Hallo und willkommen bei Ameiseninfos.de Camponotus substitutus Aufzucht und Haltung. Ein umfangreicher Bericht mit vielen Bildern. Eine Haltung von Camponotus substitutus durchaus zu empfehlen.
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Camponotus substitutus Eine schön gezeichnete Camponotus - Art, die sich schnell vermehrt und leicht zu halten ist.
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Die keine direkte Winterruhe braucht, nicht zu klein ist, von Insekten, Zucker - und Honigwasser lebt. Erhalten habe ich die Kolonie mit Königin und 3 Arbeiterinnen im März 2007.. Heute, Junie 2007, quetschen sie sich mit ca. 50 Arbeiterinnen noch immer in ein Reagenzglas, umziehen wollten sie noch nicht. Das was ich ihnen als neue Nestmöglichkeit angeboten habe, hat ihnen wohl nicht gefallen. Kaum hatte ich es geschrieben, schon waren sie raus aus dem Reagenzglas. Hat keine Stunde gedauert der Umzug, schnell sind sie ja.
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Jetzt leben sie in einem Ytongnest, ca 10 x 18 cm. Der Ytongstein liegt in einem kleinem Becken 35 x 25 cm. Auf halber Höhe, habe ich einen zusätzlichen Boden eingefügt, oben liegt das Ytongnest, in der unteren Hälfte hinter der roten Folie habe ich ein Gipsnest eingebaut.
Das Gipsnest ist noch zu neu, die Feuchtigkeit darin noch zu hoch. Soweit ich es bis heute beobachten konnte, leben sie gern trocken, allerdings ist ihnen das nur möglich, wenn sie ausreichend Wasser zur Verfügung haben. Sieht so aus, das sie mit dem eingetragenen Wasser ihren Nachwuchs gut groß bekommen.
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Hier noch ein Bild von oben. Eine Einrichtung gibt es noch nicht, etwas Kies und Holzgranulat, mehr ist zurzeit nicht drin. Hoffe das sie in das Gipsnest umziehen, wenn die Kolonie größer ist und der Gips trocken. Erste Beobachtungen Diese Ameisen verhalten sich bei mir überaus schreckhaft, die kleinste Störung und sie laufen zurück ins Nest oder suchen Deckung. Das geht blitzschnell, ist schon erstaunlich, wie schnell sie laufen können. Auch sind sie am Tage nur sporadisch aktiv, schnell mal etwas trinken, oder eine Fliege gepackt und ab ins Nest. In der Nacht sind sie richtig munter, ihre nächtliches Treiben ist an den Spuren die sie hinterlassen, gut zu sehen. Kiessteinchen umgestapelt, Müllhaufen umgelagert, Alufolie, auf der ich Zucker- oder Honigwasser reiche, durch die Arena geschleppt. Mit einer Rotlichtlampe lassen sie sich in der Nacht gut beobachten, es stört sie nicht. Mehr als ein Dutzend Ameisen sind unterwegs und suchen jeden Winkel der Arena nach Futter ab. Eine weitere Beobachtung, so ca. 30 Minuten, bevor das Licht aus geht, warten die ersten Ameisen im Nesteingang darauf das es dunkel wird. Meine Hoffnung ist es, das wenn die Kolonie größer ist, sie auch am Tage aktiver sind. So schnell, wie sie sich vermehren, müsste sich das bald klären. 05.07.2007 Zu meiner Freude sind sie jetzt auch am Tage deutlich aktiver. Die kleinsten Ameisen sind die Mutigsten. Das wird wohl daran liegen das es jetzt ca. 90 Arbeiterinnen sind. In der letzten Woche sind viele Puppen geschlüpft.
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Hatte ich sie bis jetzt nur erst spät am Abend gefüttert, die Futtertiere sollten ja frisch sein, kann ich sie jetzt auch am Tage füttern. Sie holen sich dann was sie gebrauchen können. Fliegen mögen sie auch.
13.07.2007 Die Entwicklung dieser Art überrascht mich, in den letzten Tagen ist ein weiterer Teil ihrer zahlreichen Puppen geschlüpft Würde fast sagen, die Anzahl der Arbeiterinnen hat sich verdoppelt. Ihre Tagesaktivitäten konnte ich weiter steigern, gebe ihnen nur noch am Tage soviel Futter wie sie bis zum Abend eintragen. Seit kurzem gibt es eine weitere Attraktivität Nach der Puppengröße hatte ich weitere Majorarbeiterinnen erwartet, war ein Irrtum und jetzt habe ich ein Problem. Ein richtig großes, wo soll ich jetzt Männchen für meine Hochzeiterinnen her bekommen?
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Mit was an Überraschungen muss ich noch bei dieser Ameisenart rechnen? 02.08.2007 Richtig munter sind sie geworden, ihre Aktivitäten steigern sich von Tag zu Tag. Hier am Nestgang mit einem Stück Fliegenmade, diese mögen sie bei mir besonders.
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Keine schlechte Futtergewohnheit von ihnen, Fliegenmaden sind auch im Winter gut erhältlich. Auch werden die Ameisen größer, ob es schon die richtig großen Majorarbeiterinnen sind, kann ich noch nicht sagen. Bleibt abzuwarten, wie sie sich weiter entwickeln.
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Eine der ganz seltenen Begebenheiten, sie beteiligen sich am Beuteeintragen.
Noch ein paar Bilder
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24.08.2007 So recht gibt es nichts Neues. Seit ein paar Tagen sind sie wie verrückt hinter Insektenfutter her, Fliegen stehen ganz oben auf dem Menü. Kleinere Heuschrecken sind auch sehr beliebt.
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Da sie gut im Team arbeiten, sind auch größere Beutetiere schnell Transportiert. Auch die etwas größeren Ameisen (Media - Arbeiterinnen) helfen mit. Sind sehr flinke, lauffreudige Ameisen, die keinerlei Problemme haben an Glasscheiben hoch zu laufen. Wo für die vielen Insekten gut waren, ist hier zu sehen. Reichlich Larven und Puppen, bei der kurzen Entwicklungszeit die sie haben, wird bald eng werden im Ytongnest.
Sie kommen bestens mit Trockenheit zurecht, den Ytongstein in dem sie ihr Nest haben, wurde von mir noch nie befeuchtet. Ist schon verwunderlich, das sie damit zurechtkommen. Sie sind öfter an der Tränke zu beobachten, ist denkbar das sie dafür Wasser brauchen. Eine Beobachtung am Rande, sie tragen keine Puppenhüllen aus dem Nest. Wenn es was zu futtern gibt, klätern sie auch auf einen Zweig
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Zuckerhaltige Lösungen, da sind sie gleich dabei.
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29.09.2007 Sie leben noch und haben sich gut entwickelt. Diese Ameisen bereiten mir immer mehr Freude.
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Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass es sich hier um eine Ameisenart handelt, die nur nachtaktiv lebt. Bei genauerer Beobachtung ist bei so manchen als tagaktiv eingestuften Arten am Tage auch nicht mehr los. Auch bei tagaktiven Ameisen gibt es so manche Überraschungen, wenn Ihr in der Nacht nach ihnen schaut, das besonders bei größeren Kolonien. Im Vergleich zu Camponotus ligniperdus/herculeanus sind sie richtige Unterhaltungskünstler. Sie haben sich so verhalten wie andere von mir beobachtete Ameisenarten in der Gründungsphase, zurückhaltend und scheu. Heute ist das vorbei, sehr aufmerksame Ameisen, die gleich zur Stelle sind, wenn es etwas zu futtern gibt. Ein lebendes Heimchen in der Anlage zeigt, wie blitzschnell diese Ameisen zu Fuß sind und was so an Arbeiterinnen in der Kolonie vorhanden ist. Was geblieben ist, ihre Schreckhaftigkeit, die geringste Erschütterung verursacht im Nestbereich reichlich Panik. Sie laufen hektisch durch alle Kammern des Nestes, auch durch die noch nicht bewohnten und versuchen ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen. In der Arena ein ganz anderes Verhalten, die Ameisen erstarren, verhalten sich unauffällig. Erst wenn sie unmittelbar betroffen sind, reagieren sie blitzartig mit Flucht, das geht so schnell, das ich ihre Wege nicht verfolgen kann. Überhaupt ist ihre Körperzeichnung eine gute Tarnung, in meiner Arena mit Kies und Holzgranulat. Sie haben ein Bewegungsverhalten das es besonders erschwert sie gleich zu entdecken. In der Zwischenzeit sind sie aus dem Ytongnest ausgezogen, in das Gipsnest im unteren Teil der Arena. Muss allerdings sagen, ich habe etwas nachgeholfen. Nachdem ich eine Heizfolie an das Gipsnest angebracht hatte, waren sie gleich da, mit allem Wertvollen, was sie hatten. Das ging richtig schnell, ca. 500 Ameisen mit Eiern, Larven und Puppen, innerhalb einer Stunde umgezogen, schon beeindruckend. Ameisen, die nicht selber wollten, wurden getragen, so wie wir es bei unseren Waldameisen zu beobachten ist. Es ist schon beachtlich, wie sehr dies Ameisen die Wärme lieben und weiter beobachtet, sie kommen gut mit einer trockenen Arena zurecht. Auch den Ytongstein, ihr altes Nest hatte ich nicht befeuchtet. Das sind Begebenheiten, die mir wichtig erscheinen für die Haltung dieser Art. Ein anderes Thema, die kurzen Entwicklungszeiten vom Ei bis zur Ameise und damit verbunden die schnelle Vermehrung dieser Art. Hier ist die unterschiedliche Größe der Ameisen gut zu sehen.
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Der Eingang zum Gipsnest im unteren Teil der Anlage. Sie haben einen größeren Trichter aus kleinen Steinen, Rinde und Hölzern darum gebaut. Immer bewacht durch ein paar aufmerksame kleinere Majorarbeiterinnen.
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Eine Raupe, die muss doch zu fangen sein?
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Hier ein paar Ausschnitte aus dem unteren Teil der Anlage.
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Sie lieben es besonders warm im Nest, um dies zu erreichen, die Heizfolie. Bin gespannt wie das noch weiter geht?
02.11.2007 Richtig gesund sehen Sie aus und gut im Futter! Diese Ameisen fühlen sich so richtig wohl bei höheren Temperaturen und gedämpftem Licht. Der Eingang zum Nest ist ständig von vielen Ameisen belagert.
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Verdammt schnell sind sie, nur schwer wieder einzufangen wenn es eine bei Reinigungsarbeiten schafft zu entwischen Sie haben sich in der letzten Zeit übermäßig weiter vermehrt.
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Die Arbeiterinnenanzahl dürfte bald an die 1000 kommen. So richtig gezählt bekomme ich sie nicht mehr, genau gesagt, ich habe die Zählerei aufgegeben. Um das Koloniewachstum etwas auszubremsen, wurden sie von mir auf Diät gesetzt, es gibt nur noch begrenzt Insekten. Sie gehören zu den Ameisenarten, die auch um Mehlwürmer keinen Bogen machen. Bei Ihrem Eiweißbedarf sind sie nicht besonders wählerisch.
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Weiter beobachtet, einfach zu haltende Ameisen die einen trockenen, warmen Lebensraum benötigen. Als größere Kolonie überaus genügsam die fast alles an Insekten gebrauchen können. So wie sie sich bis heute vermehrt haben, mit kurzen Entwicklungszeiten, vom Ei bis zur Ameise und das auch noch mit reichlich Ameisen, deutet daraufhin, dass diese Ameisenart sich auch in der Gefangenschaft zu einer richtig großen Kolonie entwickeln kann. Hier dürfen sie Probe trinken Es gab Honig, derselbe Honig verdünnt mit Wasser und Zuckerwasser, angesetzt mit Haushaltszucker. Die Konzentration des Honigs und Zuckerwassers habe ich versucht gleich hinzubekommen.
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Wie es aussieht, unentschieden alle 3 Futterangebote gut besucht. Nach 15 Minuten
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Bis auf den Honig pur alles abgeräumt Nach 60 Minuten, was soll das den jetzt, einfach zu gebuddelt? Sie sind doch sonst von so wenigem nicht schon satt, also gleich noch mal Zucker- und Honigwasser gereicht.
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Dachte ich mir es doch, schon sind sie wieder da.
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17.11.2007 Diese Ameisen bereiten mir immer mehr Freude. Ist mir klar, dass ich es wieder herausfordere, große Ameisenkolonien sind nun mal das was mich interessiert. Haltungsbedingungen optimieren, herauszufinden was machbar ist, wie es machbar ist und abzuklären auf welche Anzahl an Arbeiterinnen es eine Kolonie bestimmter Art in der Gefangenschaft bringen kann. Jetzt wo die Kolonie größer ist, sind ständig Ameisen am furagieren, auch sind sie immer auf der Suche nach Futter. Kann ich gut verstehen, habe Ihnen ja auch das Eiweißfutter rationiert, begeistert sind sie davon nicht gerade. Um es mir nicht ganz mit ihnen zu verderben, bekommen sie Kohlehydrate bis zum Abwinken. Meine Versuche dazu habt Ihr ja schon weiter oben gelesen. Bin erstaunt was für Mengen sie trinken und mit prall gefülltem Hinterleib (Gaster) abtransportieren. Wenn ich das so beobachte, könnte ich auf den Gedanken kommen, sie leben nur von Zucker/Honigwasser. Auch wenn das eine gute Perspektive für die Ameisenhaltung wäre, neues Leben ist nur möglich durch Eiweißfutter. Ein Blick ins Nest, es gibt weiter reichlich Nachwuchs, wird bald Zeit für einen Anbau.
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Camponotus substitutus hat eine kurze Entwicklungszeit vom Ei bis zur Arbeiterin, die Königin ist in der Lage reichlich Eier zu legen, bei guten Haltungsbedingungen. Wenn Ihr diese Art erfolgreich halten wollt, nicht nur quälen, stellt Euch darauf ein, genügend Erweiterungsmöglichkeiten bereitzustellen und auch ein paar Euros mehr fürs Futter zu investieren. Die selbst gefangenen Insekten reichen da schnell nicht mehr. 13.12.2007 Die Anzahl der Ameisen ist für mich nicht mehr zählbar. Wenn morgens das Licht angeht und das Becken erwärmt, sind sie da um sich zu sonnen.
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Gegenüber unseren heimischen Camponotusarten sind substitutus mit Ihrer kurzen Entwicklungszeit in der Lage sehr schnell eine größere Kolonie aufzubauen. Hier sind sie gerade mal wieder am umziehen, einer der seltenen Momente, wo ich die Königin zu sehen bekomme.
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Fliegenpuppen passen nicht in das Beuteschema dieser Ameisen, Sie erkennen nicht das darin enthaltene Futter. Fliegenmaden dagegen haben keine Chance. Die Puppen können so gut als Futterüberbrückung benutzt werden. Frisch verpuppte Fliegenmaden bei verschiedenen Temperaturen gelagert schlüpfen zeitversetzt.
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Wenn die Fliegen schlüpfen, sind sie ein willkommenes Futter. Ist die Kolonie nur klein, entwischen eventuell einige Fliegen und kacken die Scheiben voll. Die Flüssigkeit, die Sie hier trinken ist, aufgelöster Fruchtzucker. 13.01.2008 Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich bin eine Majorarbeiterin.
Es gibt keine Ameise in unserem Volk die größer ist als ich, na gut ein wenig habe ich geschummelt, unsere Königin ist noch größer. Auf diesem Bild sind die Größenunterschiede bei den Arbeiterinnen zu sehen.
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Viele Minor wenige Media und eine Majorarbeiterin. In den letzten Tagen sind richtig viele Arbeiterinnen neu geschlüpft. Diese Camponotus gehört zu den Ameisen, die sich schnell vermehren und so wie es ausschaut, große Kolonien aufbaut. Unkompliziert und anspruchslos in der Haltung, Wärme, Trockenheit und Futter das reicht Ihnen.
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Hier sind Sie am Nesteingang.
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Hier beim Sonnenbaden.
Camponotus substitutus ist schon eine muntere Truppe.
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Durstig sind Sie immer, wenn Zucker enthalten ist.
Allerdings muss ich auch sagen, dass Sie träger geworden sind, bei der jetzigen Bevölkerungsanzahl bleibt für sie keine Beute unentdeckt. Sie brauchen nicht mehr lange suchen, wenig Arbeit macht faul. 10.02.2008 Es ist etwas passiert das ich nicht erwartet habe! Es sieht so aus als wenn Sie in eine Art Winterruhe (Ruheperiode) gegangen sind. Hintergrund und Auslöser, ein Versuch Sie dazu zu bewegen, ein paar Ihrer Puppen aus dem Gipsnest in die Arena zu tragen. Um das zu erreichen, habe ich Ihnen die Nestheizung abgestellt und eine punktuelle Wärmequelle auf einen Bereich der Arena gerichtet. Außer das sich dort viele Ameisen zum Sonnen eingefunden haben, konnte ich damit nichts erreichen. Um die Wärmequelle noch attraktiver zu machen, kam die ganze Anlage in einen Raum mit Temperaturen so um die 19 – 20°C. Diese Ameisen blieben stur, noch mehr sonnende Ameisen, aber keine Puppen. Um Ihnen nicht noch Schaden zuzufügen, habe ich die Aktion nach einer Woche abgebrochen. Keine Puppen nur Arbeit. Gut 14 Tage später verloren Sie fast gänzlich das Interesse an Insekten, nur noch geringe, gelegentliche Annahme. Ein Blick in das Nest überraschte mich, nur noch wenige Puppen keine größeren Larven, dafür unzählige kleinste Larven.
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Und so ist es bis heute geblieben, die Arbeiterinnen sind überaus träge geworden, lungern nur noch herum. Wie auch immer Ihr Verhalten zu deuten ist, bin gespannt was wird? 02.03.2008 „Winterruhe“ bei 24°C. Diese Bezeichnung ist wohl nicht ganz passend, eher eine Ruhephase. Weiterhin viele kleine Larven vorhanden die nicht aufgezogen werden. Insekten nehmen Sie kaum noch, meistens schleppen Sie diese nur herum. Honig- und Zuckerwasser trinken Sie reichlich. Zudem sind Sie ganz träge geworden, sitzen Pulkweise und bewegen sich nur bei Störungen. Merkwürdige Gesellschaft, mal schauen, wie es weiter geht. 21.03.2008 Keine Änderung, immer noch Ruhezustand. Insekten nehmen Sie kaum, einzig mit Honig- oder Zuckerwasser kann ich Ihnen eine Freude machen.
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19.04.2008
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Es ist, wie es war, diese Ameisen haben eine selbst gewählte Auszeit genommen, so wie es aussieht, ziehen Sie ihr Ding durch. Von Jan habe ich gehört, Seine haben 5 Monate geruht. Da wird es bei meinen noch dauern, bevor ich wieder über Aktivitäten berichten kann, ob es hilft, kann ich nicht sagen? Biete ihnen momentan verschiedene Insekten an, um Sie dazu zu bewegen die Ruhephase zu beenden. Warm genug haben Sie es ja.
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Zumindest sind Sie nicht abgeneigt, 2 Majorarbeiterinnen wurden auch neugierig. Auf diesen Bildern ist gut der doch beachtliche Größenunterschied zwischen Normalen und einer Majorarbeiterin zu sehen.
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23.05.2008 Ist schon seltsam, bei sommerlichen Temperaturen eine Ruhephase einzulegen? Soweit es für mich in Erfahrung zu bringen war, eine Art ohne Winterruhe, frage mich jetzt, wie Ich Ihre Auszeit einzuordnen habe? Erste Erkenntnis, es müssen nicht winterliche Temperaturen sein die diese Ameisen dazu zu veranlassen einmal abzuschalten. So ist es nun einmal, mit den spärlichen Informationen der Shops sind Wir dran unsere Ameisen durchzubringen, wie auch immer? Gut, das es da den Erfahrungsaustausch in den Foren gibt. Schaut da einfach mal rein, es lohnt sich, wenn Ihr an Ameisenhaltung Interesse habt. Bin ein wenig vom Thema abgekommen, vielleicht liegt es daran das es so richtig nichts Neues zu berichten gibt? Nein, es geht wieder los, aufmerksam beobachten Sie alle meine Eingriffe in Ihrem Lebensbereich, immer auf der Lauer, ob es nicht etwas Eiweiß zu erbeuten gibt. Innerhalb weniger Tage sind diese Ameisen aktiv geworden, gleich dabei, wenn es ein Insekt gibt Eins reicht jetzt nicht mehr, immer auf der Suche nach mehr. Kurzum, Sie haben Ihre Ruhephase beendet, einfach so ohne Klimaveränderungen. Gibt schon größere Larven, kein Wunder bei dem Appetit. Werden es jetzt Geschlechtstiere oder muss ich bald anbauen? 14.06.2008 Sie machen da weiter, wo Sie vor der Ruhephase aufgehört haben. Die vielen kleinen Larven, jetzt wachen sie wieder und das geht erstaunlich schnell. Einige davon sind überdurchschnittlich groß, gibt ein paar kräftige Majorarbeiterinnen. Ist auch denkbar das Sie noch weiter, wachsen und es Geschlechtstiere werden. Auch die ersten Puppen sind schon wieder vorhanden.
Waren Sie in der Ruhephase doch reichlich desinteressiert am Futter, ist jetzt davon nichts mehr zu merken. Alles zu gebrauchen, selbst Eigelb findet Ihre Aufmerksamkeit.
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Und wie immer, durstig.
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Ist nicht zu glauben was die trinken können, überpraller Gaster, manchmal denke Ich, noch ein Schleck und Sie platzen. Ein ausgewachsenes Heimchen, was soll es, auch kein Problem.
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Habt Ihr einen Imker in der Nähe, fragt mal nach Drohnenpuppen. Diese werden aus Bienenvölkern entfernt zur Reduzierung der Varroamilben, ist ein gutes Eiweißfutter für unsere Ameisen.
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Die Puppen gibt es in Wabenstücken, lassen sich gut einfieren und gefroren leicht aus der Wabe brechen. Aufgetaut sind sie prima zu verwenden. Für kleinere Ameisenvölker können diese Puppen noch gefroren gut zerkleinert werden. 28.06.2008
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Es ist wie es war, unkompliziert zu haltende Ameisen. Wärmeliebend und ruhig etwas trockener. Die Arena befeuchte ich schon lange nicht mehr, gibt es mal ein wenig Wasser sind sie gleich da. Ist wohl eher nur Neugierde, trinken kaum zu beobachten. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie mit der Aufnahme von Kohlenhydraten.
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Da sind sie so durstig dabei, dass man denken könnte, sie leben nur vom Zucker- oder Honigwasser, purer Honig ist nicht so angesagt. Ist schon mehr als erstaunlich was diese Tiere in Ihren sozialen Magen unterbringen können. Prallgefüllte Gaster als lebendes Vorratslager.
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Überhaupt unkompliziert, was die Futterversorgung betrifft, manches muss vorab ein wenig zerkleinert werden, wählerisch beim Eiweißfutter sind sie nicht. Zurzeit sind sie richtig gierig, können gar nicht genug bekommen. Ein Blick ins Nest und die Gründe sind klar, unzählige hungrige Larven und noch mehr Puppen.
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Selten zu sehen, aber heute habe ich sie erwischt die Königin, war gerade auf dem Weg in eine andere Kammer.
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Sind auch ein paar größere Puppen dabei, werden richtig große Majorarbeiterinnen, vielleicht auch Geschlechtstiere. Ist als Puppe nicht zu unterscheiden, die großen Majorarbeiterinnen sind kaum kleiner als die Königin. Sie in einem Gipsnest zu halten war für diese Art die richtige Entscheidung, haben es gut angenommen und fühlen sich sichtlich wohl darin. Nach dem ersten Schub schlüpfender Arbeiterinnen wird die jetzige kleine Anlage nicht mehr reichen. Mit den gemachten positiven Erfahrungen bekommen sie wieder ein Gipsnest. Wie ich diese flinken Ameisen dann zum Umziehen bringe, ist mir heute auch noch ein Rätzel. Aus meiner Sicht ist dies eher eine Ameisenart für Liebhaber, die Freude an Camponotusarten haben. Sind Ameisen die gerne mal eine Pause einlegen, verglichen mit Lasius niger eher ruhig agieren. Gegenüber Camponotus ligniperda/herculeanus sind sie deutlich lebhafter und aktiver. 12.07.2008 Media- Majorarbeiterinnen
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Hier nochmal anders betrachtet
Habe früher schon darüber berichtet, Camponotus substitutus sind überaus produktiv. Das, was Sie an Nachwuchs aufziehen ist, schon beindruckend. Ihr Gipsnest reicht nicht mehr, Sie können darin Ihren Nachwuchs nicht mehr unterbringen. Der Engpass führt dazu, das Sie anfangen einen Teil Ihrer Puppen in der Arena zu stapeln.
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Bin dabei Ihnen ein neues Becken zu gestalten, leider sind Sie schneller als Ich mit meinen Bauarbeiten. Mehr als ein Rohbau ist es noch nicht, ein Becken 140 * 50 * 50 cm. Der Boden ist Gips, im Hintergrund die ganze Seite Ytong mit Nestkammern. Komplette Einrichtung, wie Ihr seht, noch nicht vorhanden.
Wenn diese Ameisen wüssten, wie schwer ich an Ihren neuen Lebensraum arbeite? Der Satz ist nicht ganz richtig, sind nur viele Ameisen geworden durch passendes Klima und immer Futter satt. Optimale Bedingungen die Folgen haben, die Aufzeigen das es nicht nur darum geht Ameisen zu halten, sondern auch vorausblickend abzuschätzen, was wird. Gut das habe ich nun reichlich verpeilt, jetzt muss ich ran, um für eine geeignete Unterkunft zu sorgen. 17.07.2008 Ist nichts mit richtig großen, kräftigen Majoren, aus den überdimensionalen Puppen schlüpfen Jungköniginnen.
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Camponotus substitutus 21.07.2008 Das große Abenteuer, es geht los, Umzug ist angesagt. Gedacht hatte ich, das kleine Becken in das Große zu stellen und nach dem Auszug der Ameisen es zu entfernen. Leider waren die Oberkanten des Glasbeckens zu unterschiedlich in der Höhe und eine andere Deckelkonstruktion musste her.
Jetzt steht das alte Becken auf dem Neuen, als Verbindung ein 27 mm Schlauch. Das gab eine Freude und ein Gelaufe, kein Wunder bei den langen Beinen bei diesen Ameisen. Schon beim Anschluss des Schlauches konnten Einige es nicht mehr abwarten und ab ging es in Richtung neues Becken. Was die laufen können, mit so einer Geschwindigkeit hatte Ich nicht gerechnet. Gab es doch glatt ein paar Ameisen die an der anderen Seite des Schlauches heraus waren, bevor Ich diesen ins große Becken verlegt hatte. Schnell hatten Einige doch gleich bemerkt, im Deckel gibt es noch Löcher, zum Glück gibt es Kronenkorken. Ameise um Ameise durch den Schlauch und ausgeschwirrt in Ihrer zukünftigen Heimat Gab keine Stelle die diese Flinken Tiere nicht in Augenschein genommen haben. Hier ist der Eingang zum Ytongnest.
Wie zu sehen, es scheint Interesse zu bestehen. Im Gips ist ein 27 mm, ca. 20 cm langer Schlauch zum Ytong verlegt. So ein Ameisenhalter kann auch richtig gemein sein, um etwas Nachdruck für den Umzug auszuüben, gibt es Futter nur noch im großen Becken. Das Zuckerwasser, kein Problem, kaum hatte Ich es hingestellt schon waren die Ersten zur Stelle, das kann ja noch lustig werden.
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Am Nächsten Morgen gleich zu den Ameisen, ein Blick unter die rote Folie des alten Nestes,
der Hausstand ist noch da. Irgendwie scheinen sie sich vertan zu haben, scheinen das Schlauchende im Großbecken jetzt als Nestausgang zu betrachten, jedenfalls hatten Sie in der Nacht angefangen diesen mit Holzgranulat zuzubauen.
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Ameisen auf der Wanderschaft
Die nicht selber laufen wollen, werden getragen.
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Die noch nicht können, natürlich auch.
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Klar ist auch wer die ganze Arbeit macht, die Majoren schauen lieber zu. Die Jungköniginnen sind noch unentschlossen.
Was das wohl noch werden wird? Wenn Ich sie so beobachte, so wie sie Zucker/Honigwasser lieben, Ich könnte fast glauben, sie leben nur davon!
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Sie trinken überaus reichlich, Gastersegmente deutlich überdehnt, manchmal denke ich, ob das so gut geht? Schnell wird sichtbar, sie brauchen mehr. Aus meiner Bienenhaltung fällt auch immer was für meine Ameisen ab.
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31.07.2008 Sind jetzt an die 30 Jungköniginnen, die Mutigsten sind jetzt auch im großen Becken zu beobachten.
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01.08.2008 Mittagessen, würde ich sie so lassen wie sie wollen, es wäre mit dem Füttern kaum nachzukommen.
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Sie sind noch nicht komplett umgezogen, ein Teil der Puppen sind noch im alten Nest. An Larven haben sie alles rübergetragen, auch das Futter wandert ins neue Nest.
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Allerdings ist das neue Nest zweigeteilt, sie müssen mal eine Formica sanguinea in der Verwandtschaft gehabt haben, im Borkenstapel vorm Nesteingang wohnen sie auch.
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Die Ritzen zugestopft mit allem, was sie im Becken finden und transportieren konnten. So eine kleine Camponotus substitutus Ameise muss manchmal ganz schön arbeiten.
Was machen sie nicht alles für ihren Nachwuchs. Mit den Puppen sind sie ständig auf Wanderschaft, immer an die wärmsten Orte der Anlage. Und da gibt es jetzt ein paar Tücken, am Tage gibt es Stellen, die von der Beleuchtung erwärmt werden, also Puppen hintragen, Nachts wieder zurück. Auch eine Möglichkeit Ameisen zu beschäftigen. Zum Schluss, eine Camponotus substitutus Jungkönigin.
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21.08.2008 Kaum ist es Nacht, werden andere Geister aktiv.
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In den Abendstunden geht es los, mit einsetzender Dämmerung werden die Jungköniginnen munter. Gut zu sehen, die großen Majorarbeiterinnen haben die Größe der Königinnen.
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Die Nacht über sind sie in der ganzen Anlage zu beobachten, auf der Suche nach Erhöhungen.
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In den Morgenstunden ist der Spuk wieder vorbei, keine Jungkönigin mehr zu sehen. Wo sind denn hier die Männer?
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Da kann ich nur sagen, pechgehabt Mädels, gibt keine. Noch ein paar Bilder aus dem Familienleben der Camponotus substitutus.
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Mit dem Umzug hat es noch nicht richtig funktioniert, sie pendeln ständig hin und her, zwischen alten und neuen Becken. Wird wohl noch etwas dauern, bis sie ihr altes Heim geräumt haben, fürchte fast das es bei diesen Ameisen genauso ist wie bei meinen anderen Ameisenarten,die Letzten muss ich selber umsetzen. Das große Becken ist für diese lauffreudigen, schnellen Ameisen gut geeignet um sie bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Nichts mehr mit untätigen Ameisen, ständig furagierende Ameisen auf der Suche nach Futter. Dabei gilt es das richtige Maß zu finden, werden sie überfüttert, ist es vorbei mit den Aktivitäten und hungrig sind Sie immer.
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Irgenweie habe ich immer den Verdacht, sie beobachten mich auch.
Randbeobachtung, diese Ameisen können sich merken, wo ihr Futter steht. Verwende zur Fütterung von Kohlenhydraten gerne Kronenkorken.
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Im neuen Becken stand dieser immer an derselben Stelle. Nachdem sie ihr ursprüngliches Becken fast geräumt hatten, gab es dort einen Kronenkorken mit Lösung. Kaum waren die ersten Arbeiterinnen mit prallem Gaster zurück durch den Schlauch ins neue Nest,
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fanden sich Arbeiterinnen an der alten Futterstelle ein und inspizierten dort den leeren Kronenkorken. Klar ist diese Aussage nicht, ist auch gut denkbar das Sie sobald es Kohlenhydrate gibt auch an den Stellen suchen, die noch nach Zucker- oder Honigwasser riechen. 21.08.2008 Was wollt Ihr denn schon wieder hier?
Habt ihr nichts Besseres zu tun als ständig zu gucken ob es bei uns, was Neues gibt? Nah gut, da ihr schon da mal da seit, erzähle ich ein wenig aus unserm Ameisenleben. Mich kennt ihr ja schon, mein Halter nennt mich “Majorarbeiterin”. Hier wohne ich jetzt.
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Ich will ja nicht meckern, die Einrichtung ist unseren Halter richtig daneben gegangen, wir sind doch keine Baumbewohner. Wenn er meint, dass wir in den Ytong ziehen, hat er falsch gedacht, Äste, ne das ist nicht unser Ding. Seht ihr, da ganz hinten haben wir uns eingerichtet, der kleine Hügel da ganz am Ende. Kommt mal näher ran, sage es lieber nicht zu laut, er lässt uns arbeiten. Ihr glaubt es nicht, schaut Euch meine kleine Schwester an, selbst Kinder müssen bei uns ran.
Es kommt noch schlimmer, unser Halter will uns wohl verhungern lassen, er könnte ruhig mehr Futter geben, da braucht er keine Angst haben, das kriegen wir schon klein. Schaut mal hier!
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So ein leckeres grünes Tier, das ist es doch, aber nein gibt immer nur diese braunen Dinger.
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Schaut mich mal an, da kann ich richtig sauer werden.
Wir Großen ziehen uns jetzt mal zurück
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Ist Zeit das wir uns beraten, wie wir unseren Halter umerziehen, falls uns nichts einfällt, findet sich bestimmt eine Möglichkeit, wo wir ausbrechen können. Ihr seht mit der Ameisenhaltung kann man richtig Spass haben und auch mal locker berichten. Nach Locker jetzt ein paar Beobachtungen und keine Angst, „Majorarbeiterin“ hat gut übertrieben, hungern brauchen sie bei mir nicht. Heimchen gehören mit zu Ihren Lieblingsfuttertieren,
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genauso wie Fliegen und kleine Heuschrecken. Zerteilte Mehlwürmer und deren Puppen, roh oder überbrüht nehmen sie normal kaum. Dazu muss ich sie schon nötigen, was in der Praxis bedeutet, gibt es nichts anderes wird es auch gefuttert.
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Was die Beckeneinrichtung betrifft, ist nicht anders, wie ihr es von mir kennt, einfach zweckgebunden. Diese Ameisen können sehr gut auf Holz laufen und an Glasscheiben hoch, richtig schnell und flink sind sie dabei. Was allerdings auch zu beobachten ist, sie machen selten Gebrauch davon, leben bodenständig und furagieren überwiegend nur am Boden. Was sollen da die Äste? Ist eine praktische Abwesenheitsüberbrückung Die Ameisen jagen am Boden, Beutetiere auf den Ästen beachten sie kaum. Das gibt mir die Möglichkeit, Heimchen einzusetzen, die von den Ameisen nur auf dem Boden gefangen werden. Was mich schon seit längerer Zeit verwundert, sie leben bei mir in einer knochentrockenen Anlage. Das alte Nestbecken wird nicht befeuchtet um die restlichen Ameisen dort herauszubekommen und das neue Becken ist auch ohne Befeuchtung. Trinkwasser nehmen sie nicht, das könnte daran liegen, das sie ihren Wasserbedarf durch verdünnte Honig- oder Zuckerwasserlösung decken, allerdings ist das auch nicht mehr als eine Vermutung meinerseits. Habe gestern mit einer Spritze ein paar Wassertropfen gegeben. Gab eine richtige Panik, was „Majorarbeiterin“ davon gehalten hat, habt ihr gesehen, steil nach oben mit dem Gaster.
Nah gut, hier habe ich diese Ameise nich ganz passend erwischt. Ist nicht einfach mit meiner Technik für Euch gute Bilder hinzubekommen. Die Gaster steil nach oben gebogen, ist ein Verhaltensmuster, das sie zeigen, wenn sie gestresst werden und bei Erregung z. B. wenn ihnen ein Futtertier über den Weg läuft. Das sie, wie ich irgendwo in einer Artenbeschreibung gelesen habe, dabei Chemie verspritzen, konnte ich nicht beobachten. Komme ich innen mit den Fingern zu nahe, flüchten sie lieber, das ist auch so beim Hantieren an ihrem Nest. Ihr Nest ist eine weitere von mir nicht erwartete Eigenart, sie bauen einen Haufen. Um den Eingang zum Ytongnest ein wenig zu verstecken, gab es Rindenstücke. Alles, was sie im Becken finden konnten, für sie transportierbar war, sie haben es verwendet um den Rindenstapel zu verkleiden. Hier ein Netseingang.
Aktivitäten, die mich lange mit Beobachten gefesselt haben, habe natürlich gleich weiters Baumaterial gegeben. Ihr Lebensraum wird beschrieben mit morsches Holz, Erde, ist das die Erklärung dafür? Für mich nein, schließe es nicht aus, das Ameisen in der Gefangenschaft doch so einiges an Fehlverhalten entwickeln. Als Nest hatte Ich einen Ytong eingeplant, der die ganze rechte Seite des Beckens ausfüllt, viel Platz für reichlich Ameisen. Ist der Block den ihr hier sehen könnt.
Die gelbe Farbe ist Natur, ein Lehmanstrich. Die Lampe direkt im Becken über dem Nest spendet auch gut Wärme, die von diesen Tieren gerne angenommen wird. Das Ytongnest wird über eine Vorratskammer befeuchtet die über die ganze untere Seite verläuft. Rechts an der Seite ist das Befüllrohr zu sehen. Wie es zurzeit aussieht, hätte ich mir da Ytongnest wohl sparen können, halten sich nur wenige Ameisen darin auf. So ein Haufen ist auch interessant, wie sie da ständig herumwuseln, umbauen, aufbauen, Eingänge öffnen oder verschließen. Leider kann ich jetzt nicht mehr über den Entwicklungsstand des Nachwuchses berichten, sie haben ihn vor mir versteckt. Infos: Es ist nicht ratsam Futtertiere lebend zu verfüttern, Abbrühen wirkt einem Milbenrisiko entgegen. Nur mal so für zwischendurch, gibt vieles zu lesen über Ameisen, schaut doch mal in die Ameisenforen und informiert euch über ein besonderes Leben von Insekten für die Viele in der hektischen Zeit unserer Gesellschaft kein Auge mehr haben, es lohnt sich. 12.10.2008 Hallo da bin ich wieder!
Ihr kennt mich sicherlich noch, mein Halter nennt mich Majorarbeiterin, weil ich so groß bin. Bei uns gibt es so richtig nichts Neues, also heute nur ein Lebenszeichen.
Camponotus substitutus
Wo sich nichts geändert hat, die Jungköniginnen sind weiterhin am Leben. Abend für Abend, kaum ist das Licht aus, werden sie aktiv.
Königinnen ohne Flügel oder Tote, nichts davon zu sehen. Denkbar das diese Ameisen gestorbene Königinnen so zerlegen, dass nichts davon wiederzuerkennen ist. Puppenhüllen entsorgen sie ja auch nicht, nie eine auf dem Müll gesehen, werden weiter verwertet. Bei der großen Anzahl an Jungköniginnen (grob mehr als 100) die ich nachts beobachten kann, indem ich sie mit einer Taschenlampe überrasche, sieht es eher so aus, das Keine gestorben ist. Jetzt komme ich noch mal.
Und meine immer durstigen Schwestern.
Camponotus substitutus
20.10.2008 Meine substitutus haben Untermieter. Im Gewirr der Äste und Wurzelstücke ist es mir noch nicht gelungen ihr Nest zu finden. Habe die Befürchtung, das wird auch nichts. Sie laufen lange Wege bis zum Futter und verschwinden immer wieder im Unterholz (Wurzelstücke). Die Camponotus beachten die Kleinen nicht im Geringsten und die wiederum sind so dreist und trinken mit zwischen den Großen.
Camponotus substitutus
Habt ihr sie gefunden? Mit den Wurzeln und Ästen ist eine kleine Kolonie Temnothorax mit ins Becken gekommen. Beobachte sie schon länger immer bemüht ihr Nest zu finden. Sie müssten in die Winterruhe nur so gut wie sie sich verstecken, wird es nichts. Diese Kleine drängelt sich vor, damit ihr nicht auf falsche Gedanken kommt, das Futter für unsere Kolonie besorge ich, richtig nah ran muss ich da, würde sagen, von Auge zu Auge.
Camponotus substitutus
Falls ihr euch jetzt fragt, wo es so ein leckeres Futter gibt, ganz einfach, hier.
10.11.2008 Und da sind sie wieder die Kleinen unter den Riesen.
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Geht es ums Futter, nehmen sie keine Rücksicht, gemeinsam trinken sie Honigwasser, nach Proteinen suchen sie im Abfallhaufen. 08.01.2009 Es gibt wieder königlichen Nachwuchs, der diesmal recht klein ausgefallen ist.
Nur mit Mühe konnte ich halbwegs eine der Temnothorax spec. Jungköniginnen ablichten. Ist schon verwunderlich wie sich diese Ameisen in der Camponotus substitutus Anlage behaupten, sollte es daran liegen das diese Camponotusart doch nicht so aggressiv ist wie nachzulesen? Die Temnothorax scheint es nicht zu stören, dass sie es schön warm haben, während in der Natur Kälte herrscht und Winterruhe angesagt ist, mal sehen, wie lange es gut geht? Dazu kommt noch das es in der Anlage richtig trocken ist, gibt nur selten künstlichen Regen. Weitere Anmerkung, Geschlechtstieraufzucht ohne vorherige Winterruhe. Majorarbeiterin scheinen die Untermieter nicht mal aufgefallen zu sein, jedenfalls nimmt sie keine Notiz davon.
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Überhaupt scheinen substitutus die kleinen Temnothorax nicht wahrzunehmen oder weder als Gefahr noch Beute einzuordnen. Eine Beobachtung ist es Wert, diese Tiere als Hügelbauer zu betrachten, Nachteil, das Nachwuchsleben bleibt weitgehend verborgen.
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Das Ytongnest, welches sich über eine der Anlagenseiten erstreckt, wird zwar gut von Ameisen belagert, an Nachwuchs gibt es da bestenfalls kleine Larven zu sehen. Kein Wunder ihr Hügel ist doch komfortabel durch eine Lampe temperiert. So bleibt mir nur eine grobe Einschätzung über das, was sich im Nest entwickelt. Zurzeit sind sie sehr darauf bedacht reichlich Futter einzutragen, Proteine sind besonders gefragt. Hier seht ihr sie wie sie dabei sind Drohnenpuppen zu zerlegen.
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Drohnenpuppen im Sommer bei meinen Bienen geklaut und ohne überbrühen gleich eingefroren, ein eiweißreiches Futter nicht nur für den Winter, das von vielen meiner Ameisen gerne genommen wird. Selbst die kleineren Arten gehen ran, wenn die Puppen zerkleinert gereicht werden. Zerkleinern geht nur, solange die Puppen noch tiefgefroren sind. Solltet Ihr auch mal probieren, falls ihr einen Imker in der Nähe habt. Drohnenbrut wird zur Varroamilbenreduzierung aus den Bienenvölkern entfernt, zudem gibt es die auch noch für „Lau“. Eine Packung Grillen oder Heimchen ist auch kein Problem.
Wie ihr seht, gehöre ich nicht zu den Haltern, die jedes Futtertier desinfizieren (abbrühen). Deshalb hier der Hinweis, nicht abgebrühte Futtertiere können Milben mitbringen. Für Grillen und Heimchen gibt es extra Futter von mir ins Becken, mit den doch zahlreichen Versteckmöglichkeiten und der Beobachtung das meine Camponotus substitutus nur selten auf Ästen und Zweigen nach Futter suchen, haben auch diese Tiere die Möglichkeit in der Anlage eine Zeit lang zu leben.
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Allerdings um Kohlenhydrate machen diese Ameisen auch keinen Bogen, nah gut das ist ja nicht neu, brauche keine Angst haben das mir das Zeug im Kühlschrank schlecht wird.
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Aus dem hohen Futterbedarf abgeleitet, haben sie viele gefräßige Larven zu versorgen. In den letzten Tagen sind vermehrt geflügelte Jungköniginnen zu beobachten. Könnten noch welche vom letzten Mal sein, ob es ein neuer Schub ist, muss sich noch zeigen? Früher konnte ich in den Abendstunden an die Hundert Jungköniginnen zählen, besonders Viele und aktiv, wenn es noch gut warm war und ich für künstlichen Regen gesorgt hatte. In den vergangenen Wochen waren kaum noch Jungköniginnen zu sehen, auch konnte ich den Verbleib dieser Tiere nicht klären. Keine Toten, Totenreste, nicht mal Flügel sind zu finden. Was sie mit Ihren toten Arbeiterinnen machen, ist ein weiteres Rätsel? Gibt ein paar Abfallhaufen, die sie unterhalten, tote Ameisen darauf, Fehlanzeige. Selten zu beobachten das Arbeiterinnen mal eine Tote durch die Anlage tragen. Entweder es sterben kaum Ameisen oder was ich vermute, sie zerlegen die Gestorbenen soweit das davon für mich nichts mehr zu erkennen ist. Denke ich da an meine Formica cunicularia, die immer schön die leeren Kokons draußen entsorgen damit ich gut überblicken kann, was es an Nachwuchs gegeben hat, bei substitutus nicht ein leerer Kokon zu sehen. Ist auch nur noch schwer halbwegs die Arbeiterinnenanzahl abzuschätzen, genaugenommen habe ich es aufgegeben. Seitdem sie im großen Becken leben, verteilen und verkriechen sich diese Ameisen geschickt. Auch wenn die große Anzahl der Arbeiterinnen den Eindruck vermittelt das es sich um eine aktive Ameisenart handelt, bleiben es doch zurückhaltende, heimlich lebende Ameisen. Ameisen beobachten und das Gesehne auch noch zu interpretieren, für mich nur eine Momentaufnahme. Geringfügig veränderte Haltungsparameter, unterschiedliches Futter oder Anlagengestaltung, schnell kommt Verwirrung auf! Daraus resultieren unterschiedlichste Beobachtungen, wo es schwer bis unmöglich ist, brauchbare Informationen herauszufiltern? Auch Bilder sind nur eine Momentaufnahme. Wünschte das ich eine bessere Technik zur Verfügung hätte um das Leben von besonderen Tieren, unseren Ameisen einzufangen. Aggressivität Schon in der Verkaufsbeschreibung steht, dass diese Ameisenart besonders agressiv ist und schnell ihre chemische Waffe einsetzt. Ist das nur ein Argument diese Art interessant zu machen oder habe ich eine Mutation aufgezogen? Keine Spur von Angriffen oder verspritzen von Ameisensäure, nicht mal andeutungsweise.
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Ist nicht immer einfach zu beurteilen, wie agresiv eine Art ist, dazu braucht es Beobachtungen bei verschiedenen Arten, um dafür einen Maßstab zu erarbeiten. Vorsichtige und ruhige Bewegungen beim Füttern, damit sie sich nicht erschrecken und weglaufen
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und sie werden zutraulich.
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