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Camponotus substitutus

Eine schön gezeichnete Camponotus - Art, die sich schnell vermehrt und leicht zu halten ist.

    

Die keine direkte Winterruhe braucht, nicht zu klein ist, von Insekten, Zucker - und Honigwasser lebt.

Erhalten habe ich die Kolonie mit Königin und 3 Arbeiterinnen im März 2007..
Heute, Junie 2007, quetschen sie sich mit ca. 50 Arbeiterinnen noch immer in ein Reagenzglas, umziehen wollten sie noch nicht.
Das was ich ihnen als neue Nestmöglichkeit angeboten habe, hat ihnen wohl nicht gefallen.

Kaum hatte ich es geschrieben, schon waren sie raus aus dem Reagenzglas. Hat keine Stunde gedauert der Umzug, schnell sind sie ja.
                                                        
Jetzt leben sie in einem Ytongnest, ca 10 x 18 cm.
Der Ytongstein liegt in einem kleinem Becken 35 x 25 cm.
Auf halber Höhe, habe ich einen zusätzlichen Boden eingefügt, oben liegt das Ytongnest,
in der unteren Hälfte hinter der roten Folie habe ich ein Gipsnest eingebaut.
        
Das Gipsnest ist noch zu neu, die Feuchtigkeit darin noch zu hoch.
Soweit ich es bis heute beobachten konnte, leben sie gern trocken, allerdings ist ihnen das nur möglich,
wenn sie ausreichend Wasser zur Verfügung haben.
Sieht so aus, das sie mit dem eingetragenen Wasser ihren Nachwuchs gut groß bekommen.

Hier noch ein Bild von oben. Eine Einrichtung gibt es noch nicht, etwas Kies und Holzgranulat, mehr ist zurzeit nicht drin.
Hoffe das sie in das Gipsnest umziehen, wenn die Kolonie größer ist und der Gips trocken.
Erste Beobachtungen
Diese Ameisen verhalten sich bei mir überaus schreckhaft,
die kleinste Störung und sie laufen zurück ins Nest oder suchen Deckung.
Das geht blitzschnell, ist schon erstaunlich, wie schnell sie laufen können.
Auch sind sie am Tage nur sporadisch aktiv, schnell mal etwas trinken, oder eine Fliege gepackt und ab ins Nest.
In der Nacht sind sie richtig munter, ihre nächtliches Treiben ist an den Spuren die sie hinterlassen, gut zu sehen.
Kiessteinchen umgestapelt, Müllhaufen umgelagert,
Alufolie, auf der ich Zucker- oder Honigwasser reiche, durch die Arena geschleppt.
Mit einer Rotlichtlampe lassen sie sich in der Nacht gut beobachten, es stört sie nicht.
Mehr als ein Dutzend Ameisen sind unterwegs und suchen jeden Winkel der Arena nach Futter ab.
Eine weitere Beobachtung, so ca. 30 Minuten, bevor das Licht aus geht,
warten die ersten Ameisen im Nesteingang darauf das es dunkel wird.
Meine Hoffnung ist es, das wenn die Kolonie größer ist, sie auch am Tage aktiver sind.
So schnell, wie sie sich vermehren, müsste sich das bald klären.

05.07.2007
Zu meiner Freude sind sie jetzt auch am Tage deutlich aktiver.
Die kleinsten Ameisen sind die Mutigsten.
Das wird wohl daran liegen das es jetzt ca. 90 Arbeiterinnen sind.
In der letzten Woche sind viele Puppen geschlüpft.

      

Hatte ich sie bis jetzt nur erst spät am Abend gefüttert,
die Futtertiere sollten ja frisch sein, kann ich sie jetzt auch am Tage füttern.
Sie holen sich dann was sie gebrauchen können.
Fliegen mögen sie auch.
  

13.07.2007
Die Entwicklung dieser Art überrascht mich, in den letzten Tagen ist ein weiterer Teil ihrer zahlreichen Puppen geschlüpft
Würde fast sagen, die Anzahl der Arbeiterinnen hat sich verdoppelt.
Ihre Tagesaktivitäten konnte ich weiter steigern, gebe ihnen nur noch am Tage soviel Futter wie sie bis zum Abend eintragen.

Seit kurzem gibt es eine weitere Attraktivität
Nach der Puppengröße hatte ich weitere Majorarbeiterinnen erwartet, war ein Irrtum und jetzt habe ich ein Problem.
Ein richtig großes, wo soll ich jetzt Männchen für meine Hochzeiterinnen her bekommen?
             

  

Mit was an Überraschungen muss ich noch bei dieser Ameisenart rechnen?

02.08.2007
Richtig munter sind sie geworden, ihre Aktivitäten steigern sich von Tag zu Tag.
Hier am Nestgang mit einem Stück Fliegenmade, diese mögen sie bei mir besonders.
     
Keine schlechte Futtergewohnheit von ihnen, Fliegenmaden sind auch im Winter gut erhältlich.

Auch werden die Ameisen größer, ob es schon die richtig großen Majorarbeiterinnen sind, kann ich noch nicht sagen.
Bleibt abzuwarten, wie sie sich weiter entwickeln.
                    
Eine der ganz seltenen Begebenheiten, sie beteiligen sich am Beuteeintragen.
                       
Noch ein paar Bilder
                 

24.08.2007
So recht gibt es nichts Neues.
Seit ein paar Tagen sind sie wie verrückt hinter Insektenfutter her, Fliegen stehen ganz oben auf dem Menü.
Kleinere Heuschrecken sind auch sehr beliebt.
                                

Da sie gut im Team arbeiten, sind auch größere Beutetiere schnell Transportiert.
Auch die etwas größeren Ameisen (Media - Arbeiterinnen) helfen mit.
Sind sehr flinke, lauffreudige Ameisen, die keinerlei Problemme haben an Glasscheiben hoch zu laufen.

Wo für die vielen Insekten gut waren, ist hier zu sehen.
Reichlich Larven und Puppen, bei der kurzen Entwicklungszeit die sie haben, wird bald eng werden im Ytongnest.
         
Sie kommen bestens mit Trockenheit zurecht, den Ytongstein in dem sie ihr Nest haben, wurde von mir noch nie befeuchtet.
Ist schon verwunderlich, das sie damit zurechtkommen.
Sie sind öfter an der Tränke zu beobachten, ist denkbar das sie dafür Wasser brauchen.

Eine Beobachtung am Rande, sie tragen keine Puppenhüllen aus dem Nest.

Wenn  es was zu futtern gibt, klätern sie auch auf einen Zweig

           

Zuckerhaltige Lösungen, da sind sie gleich dabei.
 
                                   

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