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Messor barbarus
IST VIELES ZU LESEN ÜBER DIESE SÜDLÄNDISCHEN KÖRNERFRESSER

Das Messor barbarus Körner einsammeln und in ihre Nahrungskette integrieren, macht sie unabhängig von Honigtau, Honig, Honig- oder Zuckerwasser.
Körner an Stelle von Insekten macht diese Ameisen interessant. Bietet es doch die Möglichkeit einer leichten Futterbeschaffung und das auch noch auf Vorrat. Gute Voraussetzungen sie im Urlaub auch längere Zeit sich selbst zu überlassen?
Ganz so einfach ist es nicht, auch wenn eine ihrer Hauptnahrungsquellen aus Körnern besteht, brauchen sie Eiweiß in Form von Insekten. Nur damit ziehen sie reichlich Larven auf und füttern die Königin mit dem, was sie braucht, um viele Eier zu legen. Messor Königinnen legen ihre Eier pulkweise und bei guter Fütterung und großen Kolonien davon viele in kurzer Zeit. Sie sind gut zu halten in Gips oder Ytongnestern, eine weitere Voraussetzung um Einblicke in ihr Leben zu bekommen.
Dabei gibt es Interessantes zu beobachten, Körnereinlagerung, Körnerzerkleinerung, Brutaufzucht und wenn Ihr es hinbekommt, die Aufzucht von Geschlechtstieren.
Riesig Große und Zwerge, kaum eine Arbeiterin sieht wie die Andere aus.
Ihre Larven spinnen keine Kokons [Nacktpuppen]. Prima zu beobachten, die Metamorphose von der Larve zur Puppe bis zum Schlupf der Ameisen
In der Gründungsphase sind sie heikel und stellen Ansprüche, dabei kann Einiges schief laufen. Ab einer Koloniengröße von so in etwa 200 Arbeiterinnen sind sie einfach haltbar.
Muntere Ameisen, die richtig Freude bereiten, immer was los, Tag und nachtaktiv, die auch keine Probleme damit haben, durch lange Schläuche und Rohrsysteme zu laufen, im Gegenteil, reichlich Auslauf ist für diese Art ab einer bestimmten Koloniengröße lebensnotwendig.
Sollte das auch eine haltenswerte Ameisenart für Euch sein, würde es mich freuen, wenn ich hier mit meinen Informationen. Etwas dazu beitragen kann, dass Ihr es hinbekommt und die Tiere, so weit es in Gefangenschaft überhaupt möglich ist, halbwegs artgerecht bei Euch gepflegt werden.
Eine dankbare Ameisenart, die sich gut und leicht halten lässt. Mit auf dem ersten Blick, tollpatschigem Bewegungsablauf. Später eine größere Anlage erwartet und je nach Herkunft eine Winterpause (Winterruhe) braucht.
Wenn Ihr Lust habt, schaut Euch ein wenig um auf meiner Homepage, im Besonderem hier bei meinen Lieblingsameisen.
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