trockener Haltung ziehen sie sich ins Nest zurück und stellen ihre Außenaktivitäten fast ein.

Futter: Fliegen, Mücken, kleine Heimchen, größere zerteilt, überbrühte zerteilte Fliegenmaden, überbrühte gut zerteilte Mehlkäferpuppen.
             Honig- und Zuckerwasser.

Sporadisch tragen sie viel Wasser ein, saugen sich genau so voll wie mit Kohlenhydraten.

Sie leben seit Dezember 2008 bei mir.
Erhalten eine Königin und gut 30 Arbeiterinnen ohne Brut.
Anfangs sah es so aus das ich sie nicht durchbekomme, gab erst im März 2009 die ersten Eier.
Es ist nachzulesen das diese Art keine Winterruhe braucht, bei mir haben sie vor ein paar Wochen die 3. Ruhephase beendet.

Es ist nachzulesen, dass diese Art in morschen Ästen und in Baumhohlräumen lebt.
Für eine Haltung kein Problem, akzeptieren ein Gipsnest und entwickeln sich gut.

Sie leben bei mir praktisch in 3 Nestern.
Ein kleines Gipsnest in einem kleinen Becken,
     

in den Holzspänen, in die das Nest eingelagert ist und in einem externen, größeren Gipsnest.
         

Bei genauem Hingucken sind auch ein paar Majorarbeiterinnen auf den obigen Bildern zu erkennen.
Diese sind kaum größer als die normalen Arbeiterinnen.
Ihre breitere, kompaktere Kopfform verrät sie.

Elegante, schmale, feingliederige Tiere, auch ihre Königin macht da keine Ausnahme.
      

Ist dadurch schwer die Anzahl der Arbeiterinnen festzustellen, schätze grob um die 500.

Sind jetzt nur ein paar Informationen, die weiter ergänzt werden.
Mein größter Wunsch, ein wenig mehr Zeit.

10.09.2010
So wie sie nach der letzten Ruhepause wieder los legen und Nachwuchs aufziehen,
auch eine Camponotus - Art, die es auf eine größere Anzahl an Arbeiterinnen bringt.
     

      
Der dunkle Fleck im Hintergrund ist Müll, einen Teil davon bunkern sie im Nest.
Macht keinen Sinn dagegen was zu unternehmen.
Mit Erde gefüllte Kammern bringen nichts, wie andere Arten auch,
würden sie mehr frei graben als sie für sich und ihren Nachwuchs bräuchten und trotzdem Müll einlagern.
Ist einfach ein natürliches Verhaltensmuster bei vielen Ameisenarten

Ist nicht zu glauben wie flink diese Ameisen auf ihren grazilen Beinen sind.
Sind sie erst mal am Rennen, ist kaum hinterherzugucken, wo sie gerade rumwuseln..
Eine Arbeiterin auf der Hand ist schon ein Erlebnis.
Gucke ich auf den Handrücken, ist sie auch schon auf der Handunterseite oder schon im Ärmel.
Ist nur mit viel Mühe wieder ins Becken zu bekommen.
Deckel in der Anlage abzuheben ohne zusätzlichen Schmierkram am Rand als zusätzlichen Ausbruchsschutz,
braucht erst gar nicht versucht werden.
So aufmerksam wie sie sind, gehst sonst gleich ab ins Freie,
so schnell das erst hinterher nachzuzählen ist, was an Ameisen entwischt ist.

Sie sind gut auf den Beinen, gerne nutzen sie dabei Kletterhilfen.
Ein Loch in der Mitte der Seitenwand eines Beckens,  für einige Arten ein Unding, diese Art hat damit kein Problem,
behände zerren sie einer ihrer Lieblingsbeute da durch.
   

17.011.2010
Viele Arbeiterinnen schlüpfen zurzeit, sind die hellen fast durchsichtigen.
        
Weiterhin sind sie überaus emsig dabei noch einige mehr aufzuziehen.

Schaut ihnen in die Augen.
 IMG_0937-1           

       
Die haben was, dunkel heben sie sich deutlich am Kopf dieser grazilen, schöngezeichneten Ameisen ab.

Heute durfte ich für Euch einige Bilder aus dem Nest machen.
          

Dieses hier hatten sie mir verboten zu zeigen.
      

Denke es ging ihnen um den dunklen Fleck, den sie gerne verheimlicht hätten.
Das ist nicht etwas eine gerissene Abdeckscheibe oder wie früher ein interner Müllhaufen.
Sie haben eine Eigenart, für die ich keine Erklärung habe, sie kacken in ihr Nest.
Schön säuberlich alle auf einen Haufen.
Müsst Ihr jetzt aber nicht weiter sagen, sonst darf ich möglicherweise keine Bilder mehr machen.

Deutlich wird auch, es sind mehr Arbeiterinnen geworden, darunter jetzt viele Majorarbeiterinnen.
Nicht so imposant wie bei einigen anderen Arten dieser Gattung, dennoch mit ihren großen,
breiten Köpfen fallen sie ein wenig aus der Reihe der sonst eleganten Arbeiterinnen.

Ist nicht die üppige Arbeiterinnenanzahl auf die es manche anderen Camponotus Arten bringen können,
als Art mit wenigen Arbeiterinnen sind sie allerdings auch nicht mehr zu beschreiben.
Sie scheinen ihr normales Lebensalter noch nicht erreicht zu haben, die Sterberate ist weiterhin gering.

Gucken wir mal, was da noch zusammen kommt?

19.02.2011
Es ist wieder soweit, eine neue Ruhephase steht an und ihr Halter darf bald ins leere Becken gucken.
In den letzten Tagen sind sie deutlich ruhiger geworden, gut für mich, kann mir jetzt die Insekten sparen, kaum noch Interesse daran.
Ein Blick ins Nest und schnell ist klar, es ist wieder soweit.
Camponotus spec.                           

Kaum noch Larven und deutlich abgenommene Anzahl der Puppen.
Wie schon die letzen Male, ohne Anreize stellen sie die Nachwuchsaufzucht ein.
Warme Temperaturen, genügend Feuchtigkeit, Futter bis zum Abwinken, sie lassen sich nicht beeinflussen.

Ihre Anzahl hat sich grob verdoppelt, irgendwo zwischen 500 - 800 Arbeiterinnen.
Ältere Ameisen haben ihr natürliches Alter in der Haltung erreicht und somit gibt es mehr Tote.
Erstes Anzeichen, das sich das Volk in seiner Arbeiterinnenanzahl stabilisiert.

29.04.2011
Sie haben mich reingelegt!
Eine Ruhephase angedeutet und sich nicht dran gehalten, halt Ameisen.
Die Nachwuchsaufzucht deutlich reduziert, allerdings nicht komplett eingestellt.
           

                        

19.08.2011
War eine lange Pause, die sie eingelegt hatten.
Jetzt sieht es so aus, dass sie wieder Nachwuchs aufziehen wollen.
Allerdings gibt es dafür nur bescheidene Anzeichen.
Wenige Eier, wenige Larven, ein paar Puppen.
Ist nicht der Start, den es nach vorhergehenden Ruhephasen, zu beobachten gab.
Auch gereichtes Insektenfutter findet nur geringe Beachtung.
Beobachtungen dir mir Anlass gaben, ihre Haltungsparameter zu überprüfen.
Bin nicht fündig geworden, sind so, wie sie immer waren.
Bleibt nur gucken, wie es weiter geht?
 
Die Ruhephase ging nicht spurlos vorüber.
Gestorbene Arbeiterinnen wurden nicht ergänzt, das Volk hat sich gering in der Arbeiterinnenanzahl verkleinert.